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Prinzessin & Rebell in der Kulturscheune Sonnenhof
Zeitgeist und Tradition vereint

Die Folk-Formation Prinzessin & Rebell (v. l.: Robert Stephan, Anna Katharina Kränzlein, Florian Kirner) unterhielt die Besucher in der Kulturscheune Sonnenhof in Breitenbach am Freitagabend vortrefflich.
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  • Die Folk-Formation Prinzessin & Rebell (v. l.: Robert Stephan, Anna Katharina Kränzlein, Florian Kirner) unterhielt die Besucher in der Kulturscheune Sonnenhof in Breitenbach am Freitagabend vortrefflich.
  • Foto: Simone Jurisch
  • hochgeladen von Alexander W. Weiß (Redakteur)

sib Breitenbach. Bis auf den letzten Platz ausgebucht war das Konzert in der Kulturscheune Sonnenhof am Freitagabend, als endlich wieder nach coronabedingter Zwangspause kulturell durchgestartet wurde. Familie Frank Büdenbender hatte in Kooperation mit Martin Horne Veranstaltungen zum Hoffest, das eigentlich schon im April stattfinden sollte, die Folk-Band Prinzessin & Rebell eingeladen.
Zwei Freigeister harmonieren prächtigDas Gesicht und die Stimme der Combo ist Anna Katharina Kränzlein. Szeneaffinen Menschen dürfte sie als Gründungsmitglied der Folkrock-Ikonen von Schandmaul ein Begriff sein, wo sie die Geige spielte und 2017 ausstieg.

sib Breitenbach. Bis auf den letzten Platz ausgebucht war das Konzert in der Kulturscheune Sonnenhof am Freitagabend, als endlich wieder nach coronabedingter Zwangspause kulturell durchgestartet wurde. Familie Frank Büdenbender hatte in Kooperation mit Martin Horne Veranstaltungen zum Hoffest, das eigentlich schon im April stattfinden sollte, die Folk-Band Prinzessin & Rebell eingeladen.

Zwei Freigeister harmonieren prächtig

Das Gesicht und die Stimme der Combo ist Anna Katharina Kränzlein. Szeneaffinen Menschen dürfte sie als Gründungsmitglied der Folkrock-Ikonen von Schandmaul ein Begriff sein, wo sie die Geige spielte und 2017 ausstieg. Die Bratschistin, Sängerin und Drehleierspielerin hat aber noch viel mehr auf dem Kasten, und die studierte und mehrfach prämierte Geigerin hat nun den Raum und die Möglichkeit, als Wanderin zwischen den musikalischen Welten ihre eigene Vision von Kunst zu verwirklichen.
Florian Kirner, den sie schon seit der Kindheit in der Umgebung von München kennt, wo sie beide zusammen aufgewachsen sind, ist das ideale Gegenstück zu dem Temperamentbündel. Singend und bewandert im Spiel von allerhand Zupfinstrumenten, beispielsweise seiner Thüringer Waldzither, gibt auch er einen kreativen Kopf ab, und die beiden Freigeister, das wurde ganz schnell klar, harmonieren prächtig miteinander.

Geschmackvolles kulturelles „Durcheinander“

Robert Stephan aus Fürth kam 2019 zum Duo hinzu und bildet nun als Dritter im Bunde mit seinen mal sehr kleinen und zwischendurch auch recht großen Holzblasinstrumenten wie auch seinem Akkordeon eine ideale musikalische Allzweckwaffe. Zusammen bricht das Trio gekonnt musikalische Großprojekte herunter, wertet zarte Balladen zu Dancefloor-Fillern auf und frönt heiter dem kulturellen „Durcheinander“, das bei ihm zum geschmackvollen Ganzen wird.
Musikalisch geht es eher traditionsbewusst zu, das Trio verwendet Instrumente, die die Menschheit schon seit Jahrhunderten kennt. Inhaltlich jedoch ist es ganz nah am Zeitgeist, G8-Gipfel, Flüchtlinge und der Klimawandel werden thematisiert. Prinzessin & Rebell verstehen es gekonnt, auch „harte“ Sachthemen in ansprechende Worte und Klänge zu verpacken. Und da Verschwörungstheorien beim einen oder anderen Zeitgenossen augenblicklich recht hoch im Kurs stehen, zollt man auch diesem Umstand Tribut.

Überraschungsgäste: Denny und Schaumi

Der überaus kurzweilige und inspirierende Abend hatte mit musikalischen Überraschungsgästen begonnen. Frank Büdenbender hatte vor zwei Jahren auf dem Burg-Herzberg-Festival das Folk-Duo Denny und Schaumi kennen- und schätzen gelernt und lud es kurzerhand in seine Kulturscheune ein. Die beiden Musiker, auf wie hinter der Bühne ein Paar, versprühten aparten Singer-Songwriter-Charme und ergänzten sich gegenseitig ganz hervorragend.
Der jungen Erzieherin Denny, mit blauen Rasta-Zöpfen und zwei verschiedenen Socken an den Füßen, gelang stimmlich die Quadratur des Kreises, sie changierte bei Folk-Klassikern wie „Sag mir, wo die Blumen sind“ oder „The Fields Of Athenry“ zwischen zart und hart, erinnerte ein bisschen an Melanie Safka. Sie begleitete sich selbst mit der Gitarre, und Schaumi spielte Akkordeon dazu. So lässt man sich als Konzertbesucher gerne überraschen.

Autor:

Simone Jurisch (Freie Mitarbeiterin) aus Siegen

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