Bettina Zimmermann ("Ein Fall für zwei") im SZ-Interview
„Wir sind Partner auf Augenhöhe“

Staatsanwältin Claudia Strauss (Bettina Zimmermann) bietet Anwalt Benni Hornberg (Antonie Monot, Jr.) bei der Begehung des Tatorts einen Deal für seine Mandantin an.
  • Staatsanwältin Claudia Strauss (Bettina Zimmermann) bietet Anwalt Benni Hornberg (Antonie Monot, Jr.) bei der Begehung des Tatorts einen Deal für seine Mandantin an.
  • Foto: Foto: ZDF/Bettina Müller
  • hochgeladen von Regine Wenzel (Redakteurin)

Im ZDF laufen ab diesem Freitag vier neue Folgen der Krimiserie.

la Mainz. Seit fünf Jahren spielt sie die toughe Staatsanwältin Claudia Strauss in der ZDF-Erfolgsserie „Ein Fall für zwei“: Bettina Zimmermann. Eine Frau, die sich behauptet im Gestrüpp der Frankfurter High Society und der Unterwelt der Bankenstadt am Main. Hart in der Sache, wenn es um juristische Fragen geht, weich im Kern, wenn sie als Frau und alleinerziehende Mutter gefragt ist.Und genau dieser Aspekt ist es, der Bettina Zimmermann wichtig ist. „Hinter dieser Figur der Claudia Strauss steht ein Mensch; denn auch Juristen sind Menschen, die fundierte Entscheidungen treffen, die aber auch Fehler machen. Und als Mutter einer minderjährigen Tochter möchte man den Job nicht verlieren. Man braucht das Gehalt für seinen Lebensunterhalt. Und deshalb will jede Entscheidung gut überdacht sein.“ Ganz wichtig ist es der Schauspielerin, selbst Mutter, dass Staatsanwältin Claudia Strauss nicht in juristischen Sphären schwebt und nur so mit den Paragrafen um sich schlägt, sondern dass sie immer wieder ihre menschliche Seite zeigt.

Mit Monot Jr. und Mues auf Augenhöhe

Mit Antoine Monot, Jr. als Strafverteidiger Benni Hornberg und Wanja Mues als Privatdetektiv Leo Oswald hat sie zwei Partner an ihrer Seite, mit denen sie auf Augenhöhe spielt. „Bei allem Schlagabtausch zwischen mir und Antoine wissen wir doch, dass wir uns aufeinander verlassen können und ein gemeinsames Ziel haben, das Verbrechen aufzuklären.“ Und das ist auch in der Auftaktfolge der vier neuen Fälle der sechsten Staffel mit dem Untertitel „Im Schatten der Venus“ (an diesem Freitag, 20.15 Uhr) nicht anders.

Die Materie ist gar nicht so trocken wie gedacht

Benni und Leo ermitteln in der Frankfurter Oberschicht, nachdem Escort-Girl Svenja Gerber (Antonia Moretti) den Industriellen Michael Parman (Christoph Gareisen) bei einem exklusiven Männerabend erstochen haben soll. Für Claudia Strauss Ermittlungen, die Fingerspitzengefühl erfordern. Auf Wunsch ihres Vorgesetzten soll sie sich zurückhalten, denn die Verbindung Politik und Call-Girl-Ring ist auch in Frankfurt eine heikle Sache. Bettina Zimmermann: „Sie kuscht nur im ersten Moment, und das ist ja verständlich. Es ist wie eine Art Selbstschutz. Sie braucht diesen Job, und diese Überlegungen wären bei einem Mann nicht anders gewesen.“ Eigentlich, sagt Bettina Zimmermann, habe sie nie eine Staatsanwältin spielen wollen. „Ich fand die Materie viel zu trocken!“ Diese Einstellung hat sich geändert. „Die Drehbücher lassen uns Spielraum, das Zusammenspiel macht Spaß, und es dreht sich nicht nur um Paragrafen.“

Viel Spaß mit der Web-Serie "Der Lack ist ab"

Eine ganz andere Seite kann Bettina Zimmermann zeigen, wenn sie mit ihrem Mann Kai Wiesinger für die Web-Serie „Der Lack ist ab“ vor der Kamera steht. Die beiden spielen da, was sie auch im realen Leben sind: ein Paar, das sich mit den Tücken des Familienalltags herumschlagen muss. Kai Wiesinger ist Regisseur und Autor der Alltagsszenen. Sind die Geschichten von Hanna und Tom Alltagsgeschichten von Bettina und Kai? „Wenn ich Hanna wäre, dann hätte ich Tom längst rausgeschmissen. Kai beschreibt Alltagsszenen, in denen Situationen komprimiert dargestellt werden, wie sie fast allen schon einmal passiert sind. Aber es ist kein Abziehbild unseres Privatlebens“, sagt sie und lacht.

Mit Kai Wiesinger und Kindern aufs Land

Während Kai Wiesinger mit seinem Buch „Der Lack ist ab“ (erschienen bei Fischer) auf Lese-Tour ist, kümmert sich die in der Nähe von Hannover geborene Schauspielerin um die Familie und die Nachwehen des Umzugs von Berlin ins ländliche Umland. Das Wort Patchwork-Familie mag Bettina Zimmermann allerdings nicht gerne hören. „Wir sind eine Familie, die respektvoll zusammenlebt und die sich liebt.“Und dazu gehören die vier Kinder – zwei aus Kai Wiesingers Ehe mit der verstorbenen Chantal de Freitas, ihr Sohn und ihr gemeinsamer Sohn, der 2015 geboren wurde. „Bei uns ist es wie in jeder Familie, in der beide Elternteile berufstätig sind. Wir sind wie ein kleines Unternehmen, gut strukturiert und organisiert, und gelegentlich helfen die Großeltern aus. Wichtig ist uns: dass wir uns als Familie haben und dass wir Familie leben und erleben."

Autor:

Jörg Langendorf aus Siegen

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