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"Vorsichtig optimistisch"
Was macht die Kultur im neuen Jahr?

Kann die KulturPur-Zeltstadt im Juni auf den Giller ziehen? Die Macher gehen derzeit davon aus und planen!
  • Kann die KulturPur-Zeltstadt im Juni auf den Giller ziehen? Die Macher gehen derzeit davon aus und planen!
  • Foto: Dirk Manderbach (Archiv)
  • hochgeladen von Redaktion Kultur

gmz Siegen/Dahlbruch. Ein neues Jahr und immer noch Corona. Was heißt  das für die Kultur? Welche Perspektiven hat sie? Welche kann sie entwickeln (s. auch das Interview mit Wolfgang Suttner hier)?
Der Präsident des Deutschen Bühnenvereins, Carsten Brosda, spricht von der Gefahr der Kultur-Entwöhnung durch den Mangel an Angeboten und Möglichkeiten. Menschen hätten in den vergangenen zwei Jahren kaum noch kulturelle Angebote bekommen und hätten deshalb den Verzicht gelernt (die SZ berichtete). Andere haben einen ausgesprochenen Kulturhunger, weil ihnen die Auseinandersetzung mit „der Welt“ in kulturellem Gewand fehlt. Wieder andere pflegen den Rückzug ins Private und scheuen Kontakte.

gmz Siegen/Dahlbruch. Ein neues Jahr und immer noch Corona. Was heißt  das für die Kultur? Welche Perspektiven hat sie? Welche kann sie entwickeln (s. auch das Interview mit Wolfgang Suttner hier)?
Der Präsident des Deutschen Bühnenvereins, Carsten Brosda, spricht von der Gefahr der Kultur-Entwöhnung durch den Mangel an Angeboten und Möglichkeiten. Menschen hätten in den vergangenen zwei Jahren kaum noch kulturelle Angebote bekommen und hätten deshalb den Verzicht gelernt (die SZ berichtete). Andere haben einen ausgesprochenen Kulturhunger, weil ihnen die Auseinandersetzung mit „der Welt“ in kulturellem Gewand fehlt. Wieder andere pflegen den Rückzug ins Private und scheuen Kontakte.

Zwischen Kulturhunger und -verzicht

Auch die heimischen Veranstalter beobachten beide Haltungen: Jens von Heyden, Leiter des Kulturbüros des Kreises Siegen-Wittgenstein, stellt im SZ-Gespräch fest, dass die Veranstaltungen im Lÿz oft deutlich weniger nachgefragt werden als in Vor-Corona-Zeiten. Er hat allerdings auch beobachtet, wie auch Apollo-Intendant Magnus Reitschuster, dass es andere gibt, die einen ausgesprochenen Kulturhunger haben. Sie seien dankbar für jedes Angebot, erläutert Reitschuster im SZ-Gespräch. – Spannend wird es, wie sich der Umgang mit Kultur entwickelt, wenn alles wieder „frei verfügbar“ ist. Vielleicht muss sich die Kulturszene dann neu finden, vielleicht gar erfinden.

Froh, weiter Kultur anbieten zu können

Im Moment „sehen wir es aber positiv“, fügt Jens von Heyden an: Das Lÿz habe im vergangenen Spätherbst spielen können, anders im Herbst 2020. Auch im Moment geht es weiter.
Für Veranstaltungen bis Ende 2021 konnten auch Fördermittel aus dem Neustart Kultur beantragt werden. 50 Prozent der Künstlergagen, sagt Dörte Müller vom Gebrüder-Busch-Kreis in Dahlbruch, werden für die Inthega-Mitglieder im Rahmen des Förderprogramms Neustart Kultur erstattet. Verwaltet wird die Förderung von der Inthega, der Interessensgemeinschaft der Städte mit Theatergastspielen.
Das Förderwesen, fügt Jens von Heyden an, sei, jenseits von diesem erwähnten Procedere, oft sehr mühsam. Er stelle auch gerade bei kleineren Veranstaltern eine „Antragsmüdigkeit“ fest. Gerade die Ehrenamtlichen, die bei den kleineren Kulturkreisen arbeiteten, hätten das Gefühl, dass ihr Kultur-Engagement nur noch aus dem Ausfüllen von Antragsformularen bestehe. In die und die Bestimmungen müsse man sich einmal „hineinfuchsen“, so von Heyden. Wenn man das getan habe, lohne es sich meist. Aber der Weg sei oft zäh. Das Kulturbüro könne beim Weg durch die Antragsvielfalt auch Hilfestellung und Beratung bieten, fügt er an.

Staatliche Unterstützung hilft Veranstaltern

Das Wissen um staatliche Förderung, so Dörte Müller, mache das Wagnis geringer, in diesen Zeiten mit ihren Unwägbarkeiten Veranstaltungen anzubieten. Wenn man im Vorverkauf feststelle, dass das Publikum große Zurückhaltung zeige, stimme man sich mit den Künstlern ab, ob und wie eine Veranstaltung stattfinden solle, sagt Müller. Für Künstler sei der Auftritt vor leeren Reihen schließlich alles andere als schön. Der Busch-Kreis hat, Stand jetzt, den Spielplan bis Juni jetzt stehen. Auch das Apollo hat Vorstellungen und Konzerte geplant.

Planungen für KulturPur laufen

 Und im Kulturbüro blickt man nicht nur auf das Lÿz-Programm, sondern auch auf KulturPur. Im Moment gehe man davon aus, so von Heyden, dass das Festival stattfinden könne, mit Konzepten, die es möglich machen. Bis auf Tom Jones, dessen Tour-Termine mit KulturPur kollidieren, seien die meisten Künstler des 2020er-Line-ups weiter dabei. – „Verhalten optimistisch“ sei man, fasst von Heyden die Stimmung zusammen.

Wolfgang Suttner: "Reduktion und Transformation"
Autor:

Dr. Gunhild Müller-Zimmermann (Redakteurin) aus Siegen

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