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Pawel Popolski begeisterte in Kreuztal
Wenn der Wodka fließt...

Pawel Popolski (Achim Hagemann) sorgte mit seiner Wohnzimmershow „Nach der Strich und der Faden“ in der Otto-Flick-Halle in Kreuztal für polnische Heiterkeit. Unterstützt wurde er dabei von seiner per Skypek zugeschalteten Familie aus dem Plattenbau von Zabrze.
  • Pawel Popolski (Achim Hagemann) sorgte mit seiner Wohnzimmershow „Nach der Strich und der Faden“ in der Otto-Flick-Halle in Kreuztal für polnische Heiterkeit. Unterstützt wurde er dabei von seiner per Skypek zugeschalteten Familie aus dem Plattenbau von Zabrze.
  • Foto: Bärbel Althaus
  • hochgeladen von Peter Barden (Redakteur)

ba Kreuztal. Wenn der Wodka fließt und die Gläschen fliegen, dann kann man sicher sein – Pawel Popolski alias Achim Hagemann ist in der Stadt. Am Samstagabend freute sich das erwartungsvolle Publikum in der Otto-Flick-Halle der „Polka-City of Kreuztal“ darauf, sich gemeinsam mit dem Klischee-Polen „einen hinter die Tapete zu kleistern“ und dabei Megahits aus der Feder seines Opas samt den dazugehörigen Anekdoten zu hören.
Experimente auf dem KofferschlagzeugDenn – eingefleischte Popolski-Fans wissen es bereits – Opa Piotrek Popolski hat unlängst 128 000 Stücke mit Hitpotenzial komponiert, die ihm erst gestohlen und dann auf dem Schwarzmarkt zum Verkauf angeboten worden sind.

ba Kreuztal. Wenn der Wodka fließt und die Gläschen fliegen, dann kann man sicher sein – Pawel Popolski alias Achim Hagemann ist in der Stadt. Am Samstagabend freute sich das erwartungsvolle Publikum in der Otto-Flick-Halle der „Polka-City of Kreuztal“ darauf, sich gemeinsam mit dem Klischee-Polen „einen hinter die Tapete zu kleistern“ und dabei Megahits aus der Feder seines Opas samt den dazugehörigen Anekdoten zu hören.

Experimente auf dem Kofferschlagzeug

Denn – eingefleischte Popolski-Fans wissen es bereits – Opa Piotrek Popolski hat unlängst 128 000 Stücke mit Hitpotenzial komponiert, die ihm erst gestohlen und dann auf dem Schwarzmarkt zum Verkauf angeboten worden sind. Nur gut, dass Enkel Pawel mit seiner Wohnzimmershow „Nach der Strich und der Faden“ das Andenken seines Opas in Ehren hält und dessen Klang-Experimente auf seinem Kofferschlagzeug, den Kesselpauken, einem original polnischen Gewürzregal sowie dem „ersten von Menschenhand gefertigten Synthesizer“ mit dem klangvollen Namen Polkatronic 4, wiederbelebt.
Natürlich am liebsten „hackedicht“. Ein Zustand, den er am besten erreicht, wenn er sich alle zehn Minuten einen „hinterherlötet“. So angeheitert, kann der Klischee-Pole auf seiner „Schießbude“, wie er sein Kofferschlagzeug liebevoll nennt, sogar „nur mit Fußen die Hutte zum Kochen bringen“. Trotzdem forderte er auch diesmal tatkräftige Drummer-Unterstützung aus dem Publikum ein. Die sollte er bekommen, denn mit „Tomek“ fand sich ein Meister der Sticks, der es im Laufe des Abends derart krachen ließ, dass Pawel „vor lauter Begeisterung der Schnäuzer abgeflogen“ ist.

Per Skypek zur Familie

Doch zuvor hat sich der Tausendsassa „schön noch einen in die Tuba geträufelt“, den „Walk On The Wild Side“ zum Besten gegeben und gehörig über Bassisten gelästert, die seiner Auffassung nach nicht unbedingt die hellsten Kerzen auf dem Leuchter seien, spielten sie doch nur vier Saiten statt 88 Klaviertasten. Dass Pawel dabei die Bünde außer Acht gelassen hat, mögen ihm die Bassisten verzeihen. Wie sonst könnte er seinen jüngsten Bruder und Bassisten Janusz (Martin Ziaja) als „trubste Tasse der Familie“ präsentieren? Per Skypek schaltete er rüber in die Küche der Familie Popolski in den Plattenbau nach Zabrze, wo sich neben Janusz auch Tante Apollonia (Andreja Schneider) eingefunden hatte, um kräftig mitzulöten.

Publikum hatte sichtlich Spaß

Währenddessen plagte sich Pawel mit der Frage, warum „das scheiße Fis“, das stets „aus der Ecke geschossen“ kommt und „alles kaputt macht“, noch immer auf dem Klavier drauf ist. Vermutlich, damit er mit einer höchsteigenen Version des Prince-Hits „Kiss“ sein Publikum beglücken kann. Dazu griff er anschließend noch tiefer in die Opa-Hitkiste, sang gemeinsam mit der stetig anwachsenden Popolski-Familie „Please Don’t Stop The Polka“ und schreckte auch vor „Raps-Musik“ nicht zurück.
Das Publikum hatte, ebenso wie der Rest der zugeschalteten Popolski-Familie, die bei „I’ve Got The Polka“ polnisches Temperament bis zum Umfallen präsentierte, sichtlich Spaß an diesem Abend. Allerdings schien die Mitsingfreude gegenüber früheren Shows ein bisschen gelitten zu haben. Ob es an Corona lag oder einfach nicht genug Wodka die Runde gemacht hatte – wer weiß das schon?

Autor:

Bärbel Althaus (Freie Mitarbeiterin) aus Wilnsdorf

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