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"Freak Valley Festival" erst einmal auf Stand-by
Wegen Coronakrise warten Rock Freaks erst einmal ab

Eine von 29 Bands, die 2019 die „Freak-Valley-Festival“-Bühne bespielt haben, ist DeWolff aus den Niederlanden. Ob das Open-Air-Event in diesem Jahr stattfinden kann, entscheidet sich noch.
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  • Eine von 29 Bands, die 2019 die „Freak-Valley-Festival“-Bühne bespielt haben, ist DeWolff aus den Niederlanden. Ob das Open-Air-Event in diesem Jahr stattfinden kann, entscheidet sich noch.
  • Foto: Irina Missal (Archiv)
  • hochgeladen von Claudia Irle-Utsch (Redakteurin)

ciu Siegen/Deuz. Eigentlich … läuft seit Anfang März der Countdown. Eigentlich … verbunden mit großer Vorfreude. Doch nun ist (auch) das „Freak Valley Festival“ auf Stand-by, in einer Warteposition, die bis zum Ende der Osterferien anhalten wird. Denn auf diesen Termin hin war zunächst die behördliche Entscheidung angelegt, „wegen Corona“ alle öffentlichen Veranstaltungen abzusagen. Kommt dann die Anweisung „von oben“, auch weiterhin Veranstaltungen mit größeren (oder auch kleineren) Menschenansammlungen zu verbieten, dann muss das Festival, das seit einigen Jahren am Fronleichnams-Wochenende auf dem AWo-Gelände in Deuz rund 3000 Menschen aus aller Welt anzieht und begeistert, abgesagt bzw. auf 2021 verschoben werden.

ciu Siegen/Deuz. Eigentlich … läuft seit Anfang März der Countdown. Eigentlich … verbunden mit großer Vorfreude. Doch nun ist (auch) das „Freak Valley Festival“ auf Stand-by, in einer Warteposition, die bis zum Ende der Osterferien anhalten wird. Denn auf diesen Termin hin war zunächst die behördliche Entscheidung angelegt, „wegen Corona“ alle öffentlichen Veranstaltungen abzusagen. Kommt dann die Anweisung „von oben“, auch weiterhin Veranstaltungen mit größeren (oder auch kleineren) Menschenansammlungen zu verbieten, dann muss das Festival, das seit einigen Jahren am Fronleichnams-Wochenende auf dem AWo-Gelände in Deuz rund 3000 Menschen aus aller Welt anzieht und begeistert, abgesagt bzw. auf 2021 verschoben werden. Sagt Jens Heide, Vorsitzender des veranstaltenden Vereins Rock Freaks, auf Anfrage der Siegener Zeitung.

2800 Tickets für "Freak Valley Festival" verkauft

Organisatorisch wäre das zu handeln, zumal von den 2800 verkauften Tickets die meisten wohl bei den Besitzern verblieben. Wer eine Karte für „Freak Valley“ hat (auch in diesem Jahr war das Festival binnen zehn Minuten ausverkauft), gibt sie so schnell nicht mehr her. Die Karten, so Jens Heide, „würden erstmal ihre Gültigkeit für das darauffolgende Jahr behalten“. Wer dann nicht nach Deuz kommen könne, bekäme den Kaufpreis erstattet. Klar, dass bei einem Ausfall 2020 das Line-up 2021 dann ein anderes wäre. Aber: „Unseren Leuten ist das egal, sie sind froh, überhaupt Tickets zu haben.“
Ob bei der dann nächsten Auflage natürlich Fu Manchu erneut zu haben wären, sei eher unwahrscheinlich. Sie sind dieses Mal der Headliner schlechthin. Endlich, denn seit „fünf, sechs Jahren, wenn nicht noch länger“ haben die Rock Freaks versucht, diese Stoner-Rock-Band aus Kalifornien zu gewinnen. Und Witchcraft, Hard-Rock- und Doom-Metal-Band aus Schweden und ebenfalls für 2020 eingeplant, hätten „ewig keine Show gespielt“. Auch bei Endless Boogie, Ende der 90er in Brooklyn gegründet, hat es mit einem Engagement bislang nicht hingehauen, jetzt könnte es klappen …

Ein Problem betrifft die Helferplanung

Mit dem Booking, so Jens Heide, sei er insgesamt fast durch, halte sich freilich gerade zurück, was weitere Vertragsabschlüsse angehe. Auch Security, Sanitätsdienst und sanitäre Einrichtungen seien angefragt, aber nicht nicht bestellt. Ein Problem: die Helferplanung. Bislang hätten sie „die Leute noch vertrösten müssen“, knapp 300 Männer und Frauen stünden auf Abruf bereit, wüssten natürlich gerne, ob sie z. B. gegebenenfalls Urlaub einzureichen hätten. Auf Halt gestellt sind auch sämtliche Vorbereitungen fürs Merchandise. Klar gibt es das Motiv für 2020, doch Shirts und Banner werden augenblicklich nicht gedruckt.Jens Heide beobachtet die Situation bei vergleichbaren Festivals im europäischen Raum – beispielsweise das Desertfest in Berlin, das vom 1. bis 3. Mai stattfinden soll. Nachdem für die Monate März und April bereits fast alles abgesagt worden sei, kämen langsam auch die Mai-Absagen hinzu. Das „Freak Valley Festival“ ist auf den 11. bis 13. Juni terminiert.

Für viele Bands ist die Situation existenzbedrohend

Wie katastrophal sich eine Absage finanziell gestalten würde, weiß Jens Heide „ehrlich gesagt nicht“. Natürlich habe der Verein eine Ausfallversicherung abgeschlossen. Allerdings hätte diese 2019 noch bei Pan- oder Epidemien gegriffen, „für 2020 ist das nicht mehr drin“.Wenn eine offizielle Verfügung erfolgt, greifen die Versicherungen – auch im Blick auf die Kontrakte mit den gebuchten Bands. Dennoch sind Heide & Co. auf deren Kulanz angewiesen. Sollten sie komplett sämtliche Ausfälle zahlen müssen, wären das Kosten im sechsstelligen Bereich. Andererseits, das hat der erfahrene Veranstalter auch im Blick, hätten die Künstlerinnen und Künstler ja auch ihrerseits mit all den Festival-Ausfällen zu kämpfen. „Das ist für viele existenzbedrohend.“

Eine von 29 Bands, die 2019 die „Freak-Valley-Festival“-Bühne bespielt haben, ist DeWolff aus den Niederlanden. Ob das Open-Air-Event in diesem Jahr stattfinden kann, entscheidet sich noch.
Jens Heide ist der „Kopf“ der „Freak-Valley“-Crew. Der Vorsitzende der Rock Freaks sorgt sich augenblicklich, was die diesjährige Ausgabe des Festivals angeht. Wartet aber zunächst ab.
Autor:

Claudia Irle-Utsch (Redakteurin) aus Siegen

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