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Kurzarbeit hilft dem Apollo-Theater über die Runden
„Wir planen analog“

Das Siegener Apollo-Theater ist derzeit coronabedingt geschlossen. Weil es aber irgendwann wieder weitergehen soll, wird hier gerade geplant und der „Shutdown“ verwaltet. Demnächst will sich das Theater auch zur Corona-Lage melden, seinen gesellschaftlichen Beitrag leisten.
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  • Das Siegener Apollo-Theater ist derzeit coronabedingt geschlossen. Weil es aber irgendwann wieder weitergehen soll, wird hier gerade geplant und der „Shutdown“ verwaltet. Demnächst will sich das Theater auch zur Corona-Lage melden, seinen gesellschaftlichen Beitrag leisten.
  • Foto: Dr. Gunhild Müller-Zimmermann
  • hochgeladen von Redaktion Kultur

zel - Intendant Reitschuster schaut auf die kommende Spielzeit – wann die beginnt, ist noch unklar. In Kürze will sich das Apollo mit einem Beitrag zur Lage zu Wort melden. 
zel Siegen.  „Wir planen“, sagt Magnus Reitschuster, „wir vergeben Aufträge“ – das ist im Moment das Wichtigste. Das Siegener Apollo will sich in den nächsten Wochen, wie auch das Bruchwerk-Theater Siegen, als Theater in Zeiten der Corona-Krise in die gesellschaftliche Diskussion einbringen, allerdings nicht per Livestream – „das können andere besser“, sagt der Intendant –, sondern „wir planen analog“. Mehr will Reitschuster dazu noch nicht sagen und versichert: „Wir legen die Hände nicht in den Schoß.“
Das Apollo-Theater hat Kurzarbeit für die 15 beim Trägerverein festangestellten Mitarbeiter angemeldet.

zel - Intendant Reitschuster schaut auf die kommende Spielzeit – wann die beginnt, ist noch unklar. In Kürze will sich das Apollo mit einem Beitrag zur Lage zu Wort melden. 
zel Siegen.  „Wir planen“, sagt Magnus Reitschuster, „wir vergeben Aufträge“ – das ist im Moment das Wichtigste. Das Siegener Apollo will sich in den nächsten Wochen, wie auch das Bruchwerk-Theater Siegen, als Theater in Zeiten der Corona-Krise in die gesellschaftliche Diskussion einbringen, allerdings nicht per Livestream – „das können andere besser“, sagt der Intendant –, sondern „wir planen analog“. Mehr will Reitschuster dazu noch nicht sagen und versichert: „Wir legen die Hände nicht in den Schoß.“
Das Apollo-Theater hat Kurzarbeit für die 15 beim Trägerverein festangestellten Mitarbeiter angemeldet. Bis die Regelung greift, würden im Wesentlichen Überstunden und Urlaub aus dem vergangenen Jahr abgebaut, so Reitschuster. „Wir haben zwei Teams gebildet, eins ist vor Ort, eins in Reserve.“ Die Aufgaben für ihn als künstlerischen Leiter und Geschäftsführer und Birgit Hofmann als Leiterin des Geschäftsbüros seien gewachsen, „wir müssen uns möglichst bald trennen“. Die beiden säßen in getrennten Büros und beachteten die Abstandsregeln, aber: „Homeoffice wäre besser“.
Für ihn sei das nichts Neues, da er auch vor der Corona-Pandemie viel am Schreibtisch gearbeitet habe, zu Hause und im Büro. Anders als Werner Hahn, der Leiter des Jungen Apollo (JAp), der ja in den Partizipationsprojekten und bei „Apollo begrüßt“ sehr viel mit Menschen gearbeitet habe. Ihn sieht Reitschuster als Back-up für den Fall, dass jemand an der Spitze erkrankt. Das geplante Frauenfußball-Stück liegt erstmal auf Eis.

Kurzarbeit kann jeden treffen

Dass er nach 42 Jahren ohne Arbeitslosigkeit jetzt noch von der Kurzarbeit betroffen sein würde, hätte er nicht gedacht, sagt Werner Hahn. Aber:

„Das ist eine Herausforderung, die uns alle trifft, Millionen von Arbeitnehmern.“

Er habe sich – vor knapp vier Jahren – vorgenommen zu entschleunigen, „das ist überhaupt nicht geglückt“. Jetzt stehenzubleiben und in Ruhe zu atmen, sei „bei aller Ungewissheit auch ein großes Geschenk“. Hahn war in der vorigen Woche noch als Schauspieler/Vorleser beim Livestream aus dem Bruchwerk-Theater dabei (wir berichteten).
Magnus Reitschuster verhandelt derzeit mit den Theatern, deren Gastspiele in Siegen aktuell wegen der angeordneten Schließung des Apollo nicht stattfinden können. Je nach Vertrag seien Ersatztermine für die nächste Spielzeit vorgesehen. Zudem muss der neue Spielplan erstellt werden, wobei noch niemand weiß, wann die neue Spielzeit beginnt.

„Wir werden durch die Krise finanzielle Verluste und verminderte Einnahmen haben“,

glaubt der Intendant, aber um die Zukunft des Apollo-Theaters sei ihm nicht bange. Trotz der finanziell schwierigen Situation wolle man den freien Mitarbeitern (Bühne, Einlass etc.) ein freiwilliges Ausfallhonorar zahlen – etwas, das über gesetzliche und vertragliche Regeln hinausgehe. „Wir sind nicht der öffentliche Dienst, sondern ein Wirtschaftsunternehmen“, das sich jetzt fair verhalten müsse. Er schätzt das Angebot der Bundesregierung, wie die Kurzarbeit geregelt sei, damit es zu keinen Entlassungen komme und Teams zusammenbleiben könnten: „Das ist eine Hilfe fürs Theater.“

Geplant ist ein „Beitrag zur Ermöglichung und Ermutigung“

Wenn das Apollo demnächst seinen theatralen „Beitrag zur Ermöglichung und Ermutigung“ leiste, werde das auch etwas kosten, sagt Reitschuster, der andere Fördermöglichkeiten fürs Theater noch nicht geprüft hat. Er sei sich jedoch sicher, dass das Apollo nicht im Regen stehen bleibe, „wenn wir etwas Vernünftiges für die Gesellschaft auf die Beine stellen“.

Das Siegener Apollo-Theater ist derzeit coronabedingt geschlossen. Weil es aber irgendwann wieder weitergehen soll, wird hier gerade geplant und der „Shutdown“ verwaltet. Demnächst will sich das Theater auch zur Corona-Lage melden, seinen gesellschaftlichen Beitrag leisten.
Das Theater hat Kurzarbeit angemeldet, doch Apollo-Intendant Magnus Reitschuster (M.)  hat mehr Arbeit als bisher. Er plant für die kommenden Wochen und die neue Spielzeit.
Autor:

Regine Wenzel (Redakteurin) aus Siegen

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