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Barbara Ruscher gastierte zum Internationalen Frauentag in der Bismarckhalle
Vorfahrt für die Kabarett-Lady

„Ruscher hat Vorfahrt“ heißt das aktuelle Bühnenprogramm von Barbara Ruscher, mit dem sie auf Einladung der AG der Gleichstellungsbeauftragten des Kreises in der Bismarckhalle Weidenau zum Internationalen Frauentag gastierte.
  • „Ruscher hat Vorfahrt“ heißt das aktuelle Bühnenprogramm von Barbara Ruscher, mit dem sie auf Einladung der AG der Gleichstellungsbeauftragten des Kreises in der Bismarckhalle Weidenau zum Internationalen Frauentag gastierte.
  • Foto: Simone Jurisch
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sib Weidenau. Schlagfertig ist sie, das kann man nicht anders sagen. Erwischt sie einen Mann, der schwungvoll auf einen Frauenparkplatz fährt, gratuliert sie ihm dazu, dass er so offen zu seiner Transsexualität steht. Mit dieser und zahlreichen anderen Pointen aus ihrem aktuellen Programm „Ruscher hat Vorfahrt“ erntete Barbara Ruscher am Vorabend des Internationalen Frauentages, also am Samstag, immer wieder ausgelassenes Gelächter in der Weidenauer Bismarckhalle.
Dorthin hatte die Arbeitsgemeinschaft (AG) der Gleichstellungsbeauftragten des Kreises eingeladen. So begrüßten die Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Siegen, Martina Kratzel, und des Kreises, Martina Böttcher, die rund 100 Damen und Herren im Publikum.

sib Weidenau. Schlagfertig ist sie, das kann man nicht anders sagen. Erwischt sie einen Mann, der schwungvoll auf einen Frauenparkplatz fährt, gratuliert sie ihm dazu, dass er so offen zu seiner Transsexualität steht. Mit dieser und zahlreichen anderen Pointen aus ihrem aktuellen Programm „Ruscher hat Vorfahrt“ erntete Barbara Ruscher am Vorabend des Internationalen Frauentages, also am Samstag, immer wieder ausgelassenes Gelächter in der Weidenauer Bismarckhalle.
Dorthin hatte die Arbeitsgemeinschaft (AG) der Gleichstellungsbeauftragten des Kreises eingeladen. So begrüßten die Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Siegen, Martina Kratzel, und des Kreises, Martina Böttcher, die rund 100 Damen und Herren im Publikum. Nach mehr als zehn Jahren Veranstaltungsort Lÿz hatte man diesmal aus terminlichen Gründen die Bismarckhalle gewählt. Bevor Barbara Ruscher ihr Programm spielte, lieferten die beiden Gleichstellungsbeauftragten einen aktuellen Überblick über frauenpolitische Themen.

Schulwahl einmal anders

Die Komödiantin gastierte schon einmal vor drei Jahren auf Einladung der AG in Siegen, und so war die talentierte Performerin für einige Gäste beileibe keine Unbekannte. Bekannt ist sie auch durch ihre Radio-Kolumne bei HR1 und als Moderatorin der NDR-Satireshow „Extra3 Spezial“. Sie wirkt in zahlreichen Comedysendungen mit, schreibt eigene Bücher und ist Mutter zweier Kinder.
Ach ja, die Kinder. Die sind eigentlich ganz nett, hat sie bei einer Unterhaltung mit ihnen festgestellt, als gerade Stromausfall war. Und sie kommen der Mutter auch mit erfrischenden Argumenten, was die Schulauswahl anbelangt. So wollte das Töchterlein unbedingt aufs Gymnasium, weil da so viel Unterricht ausfällt. Anderen Teenager stellt sie sich ganz gerne mal als Mutter von Mario Barth vor und stiftet damit heillose Verwirrung.

Von Selbstoptimierung und Malbüchern

Keine Frage, Barbara Ruscher führt ein ereignisreiches Leben und dementsprechend üppig ist der Fundus, aus dem sie Ideen für ihre Shows schöpfen kann. Spitzzüngigkeit und Tiefgang, lakonische Reflexionen über den ganz normalen Alltagswahnsinn, dazu noch eine sehr angenehme Singstimme und geschmeidiges Klavierspiel machen den ganz individuellen Stil der blonden Lady aus.
Hingebungsvoll und ausgiebig sinniert sie über diverse Zeitgeistphänomene wie Selbstoptimierungs-Wahn, Helikopter-Eltern (Mütter und Väter am Spielfeldrand beim Jugendfußball sind übrigens die wahren Hooligans!), Malbücher für Erwachsene oder illegale Autorennen. Die smarte Dame karikiert, entlarvt, ihrem geschulten Blick fürs Kuriose entgeht anscheinend nichts, und bei all dem wirkt sie erfrischend natürlich und entspannt. Es mangelt ihr auch nicht an einer ordentlichen Portion Selbstironie.
Egal, ob das große politische Ganze oder der familiär-nachbarschaftliche _Mikrokosmos: Es gibt offenbar nichts, woraus eine Barbara Ruscher nicht eine zündende Pointe basteln könnte. Mädchenhafte Zurückhaltung ist ihre Sache nicht, stattdessen haut sie auch gerne mal richtig derbe Kracher raus. „Die Schwulen haben den CSD, die Ungebumsten den Karneval“, gibt sie Feuer und hatte damit wie so oft an diesem Abend eindeutig Vorfahrt.

Autor:

Simone Jurisch (Freie Mitarbeiterin) aus Siegen

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