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Finale Abstimmung steht kurz bevor
Was wird aus dem Bunker-Projekt?

Die beiden Bunker in der Siegener Oberstadt könnten für die zukunftsgerichtete Erweiterung des Siegerlandmuseums genutzt werden. Jetzt kommt es auf die Zustimmung des Rates zur finanziellen Beteiligung der Stadt an.
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  • Die beiden Bunker in der Siegener Oberstadt könnten für die zukunftsgerichtete Erweiterung des Siegerlandmuseums genutzt werden. Jetzt kommt es auf die Zustimmung des Rates zur finanziellen Beteiligung der Stadt an.
  • Foto: René Traut
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sz/ap Siegen. Jetzt wird es ernst: Wie geht es mit den Bunkern an der Burgstraße weiter? Das wird am Mittwoch im Siegener Rat final entschieden.  Dabei geht es um die städtische Zusage, sich an den Kosten des Umbau- und Erweiterungsprojekts mit 3 Millionen Euro zu beteiligen. 1,66 Millionen müssen aus der Bürgerschaft kommen.  Der Förderverein des Museums und des Schlosses hat dafür 2,2 Millionen aquiriert, der Kreis beteiligt sich ebenfalls.

Wie stehen die Fraktionen zu dem Projekt? Unsere Kulturredaktion hat vorab mit lokalen Parteipolitikern wie Adhemar Molzberger (Vorsitzender des SPD-Stadtverbands), Günther Langer (UWG) und Michael Groß (Grüne) gesprochen.

sz/ap Siegen. Jetzt wird es ernst: Wie geht es mit den Bunkern an der Burgstraße weiter? Das wird am Mittwoch im Siegener Rat final entschieden.  Dabei geht es um die städtische Zusage, sich an den Kosten des Umbau- und Erweiterungsprojekts mit 3 Millionen Euro zu beteiligen. 1,66 Millionen müssen aus der Bürgerschaft kommen.  Der Förderverein des Museums und des Schlosses hat dafür 2,2 Millionen aquiriert, der Kreis beteiligt sich ebenfalls.

Wie stehen die Fraktionen zu dem Projekt?

Unsere Kulturredaktion hat vorab mit lokalen Parteipolitikern wie Adhemar Molzberger (Vorsitzender des SPD-Stadtverbands), Günther Langer (UWG) und Michael Groß (Grüne) gesprochen.

Am Mittwoch geht es um die Erweiterung des Siegerlandmuseums

Das Problem: Die (Folge-)Kosten 

Ging man anfangs noch von einem städtischen Eigenanteil von 1,1 Millionen Euro aus, wurde schnell klar, dass sich diese Summe mindestens verdreifachen wird. Das sorgte bei Stadtkämmerer Wolfgang Cavelius bereits im August 2020 für Bauchschmerzen. Eine weitere Sorge: die Folgekosten. Auf Grundlage des vorliegenden Kostenrahmens sei mit einem mittleren sechsstelligen Betrag pro Jahr zu rechnen, so Cavelius. Seiner Ansicht nach ist die Maßnahme „haushaltsverträglich nicht darstellbar“. 

August 2020: Der städtische Anteil für das Projekt Bunker Burgstraße verdreifacht sich - ist das Vorhaben überhaupt noch umsetzbar?
  • August 2020: Der städtische Anteil für das Projekt Bunker Burgstraße verdreifacht sich - ist das Vorhaben überhaupt noch umsetzbar?
  • Foto: SZ-Archiv
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Auch andere Parteien zeigten 2020 bereits große Bedenken

"Die Bedenken bestehen zu Recht“, so drückte es Gerhard Kötter (FDP) aus. Die Ausschreibung stoppen und das Projekt zurückstellen - das forderte Brigittte Eger-Kahleis (AfD). Das Projekt aufgeben wollte auch Dr. Wolfgang Sonneborn (fraktionslos). Und auch Hans-Günter Bertelmann (UWG) meldete „ganz große Bedenken an“, ob sich Siegen so eine Maßnahme überhaupt leisten könne.

Kosten explodieren

Die Folge: Nur wenig Zustimmung im Rat

Und so kam die geplante Erweiterung des Siegerlandmuseums mächtig ins Wackeln. Mehr als ein Jahr später, im Dezember 2021, bekam das finanziell üppig bemessene Projekt (15 Millionen Euro) bei Haushaltsberatungen der Stadt Siegen nicht die erhoffte Zustimmung. Über den Verwaltungsvorschlag (Ja zu einem Eigenanteil von 3 Millionen Euro) ist damals erst gar nicht abgestimmt worden. 

So steht Bürgermeister Steffen Mues zu dem Projekt

Das Oberhaupt der Krönchenstadt hielt weiter an dem Bunkerprojekt fest - auch, als ein Antrag auf Verschiebung Baumaßnahmen im Raum steht. „Ich bin überrascht und geschockt. Man lässt uns viele Jahre arbeiten, und dann kommt der Rückzieher", äußerte sich Mues nach einem Einwand von Michael Groß (Grüne).

Ich bin überrascht und geschockt. Man lässt uns viele Jahre arbeiten, und dann kommt der Rückzieher.
Steffen Mues
Bürgermeister Stadt Siegen

Siegens Bürgermeister Steffen Mues hält weiterhin an dem Kultur-Projekt fest.
  • Siegens Bürgermeister Steffen Mues hält weiterhin an dem Kultur-Projekt fest.
  • hochgeladen von Alexandra Pfeifer

Es wundere ihn sehr, so der Bürgermeister weiter, dass Bedenken kämen. In den Vorjahren, als es der Stadt Siegen finanziell schlechter gegangen sei, hätten alle Fraktionen zugestimmt.

Alles nur ein Machtspiel? 

Die Diskussionen rund um die Bunker-Förderung und die Erweiterung des Siegerlandmuseums hat unsere Kulturredakteurin Dr. Gunhild Müller-Zimmermann kommentiert. Sie hat dazu eine klare Meinung.

Machtspiel? Persönliche Eitelkeiten? Finanzsorgen? Überdenken der Investitions-Prioritäten? Unkenntnis? Sicher gibt es viele Faktoren, die zur aufschiebenden Haltung des Rates in der Frageder Bereitstellung der städtischen Gelder für die Museumserweiterung beitragen.
Dr. Gunhild Müller-Zimmermann
Redakteurin Kulturredation 

Das soll sich durch den Umbau ändern

Die Erweiterung soll unter anderem mehr Platz für Sonderausstellungen und Exponate bieten, Barrierefreiheit sowie moderne Vermittlungsmethoden ermöglichen. Kurzum: Die Bunker sollen ein Zentrum für den Austausch über das, was im Museum aufbewahrt wird, ermöglichen. 

Autor:

Redaktion Kultur

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