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Glänzender „Flute Flight“ mit Almut Pieck und Hanna Heimaa
Wirbelnde Eleganz

Almut Pieck (Flöte) und Hanna Heimaa (Klavier) begeisterten mit „Flute Flight“ in der Haardter Kirche.
  • Almut Pieck (Flöte) und Hanna Heimaa (Klavier) begeisterten mit „Flute Flight“ in der Haardter Kirche.
  • Foto: Isabel Lippitz
  • hochgeladen von Alexander W. Weiß (Redakteur)

lip Weidenau. Was kann schöner sein als ein Flug in den frühherbstlichen Sonnenuntergang? Die leider nicht so zahlreichen Zuhörer des Konzertes „Flute Flight“ konnten in der Haardter Kirche in Weidenau am Sonntagabend erleben, wie die Siegener Flötistin Almut Pieck und die estnische Pianistin und Kölner Dozentin an der Musikhochschule Hanna Heimaa in ferne Zeiten und Länder aufbrachen.
Mit hochvirtuosen und anspruchsvoll schönen Werken des 19. und 20. Jahrhunderts entführten sie in Traumwelten der Flötenliteratur. Paul Armas „Suite Paysanne Hongroise“ nach 15 ungarischen Bauernliedern von Béla Bartók war ein Kaleidoskop an wechselnden Stimmungen.

lip Weidenau. Was kann schöner sein als ein Flug in den frühherbstlichen Sonnenuntergang? Die leider nicht so zahlreichen Zuhörer des Konzertes „Flute Flight“ konnten in der Haardter Kirche in Weidenau am Sonntagabend erleben, wie die Siegener Flötistin Almut Pieck und die estnische Pianistin und Kölner Dozentin an der Musikhochschule Hanna Heimaa in ferne Zeiten und Länder aufbrachen.
Mit hochvirtuosen und anspruchsvoll schönen Werken des 19. und 20. Jahrhunderts entführten sie in Traumwelten der Flötenliteratur. Paul Armas „Suite Paysanne Hongroise“ nach 15 ungarischen Bauernliedern von Béla Bartók war ein Kaleidoskop an wechselnden Stimmungen. Elegische Melodiebögen, derbe Stampftänze, schlichte Kinderlieder, rasend schnelle Temperamentsausbrüche, all das in der rhythmisch synkopischen und dissonant gewürzten Tonsprache Bartóks: Almut Pieck und Hanna Heimaa waren ein sattelfest eingeschworenes Duo.

Apart: „Fantaisie op. 79“ von Gabriel Fauré

Die „Fantaisie op. 79“ von Gabriel Fauré begann ruhig und mit aparten, ausdrucksstarken Melodiewendungen. Im „Allegro“ erfreuten elegante Läufe, blitzende Rouladen und rauschende Arpeggien. Der auch in extremen Höhen wunderbar leuchtende Flötenton und der impressionistisch weitschweifende Klavierpart machten das aparte Werk, das Fauré 1898 für das Pariser Conservatoire als virtuoses Prüfungsstück komponierte, zu einem großen Hörvergnügen.
Ein besonders eindrucksvoller Beitrag waren die „6 Stücke für Flöte und Klavier“ von Fikret Avirov (1922–1984). Dessen aserbeidschanische Heimat wurde in altertümlichen Bardenweisen, orientalisch anmutenden Triolentrillern und Tonleitern der Wiegenlieder und Volkstänze sowie in einem weit geschwungenen Flug durch die heimatlichen Berge heraufbeschworen. Großer Applaus dankte den beiden Interpretinnen.

Widor-Werk forderte Musikerinnen heraus

Spätromantisch verklärt begann die Suite für Flöte und Klavier op. 34 des für seine fulminanten Orgelwerke bekannten französischen Komponisten Charles Marie Widor. Die vier Sätze forderten beide Musikerinnen noch einmal heraus. Atemlange, sprungreiche Arpeggien, Rouladen und Triller der Flöte, blitzende Läufe und alle Tonarten durchrasende Akkordketten des Klaviers – aber auch ruhige, berührende und graziöse Melodien des 1884 uraufgeführten Werkes begeisterten die Zuhörer so, dass der „Tanz“ von Fikret Avirov als Zugabe wiederholt wurde. Man kann hoffen, die beiden sympathischen Künstlerinnen bald wieder hören zu können.

Autor:

Redaktion Kultur

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