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ASK verschiebt Frühjahrsausstellung coronabedingt auf Herbst / "Appetithappen" im Netz
„Wut und Lüge“ - ein hochaktuelles Thema

In der Galerie über dem Schalterraum der Sparkasse Siegen sollte eigentlich die ASK-Frühjahrsausstellung zum Thema „Wut und Lüge“ gezeigt werden. Wegen des aktuellen Shutdowns als Folge der Corona-Pandemie muss sie verschoben werden.
  • In der Galerie über dem Schalterraum der Sparkasse Siegen sollte eigentlich die ASK-Frühjahrsausstellung zum Thema „Wut und Lüge“ gezeigt werden. Wegen des aktuellen Shutdowns als Folge der Corona-Pandemie muss sie verschoben werden.
  • Foto: Kai-Uwe Körner und Kurt Wiesner
  • hochgeladen von Redaktion Kultur

gmz - Ein kleiner Teil der Ausstellung  „Wut und Lüge“  ist jetzt auf der ASK-Homepage zu sehen.
gmz Siegen.  Manchmal überholt einen die Realität: Als vor längerer Zeit die Titel der Frühjahrsausstellungen der ASK, der Arbeitsgemeinschaft Siegerländer Künstlerinnen und Künstler, festgelegt wurden, entschieden sich die Verantwortlichen, die diesjährige Frühlingsschau unter das Motto „Wut und Lüge“ zu stellen. Der Vorschlag von Olaf n. Schwanke hatte, so ASK-Vorsitzender Kai-Uwe Körner im Telefonat mit der SZ-Kulturredaktion, sicherlich damals auch aktuelle politische Implikationen, mit der Corona-Krise sind noch weitere Aspekte hinzugekommen … Jedenfalls geht es immer um die Skepsis gegenüber einem blinden Fortschrittsglauben.

gmz - Ein kleiner Teil der Ausstellung  „Wut und Lüge“  ist jetzt auf der ASK-Homepage zu sehen.
gmz Siegen.  Manchmal überholt einen die Realität: Als vor längerer Zeit die Titel der Frühjahrsausstellungen der ASK, der Arbeitsgemeinschaft Siegerländer Künstlerinnen und Künstler, festgelegt wurden, entschieden sich die Verantwortlichen, die diesjährige Frühlingsschau unter das Motto „Wut und Lüge“ zu stellen. Der Vorschlag von Olaf n. Schwanke hatte, so ASK-Vorsitzender Kai-Uwe Körner im Telefonat mit der SZ-Kulturredaktion, sicherlich damals auch aktuelle politische Implikationen, mit der Corona-Krise sind noch weitere Aspekte hinzugekommen … Jedenfalls geht es immer um die Skepsis gegenüber einem blinden Fortschrittsglauben.

Frühjahrsausstellung am anderen Ort, zur anderen Zeit

Die Corona-Krise sorgt auch dafür, dass die traditionelle Frühjahrs-Mottoausstellung, auf der die ASK seit Jahren Gäste vorstellt, die potentiell auch neue ASK-Mitglieder werden können, nicht wie geplant stattfinden kann.   Das Haus Seel wird ab Mitte Mai energetisch „generalüberholt“ (wir berichteten), so dass es nach dem 10. Mai bis in den Herbst hinein nicht zur Verfügung steht. Deshalb hat die ASK als Ausweichort die Sparkasse Siegen gefunden. Dann kam Corona, und alle Pläne wurden sowieso hinfällig: Deshalb wird die Ausstellung samt Eröffnung auf den Herbst/Spätsommer verschoben.
Aber um die Durststrecke nicht zu lang werden zu lassen und als „Appetithäppchen“, wie Kai-Uwe Körner sagt, sind etliche der Arbeiten, die zu diesem Thema gezeigt werden sollen, jetzt online anzusehen, und zwar unter dem Link https://www.ask-siegen.de/wut-und-luege-vorschau/. Man kann sich vorstellen, in der offenen Galerie über dem Schalterraum der Siegener Sparkasse zu stehen, während unten die Kundengeschäfte getätigt werden, und sich die Arbeiten anzuschauen.Mit dem Thema beschäftigt haben sich Marc Babenschneider, Arno Dirlewanger, Jutta Fischer, Günther Hähner, Sabine Helsper-Müller, Kai-Uwe Körner, Stella Kown-Mockenhaupt, Michael Müller, Bruno Obermann, Ingo Schultze-Schnabl, Helga Seekamp und Susanne Skalski, wobei Inge Fischer als Gast mitwirkt.

Ausstellung auf Herbst verschoben

Um einen Eindruck von „Wut und Lüge“ zu bekommen, seien hier nur ein paar Beispiele genannt (die eigentliche Schau erlebt man dann ja hoffentlich im Herbst): Ingo Schultze-Schnabl setzt in seinem Triptychon „Wut und Lüge (Schrei)“ auf die ebenso offensichtlichen wie vielschichtigen (und damit hintergründigen) Assoziationen: Die collagierte (und unvollständige) Zeitung, die auf die „Verantwortung der anderen“ hinweist, verdeckt nur teilweise den Menschen, der mit geschlossenen Augen schreit – aus Wut, Enttäuschung, Hilflosigkeit? Das Sich-Bedingen von emotionaler Reaktion auf die Umstände des Lebens und interpretierender Einschätzung dieser Bedingungen wird augenfällig.
Man kann also gespannt sein auf die vielen unterschiedlichen Aspekte des Themas und der künstlerischen Darstellung, die von politischen über autobiografische zu soziologischen reichen.

Autor:

Dr. Gunhild Müller-Zimmermann (Redakteurin) aus Siegen

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