SZ

Das Verfahren zur Bestimmung des nächsten Apollo-Intendanten läuft
Wer folgt Magnus Reitschuster nach?

Die Biennale (hier 2019) ist eines der Aushängeschilder des Siegener Apollo-Theaters und hat zu seinem großen Renommee beigetragen. Von einer Nachfolgerin, einem Nachfolger von Intendant Magnus Reitschuster erwarten die Apollo-Verantwortlichen, dass er oder sie die guten Verbindungen zu Metropol-Theatern pflegt und ausbaut.
  • Die Biennale (hier 2019) ist eines der Aushängeschilder des Siegener Apollo-Theaters und hat zu seinem großen Renommee beigetragen. Von einer Nachfolgerin, einem Nachfolger von Intendant Magnus Reitschuster erwarten die Apollo-Verantwortlichen, dass er oder sie die guten Verbindungen zu Metropol-Theatern pflegt und ausbaut.
  • Foto: René Achenbach
  • hochgeladen von Regine Wenzel (Redakteurin)

la/gmz Siegen. Wie geht es weiter mit dem Apollo-Theater Siegen – nicht nur in Sachen Wiederöffnung nach dem Corona-Lockdown, sondern auch in Bezug auf die Nachfolge von Intendant Magnus Reitschuster, der ja bekanntermaßen Ende Juni 2022 in den Ruhestand tritt? Die Nachfolge zu sichern, ist eine wichtige Aufgabe, um die sich der Trägerverein des Apollo-Theaters seit geraumer Zeit kümmert. Schließlich muss der Übergang ja früh genug gesichert sein, um dem Nachfolger, der Nachfolgerin auch Zeit zu geben, Vorstellungen zur Saison 2022/23 zu äußern und in die Planung einzubringen, die ja bereits in der kommenden Spielzeit beginnen muss.

la/gmz Siegen. Wie geht es weiter mit dem Apollo-Theater Siegen – nicht nur in Sachen Wiederöffnung nach dem Corona-Lockdown, sondern auch in Bezug auf die Nachfolge von Intendant Magnus Reitschuster, der ja bekanntermaßen Ende Juni 2022 in den Ruhestand tritt? Die Nachfolge zu sichern, ist eine wichtige Aufgabe, um die sich der Trägerverein des Apollo-Theaters seit geraumer Zeit kümmert. Schließlich muss der Übergang ja früh genug gesichert sein, um dem Nachfolger, der Nachfolgerin auch Zeit zu geben, Vorstellungen zur Saison 2022/23 zu äußern und in die Planung einzubringen, die ja bereits in der kommenden Spielzeit beginnen muss.

Lenkungsgruppe etabliert

Seit vergangenem Sommer, erzählt Trägervereins-Vorsitzender Herbert Landau im SZ-Gespräch, habe er sich Gedanken zum Verfahren gemacht und sich dabei natürlich auch erkundigt, wie andere Kultur-Institutionen Nachfolge-Suchen gehandhabt haben, z. B. die Philharmonie Südwestfalen. Im Trägerverein sei man übereingekommen, so Landau, eine Lenkungsgruppe für die Nachfolgesuche zu etablieren, in der neben dem geschäftsführenden Vorstand des Trägervereins (Herbert Landau, Stellvertreter Dr. Antonia Barten und Günther Flick sowie Arne Fries) auch Landrat Andreas Müller und Siegens Bürgermeister Steffen Mues vertreten sind sowie Wilfried Groos als Vertreter des Hauptsponsors Sparkasse Siegen und Klaus Gräbener, Hauptgeschäftsführer der IHK. Dieses Lenkungsgremium befindet letztlich über die Nachfolge, wobei im Falle eines Stimmenpatts das Votum des Vorsitzenden (Landau) den Ausschlag gibt. Dr. Christian Schleifenbaum hat sich pro bono bereit erklärt, das gesamte Procedere rechtlich zu begleiten.

