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Kunst, Kultur und Digitalität in der Chaosflux-Welt
Vorträge, Musik, Bällebad als Avatar erleben

In der virtuellen Welt der Chaosflux-Veranstaltung können Teilnehmer als Avatare in der virtuellen Lounge des Fab Lab Siegen in Dialog treten, auf den Dächern der Chaosflux-Welt nach den Sternen greifen, Vorträgen beiwohnen oder im virtuellen Bruchwerk-Theater „intentionsloses Erzählen“ erproben.
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  • In der virtuellen Welt der Chaosflux-Veranstaltung können Teilnehmer als Avatare in der virtuellen Lounge des Fab Lab Siegen in Dialog treten, auf den Dächern der Chaosflux-Welt nach den Sternen greifen, Vorträgen beiwohnen oder im virtuellen Bruchwerk-Theater „intentionsloses Erzählen“ erproben.
  • Foto: Jana Albrecht
  • hochgeladen von Regine Wenzel (Redakteurin)

jca Siegen. Unter dem Motto „Irritieren/Generieren“ lädt der Chaos Computer Club (CCC) Siegen in Zusammenarbeit mit dem Hackspace, dem Fab Lab und dem Bruchwerk-Theater Siegen sowie dem Projektraum Edition/19 vom 26. bis 28. Februar zur ersten Chaosflux-Veranstaltung ein.
„Wir müssen anfangen, ganzheitlich zu denken und die Grenzen zwischen den Sparten ‚Digital‘ und ‚Kultur‘ aufzulösen versuchen“, sagt Susanne Thomas von der Kulturregion Südwestfalen über die Chancen und Möglichkeiten der Zusammenführung von Kunst/Kultur, Gesellschaft und zunehmender Digitalisierung. Dabei erwartet die Teilnehmer ab Freitag eine 4-Welten-Karte im 2-D-Format. In dieser ist jeder willkommen – versierte Hackernerds ebenso wie Einsteiger oder Amateure (www.chaosflux.de).

jca Siegen. Unter dem Motto „Irritieren/Generieren“ lädt der Chaos Computer Club (CCC) Siegen in Zusammenarbeit mit dem Hackspace, dem Fab Lab und dem Bruchwerk-Theater Siegen sowie dem Projektraum Edition/19 vom 26. bis 28. Februar zur ersten Chaosflux-Veranstaltung ein.
„Wir müssen anfangen, ganzheitlich zu denken und die Grenzen zwischen den Sparten ‚Digital‘ und ‚Kultur‘ aufzulösen versuchen“, sagt Susanne Thomas von der Kulturregion Südwestfalen über die Chancen und Möglichkeiten der Zusammenführung von Kunst/Kultur, Gesellschaft und zunehmender Digitalisierung. Dabei erwartet die Teilnehmer ab Freitag eine 4-Welten-Karte im 2-D-Format. In dieser ist jeder willkommen – versierte Hackernerds ebenso wie Einsteiger oder Amateure (www.chaosflux.de).

Schnittstellen untersuchen, Brücken bauen

Die Veranstaltung richte sich explizit nicht ausschließlich an Hacker, Wissenschaftler oder Game-Designer etc., sondern an jeden, der Teil der interdisziplinären und experimentellen Veranstaltung werden möchte, betont Katharina „Falbala“ Gimbel vom Organisationsteam im virtuellen Gespräch. Die Teilnehmer können entweder einen eigenen Avatar selbst kreieren oder einen vorgefertigten aus dem Menü wählen, um die Chaosflux-Welt kostenlos zu betreten, an der Bar oder im Bällebad ein persönliches oder Gruppen-Gespräch zu führen oder an Veranstaltungen teilzunehmen, die die Schnittstelle von Kunst/Kultur, Gesellschaft und (digitaler) Technik nicht nur aufzuzeigen versuchen, sondern eine „Brücke“ zwischen den einzelnen Disziplinen erlebbar machen möchten.

Pixelkunst, E-Sport, Game-Design...

