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Theater-AG des Peter-Paul-Rubens-Gymnasiums setzt sich mit Verrücktsein auseinander
Von der Vergangenheit eingeholt

pav Siegen. Was bedeutet es, verrückt zu sein? Bedeutet es, den Verstand zu verlieren, alleine mit sich selbst zu sein, einen Vorgarten voller Gartenzwerge zu haben oder Individualität auf eine andere Weise auszuleben? Mit dieser Frage setzt sich die Theater-AG des Siegener Peter-Paul-Rubens-Gymnasiums in ihrem Stück „Kopflos“ auseinander, das sie am Mittwochabend im Pädagogischen Zentrum der Schule präsentierte.
Es beginnt mit einer Aufnahme der letzten „Tagesschau“ aus dem Jahr 2019. Schlagzeilen poppen auf, die von Terrorismus, Rechtsextremismus, Gewalt und Fremdenhass handeln und mit Chormusik unterlegt werden. Damit wird ein aktueller Bezug hergestellt.

pav Siegen. Was bedeutet es, verrückt zu sein? Bedeutet es, den Verstand zu verlieren, alleine mit sich selbst zu sein, einen Vorgarten voller Gartenzwerge zu haben oder Individualität auf eine andere Weise auszuleben? Mit dieser Frage setzt sich die Theater-AG des Siegener Peter-Paul-Rubens-Gymnasiums in ihrem Stück „Kopflos“ auseinander, das sie am Mittwochabend im Pädagogischen Zentrum der Schule präsentierte.
Es beginnt mit einer Aufnahme der letzten „Tagesschau“ aus dem Jahr 2019. Schlagzeilen poppen auf, die von Terrorismus, Rechtsextremismus, Gewalt und Fremdenhass handeln und mit Chormusik unterlegt werden. Damit wird ein aktueller Bezug hergestellt. Das Stück selbst spielt in einer Art Zwischenwelt und siedelt sich eher in der Vergangenheit an, die jedoch immer mehr die Gegenwart einholen könnte.

Theater-AG des PPR verfasste  das Stück selbst

Die Theater-AG stellte sich die Aufgabe, ein eigenes Stück zu schreiben. Schnell war klar, dass der Schauplatz eine Irrenanstalt sein soll, die einem Gefängnis gleicht. Die Neunt- und Zehntklässlerinnen wählten dieses Setting eigenständig aus. Mit dem Gedanken im Kopf, dass die Guten zusammenhalten und über das Böse (verkörpert vom Personal der Anstalt) siegen, kreierten die elf Schülerinnen zusammen mit ihrer Lehrerin Christiane Siebel neun Monate lang ein Stück, das Themen wie Unterdrückung und Homophobie behandelt. Sie näherten sich improvisatorisch den Themen des Stückes. Inspiration fanden sie dabei auch in Ken Campells „Mr. Pilks Irrenhaus“ und Heinar Kipphardts „Das Leben des schizophrenen Dichters Alexander M. – Ein Film“.

Tanzdarbietungen unterstrichen die Entwicklung des Geschehens

Immer wieder gibt es in dem Stück Tanzdarbietungen. Diese studierten die Schülerinnen zusammen mit ihrer Lehrerin Sascha Trauth ein. So symbolisieren die „Patientinnen“ mit ihrem Tanz „Crazy“ zu „Spaceman“ von The Killers eine Facette des Lebens in der Anstalt. In dem Song geht es um einen Raumfahrer, der im Traum erscheint. Alles, was erlebt wird, spielt sich nur im Kopf ab und ist deshalb als „crazy“ zu verstehen. Insbesondere die Mimik und Handbewegungen verdeutlichen hierbei, was sich im Kopf der betreffenden Personen abspielt.
Zu den weiteren Musikstücken gehörte auch „Take Me To Church“ von Horizer. Darin geht es um die Liebe zwischen zwei Männern. Im Gegensatz zum Tanz „Crazy“ sind die Bewegungen hier langsam und ruhig. Bei der letzten Performance geht es um die Auseinandersetzung zwischen Gut und Böse, die tänzerisch und musikalisch zum Ausdruck kommen soll. Die Guten beginnen ihren Tanz zu „Follow You, Follow Me“ von Genesis, gefolgt von Depeche Modes „Dangerous“. Zuerst treten die Guten auf, die mit ihrer Performance Zusammenhalt symbolisieren, indem sie einander überallhin folgen würden. Danach betreten die Bösen die Bühne, und die Guten schauen ihnen zu. Um den Konflikt und Kontrast zwischen den beiden Gruppen besonders zu verdeutlichen, sind die Bewegungen beider dieselben, werden aber anders, passend zum jeweiligen Text und der Musik, ausgeführt.

Plädoyer für Frieden und Toleranz

Am Ende des Stückes trat jede Darstellerin nach vorne, um sich im Namen aller eine Welt zu wünschen, in der Toleranz, Akzeptanz, Nächstenliebe, Integration, Individualität und Menschlichkeit herrschen.

Autor:

Pauline Vollpert aus Siegen

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