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Studentisches Filmprojekt: Kurzfilm kostenlos für eine Woche im Netz
„Wir sind hier“

Im Bruchwerk-Theater konnten (v. l. ) Roman Knerr, Joanna Rinne, Valentin Rocke, Mathis Mohr und Charlin Lüttger endlich Vorpremiere ihres Kurzfilms „Wir sind hier“ feiern, nach aufregenden 19 Monaten Arbeit unter eingeschränkten Produktionsbedingungen.
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  • Im Bruchwerk-Theater konnten (v. l. ) Roman Knerr, Joanna Rinne, Valentin Rocke, Mathis Mohr und Charlin Lüttger endlich Vorpremiere ihres Kurzfilms „Wir sind hier“ feiern, nach aufregenden 19 Monaten Arbeit unter eingeschränkten Produktionsbedingungen.
  • Foto: Olaf n. Schwanke
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ne Siegen. Das werden viele kennen: Da ist dieser besondere Tag, ein Feiertag vielleicht, an dem man unbedingt mit seinen Liebsten zusammen sein möchte und alles vorbereitet hat und gut geplant, hat sich bemüht, damit es alle schön und friedlich haben – und dann brechen ungesagte Dinge hervor, werden neu als Konflikt erlebt, und ungeliebte Klarheiten sprechen sich aus.
Drei Studierende der hiesigen Alma Mater konnten mit ihrem rund einstündigen Kurzfilm eine lange gehegte Idee gerade zu Zeiten und unter den Bedingungen Pandemie-bedingter Einschränkungen realisieren.

ne Siegen. Das werden viele kennen: Da ist dieser besondere Tag, ein Feiertag vielleicht, an dem man unbedingt mit seinen Liebsten zusammen sein möchte und alles vorbereitet hat und gut geplant, hat sich bemüht, damit es alle schön und friedlich haben – und dann brechen ungesagte Dinge hervor, werden neu als Konflikt erlebt, und ungeliebte Klarheiten sprechen sich aus.
Drei Studierende der hiesigen Alma Mater konnten mit ihrem rund einstündigen Kurzfilm eine lange gehegte Idee gerade zu Zeiten und unter den Bedingungen Pandemie-bedingter Einschränkungen realisieren. „Das war praktisch unser Corona-Projekt“, konstatieren Regisseur Valentin Rocke und Drehbuchautor Roman Knerr im Gespräch mit der SZ nach der Uraufführung von „Wir sind hier“, einer visuell eindrücklich inszenierten Dystopie als Parabel sozial-eskalierender Isolation angesichts einer unausweichlichen Katastrophe.

Setting: Aufgelassene Arbeitsstätten

Die Idee zu dem Kammerspiel im Setting aufgelassener Montanindustrie hat Roman Knerr schon vor seinem Studium der Medienwissenschaften entwickelt, zu Zeiten von Heimstudium via Zoom und Co. überlegte er sich mit Kommilitone Valentin Rocke und der Literaturwissenschaftsstudentin Charlin Lüttger ein sechzehnseitiges Script, das gemeinsam zu einem viermal so umfangreichen Drehbuch entwickelt wurde. Nach und nach, namentlich aus der studentischen Initiative „Filmwerkstatt Uni Siegen“, rekrutierte sich ein Mitarbeitendenkreis von 20 Aktiven. Als Produzenten und Mentoren des Filmes stießen noch Joanna Rinne und Mathis Mohr zum Triumvirat. Mit Masken, Abstand, Hygiene und nach den Verhaltensgeboten der Städte Siegen und Haiger bezüglich der Drehorte wurde schließlich an sechs Tagen gedreht.

Dreh unter schwierigen Bedingungen

„Ein ums andere Mal wäre ich fast kollabiert“, gesteht Roman, der auch als Kameramann reüssierte. „Bis auf die Schauspieler waren wir ja alle unter einer Maske, da kann eine lange Einstellung mitunter atemberaubend sein.“ Charlin Lüttger berichtet im Gespräch auch über die Arbeit, Fördergelder einzuwerben, Anträge einzureichen und Kooperationspartnerinnen für das Projekt zu gewinnen. „Wir habe da auch viel über die Arbeit des Produzenten gelernt“, fasst sie zusammen.
Der Film gilt als „No-Budget-Film“, alle Mitwirkenden arbeiteten ohne Honorar, die Verfasste Studierendenschaft und die studentische Initiative Filmwerkstatt finanzierten den größten Teil der Produktionskosten, das Bruchwerk-Theater stellte die Räumlichkeiten der Vorpremiere.
Den Plot des Films möchte der Rezensent nicht im Detail verraten, bloß soviel sollte ausreichend neugierig machen: Emilia (Anna Lucia Gustmann), ihr Bruder Gideon (Don Duncan Adams), dessen Partnerin Nora (Charline Kindervater) und Schulfreund Olli (Peter N. Ewert) erleben einen letzten gemeinsamen Tag, der leidvoll anders verläuft als gehofft.
Der Soundtrack wurde exklusiv für den Film komponiert, einschließlich schön gesungener Lieder zum Abspann, suggestiv, atmosphärisch. Das passt zum Film.

Film steht im Netz

Interessierte können den Film kostenlos im Netz besehen, aber bloß eine Woche lang, dann muss die Vorveröffentlichung im Netz unterbleiben, da der Film sonst die Teilnahmebedingungen für Festivals und Wettbewerbe nicht mehr erfüllte. Vom 27. Juli bis 4. August kann man ihn auf youtube sehen.

Im Bruchwerk-Theater konnten (v. l. ) Roman Knerr, Joanna Rinne, Valentin Rocke, Mathis Mohr und Charlin Lüttger endlich Vorpremiere ihres Kurzfilms „Wir sind hier“ feiern, nach aufregenden 19 Monaten Arbeit unter eingeschränkten Produktionsbedingungen.
Eine Filmpremiere im Bruchwerk-Theater. Mit Publikum.
Autor:

Olaf Neopan Schwanke (Freier Mitarbeiter) aus Siegen

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