Findungskommission lädt Fachjury ein

Nun hat das Lenkungsgremium natürlich nicht die fachliche Kompetenz, eine so weitreichende Entscheidung inhaltlich vorzubereiten. Deshalb wurde eine Findungskommission eingesetzt, die unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Peter Schuster (Vorsitzender des Apollo-Kuratoriums) eine Fachjury eingeladen hat, eine Nachfolgerin, einen Nachfolger auszusuchen. Sein Sohn Tobias Schuster, derzeit Dramaturg der renommierten Münchner Kammerspiele (nach Stationen u. a. an der Schaubühne Berlin und dem Wiener Schauspielhaus), hat die Siegener bei der Besetzung der Jury beraten und übernimmt die Geschäftsführung des Verfahrens.

Ulrich Khuon teilt sich Vorsitz mit Peter Schuster

Neben dem legendären Intendanten Ulrich Khuon (den Siegenern bestens bekannt von der letzten Biennale und „Nathan“), der sich den Vorsitz mit Peter Schuster teilt, sind weitere renommierte Intendantinnen und Intendanten Mitglieder der Jury: Barbara Mundel (Münchner Kammerspiele), Florian Scholz (Bern), Marie Rötzer (Landestheater Niederösterreich), Marie Bues (Theater Rampe Stuttgart). Dazu kommen Dr. Gabriele Barten (stellv. Vorsitzende Apollo-Kuratorium) und Gerd Dilling (Vorsitzender Förderkreis Apollo-Theater).

33 Bewerbungen sind eingegangen

Auf die Ausschreibung gingen 33 Bewerbungen ein, davon viele hochkarätig und „sehr interessant“. Das zeige, so Herbert Landau und Peter Schuster übereinstimmend, wie groß das Renommee des Siegener Theaters in der deutschsprachigen Szene sei. Das habe sich übrigens auch schon in der Bereitschaft der bekannten Jurymitglieder gezeigt, an der Nachfolgesuche mitzuwirken! Wer auch immer Magnus Reitschuster, der in diese Suche nicht involviert ist, nachfolgt, muss neben der fachlichen Kompetenz natürlich auch die Geschäftsführungkompetenz mitbringen und Finanzen und Personalführung „beherrschen“.

Neue Leitung muss in der Region wohnen

Eine weitere Bedingung des Lenkungsgremiums: Auch die zukünftige (für zehn Jahre verpflichtete) Apollo-Leitung muss in der Region wohnen und somit Teil des gesellschaftlichen Lebens sein können. Schließlich soll man sich auch in Zukunft „im Apollo treffen“. Er oder sie wird auch die Aufgabe haben, das Publikum zu erweitern, junge Menschen anzusprechen (was mit den Kinderstücken und dem JAp angestoßen ist), das Apollo weiter voranzubringen, wie es Peter Schuster formuliert, wobei beide, Herbert Landau und Peter Schuster, das „weiter“ betonen, denn Magnus Reitschuster habe „hohe Qualität“ geschaffen.

Vorstellung der Finalisten eventuell öffentlich

Jedes der Mitglieder des Jury hat bis Mitte März nun die Aufgabe, die Liste von 33 Kandidaten auf sieben bis zehn zu reduzieren, woraus dann eine Liste von acht erstellt wird, die sich irgendwann nach Ostern dann hoffentlich persönlich der Findungskommission vorstellen können. Von den acht Bewerbern bleiben danach drei übrig, aus denen dann der/die Nachfolger/in vom Lenkungsgremium ausgewählt wird. Ob die Vorstellung der drei Finalisten denn öffentlich sei, will die SZ wissen. Er habe nichts dagegen, sagt Landau. Schließlich sei das Apollo-Theater ein Theater für die Bürgergesellschaft. Im Sommer könne dann hoffentlich der/die neue Intendant/in vorgestellt werden.

Autor:

Dr. Gunhild Müller-Zimmermann (Redakteurin) aus Siegen

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