Jana Albrecht (oben rechts) traf sich mit Katharina „Falbala“ Gimbel (unten rechts) zum virtuellen Gespräch in der Chaosflux-Welt, die ab Freitag kostenlos betreten werden kann.
  • Jana Albrecht (oben rechts) traf sich mit Katharina „Falbala“ Gimbel (unten rechts) zum virtuellen Gespräch in der Chaosflux-Welt, die ab Freitag kostenlos betreten werden kann.
  • Foto: Jana Albrecht
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Die SZ hatte die Möglichkeit, vorab an einer exklusiven Führung durch die virtuellen Räumlichkeiten der Chaosflux-Welt teilzunehmen und sich in der Lounge des Fab Labs mit Katharina Gimbel (Avatar „Falbala“) zu unterhalten. „Es wird eine Mischung aus Tagung und Festival sein“, berichtete „Falbala“ beim Rundgang durch die 2-D-Welt. Ähnlich wie in einer analogen Veranstaltung können die Räumlichkeiten gewechselt, an einem Workshop teilgenommen, in der Chillout-Area Musik gehört oder einem Vortrag gelauscht werden. Im „Außenbereich“ kann man es sich neben einem Alpaka gemütlich machen oder auf dem Dach des Gebäudes nach den Sternen greifen. Neben wissenschaftlichen Beiträgen zu Pixelkunst, E-Sports, Game-Design oder zum Thema „digitale Bildwelten junger Geflüchteter“ können in Workshops LaTeX-Grundlagen „erlernt“ oder „intentionsloses Erzählen“ erprobt werden.

Sogar Live-Musik nach den Vorträgen

Die Kartenwelt visualisiere die Schnittstelle zwischen künstlerischem Design und technologischer Grundlage sehr gut. Die Vielfalt des Programms bringe Kunst, Kultur und Digitalität auf einen gemeinsamen Nenner, erläutert „Falbala“ das Konzept Chaosflux: „Wir haben sogar Live-Musik für die Zeit nach den Vorträgen organisiert.“ Dabei könne man entweder virtuell den ein oder anderen Tanzschritt erproben oder zu Hause vor seinem Computer das Tanzbein schwingen.

Erst irritieren, dann Austausch ermöglichen

Als eines der ersten Formate, das Digitalität und Analogität in einer Gleichzeitigkeit und einem Konsens denkt, will die Veranstaltung durch die Frage, was Computerwelten mit Kunst und Kultur zu tun haben, zunächst „irritieren“, um letztlich eine Antwort darauf über ein interdisziplinäres Experiment in Form eines Austauschs verschiedener Sparten, Ansichten und Erfahrungen gemeinsam mit den Teilnehmern zu „generieren“. Diese werden somit selbst Teil der Schnittstelle und der Überschreitung eines starren Spartendenkens.

 Im Austausch mit dem Chaos Computer Club

„Gemeinsam“ lautet das übergeordnete Motto, das die Veranstaltung begleitet. Über einen ständigen Austausch des CCC Siegen mit dem deutschlandweiten Club-Netzwerk, ehrenamtlichen „Engeln“ im Hintergrund und dem „gegenseitigen Lernen“ vor Ort sollen Digitalität, Kunst und Kultur virtuell zusammengebracht werden. „Dinge, die man teilt, werden mehr“, beschreibt „Falbala“ das Prinzip. Dabei sei es wichtig, die Schnittstelle – trotz scheinbarer Widersprüchlichkeiten – für jeden transparent, sichtbar und erlebbar zu machen. Genau das versucht Chaosflux in einem Format, das als erstes innerhalb Deutschlands angesehen werden kann. Gefördert wird das interdisziplinäre Projekt vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, den Kulturregionen Südwestfalen und Sauerland, der Regionale 2025 Südwestfalen und der Universität Siegen.

In der virtuellen Welt der Chaosflux-Veranstaltung können Teilnehmer als Avatare in der virtuellen Lounge des Fab Lab Siegen in Dialog treten, auf den Dächern der Chaosflux-Welt nach den Sternen greifen, Vorträgen beiwohnen oder im virtuellen Bruchwerk-Theater „intentionsloses Erzählen“ erproben.
Jana Albrecht (oben rechts) traf sich mit Katharina „Falbala“ Gimbel (unten rechts) zum virtuellen Gespräch in der Chaosflux-Welt, die ab Freitag kostenlos betreten werden kann.
Autor:

Redaktion Kultur

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