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Dieter Falk plant Musical "Bethlehem" für 2021
Zur Wiege der Christenheit mit 2600 Stimmen

Am 31. Oktober 2015 wurde das Pop-Oratorium „Luther“ in der Dortmunder Westfalenhalle aufgeführt. Ähnlich monumental wird das Nachfolge-Musical „Bethlehem“ ausfallen. Pandemie-bedingt wurden die Weltpremiere und die anschließende Tournee um ein Jahr verschoben.
  • Am 31. Oktober 2015 wurde das Pop-Oratorium „Luther“ in der Dortmunder Westfalenhalle aufgeführt. Ähnlich monumental wird das Nachfolge-Musical „Bethlehem“ ausfallen. Pandemie-bedingt wurden die Weltpremiere und die anschließende Tournee um ein Jahr verschoben.
  • Foto: Creative Kirche
  • hochgeladen von Regine Wenzel (Redakteurin)

ph Siegen/Düsseldorf. Der Tausendsassa aus Klafeld begibt sich zur Wiege der Christenheit. Zumindest musikalisch. Nach „Die 10 Gebote“ (2010), „Moses“ (2013) und „Luther“ (2015) hat Dieter Falk (61) gemeinsam mit Sohn Paul (23) und Liedtexter Michael Kunze (77) das monumentale Pop-Oratorium „Bethlehem“ vertont. Die CD ist in diesem Monat erschienen, die für den 5. Dezember vorgesehene Weltpremiere im Düsseldorfer ISS-Dome hat Corona ebenso verhindert wie die bereits durchgeplante Tournee im kommenden Jahr.
Aufführung auch in Wetzlar geplantDie schweren Herzens getroffene Entscheidung, das ehrgeizige Chor-Projekt mit 2600 Sängerinnen und Sängern Pandemie-bedingt vorerst auf Eis zu legen, fiel bereits im vergangenen Juni. Doch den Kopf in den Sand zu stecken, war keine Option.

ph Siegen/Düsseldorf. Der Tausendsassa aus Klafeld begibt sich zur Wiege der Christenheit. Zumindest musikalisch. Nach „Die 10 Gebote“ (2010), „Moses“ (2013) und „Luther“ (2015) hat Dieter Falk (61) gemeinsam mit Sohn Paul (23) und Liedtexter Michael Kunze (77) das monumentale Pop-Oratorium „Bethlehem“ vertont. Die CD ist in diesem Monat erschienen, die für den 5. Dezember vorgesehene Weltpremiere im Düsseldorfer ISS-Dome hat Corona ebenso verhindert wie die bereits durchgeplante Tournee im kommenden Jahr.

Aufführung auch in Wetzlar geplant

Die schweren Herzens getroffene Entscheidung, das ehrgeizige Chor-Projekt mit 2600 Sängerinnen und Sängern Pandemie-bedingt vorerst auf Eis zu legen, fiel bereits im vergangenen Juni. Doch den Kopf in den Sand zu stecken, war keine Option. Neue Termine stehen inzwischen fest. Nach der Uraufführung in der NRW-Landeshauptstadt am 5. Dezember 2021 folgen zunächst zwei Konzerte am 18. Dezember in der Rittal-Arena in Wetzlar und tags darauf in Ludwigsburg.

Michael Kunze ist "ein toller Librist"

Natürlich spielt „Jesus Christ Superstar“ eine Rolle in dem Monumentalwerk „Bethlehem“. Die kleine Stadt im Westjordanland, in der Maria vor über 2000 Jahren unter widrigen Umständen in einem Stall den Messias gebar, beherbergt heute drei Weltreligionen.Bezüge zur Gegenwart sind reich gesät. Michael Kunzes Textbeiträge – Falk: „Ein toller Librettist“ – haben in diesen Zeiten ungeahnt an Aktualität gewonnen. Als ein Paradebeispiel mag der Titel „Menschen in Not“ herhalten. Unbenommen davon möchten die gefühlvoll intonierten Interpretationen etwas von der Kraft der Weihnachtsgeschichte mitgeben.

"Zeitlose Gestalten"

„In den Protagonisten“, so die Initiatoren, „erkennt man zeitlose Gestalten: Da ist die schwangere Maria, für die niemand außer ihrem Mann Verständnis hat. Da sind drei völlig unterschiedliche ,Weisen’, die als Gelehrte mit Unerklärlichem konfrontiert sind. Man begegnet Herodes, der um eine Macht kämpft, die nichts wert ist, und Flüchtlingen, die niemand haben will. Schlussendlich wird man mit dem Geheimnis der Menschwerdung Gottes konfrontiert – und dem Vergleich zum heutigen Streben nach einer Vergöttlichung des Menschen.“

"Da war die Welt noch in Ordnung"

Die Ursprungsidee zum Weihnachtskonzept stammt von Michael Kunze. Erste Überlegungen nehmen im Jahr 2015 Gestalt an. Da läuft gerade „Luther“. Zwischen 2017 und 2018 feilen Falk Senior und Junior an ihren Kompositionen, auf die Kunze im Anschluss seine Texte aufbaut. Im September 2019 findet eine Informationsveranstaltung mit 500 Chorleitern in Düsseldorf statt. Binnen zwei Wochen sind 2600 potenzielle mitwirkende Sängerinnen und Sänger gefunden. „Da war die Welt noch in Ordnung“, so Dieter Falk im SZ-Telefonat.

"Der Chor ist der Hauptdarsteller"

„Der Chor ist der Hauptdarsteller“, betont der 61-jährige Siegerländer, der ab 1990 mehrere Alben der Erfolgsband Pur produziert hat, darunter den Millionenseller „Abenteuerland“. Gleichwohl gilt es, einzelne Rollen zu besetzen. Das Casting dafür läuft im November 2019. Im April dieses Jahres sollten die Noten ausgeliefert werden und die Proben beginnen. Pustekuchen.Doch die Schockstarre nach dem Ausbruch der Pandemie währt nicht lange. Kurzerhand verlagert der bestens vernetzte Produzent, Keyboarder, Arrangeur und Komponist das Geschehen auf virtuelle Plattformen, etwa die Facebook-Seite „Singen Zuhause“.

"Wie wichtig Singen ist!"

Das Experiment gelingt: Um die 20 000 Singbegeisterte sind mit von der Partie und bilden eine verschworene Community. „Das war manchmal total rührend. Die Leute haben die Proben aufgesogen“, erinnert sich der Initiator. Die Noten zum Musical stellt Dieter Falk gratis ins Netz – Übung macht bekanntlich den Meister.Bei den Kick-off-Proben per Livestream dirigiert Dieter Falk den unsichtbaren Riesenchor via Bildschirm. Sein Gesamteindruck: „Durch die Internet-Aktion hat man gemerkt, wie wichtig Singen ist.“

Schlechte Aussichten fürs Chorsingen

Zugleich dämpft er vorschnelle Zukunftseuphorien: „Das Chorsingen ist wahrscheinlich das Letzte, das wieder erlaubt sein wird.“ Der Geisweider hofft nun, dass bis zum kommenden Sommer so viele Menschen gegen Corona geimpft sind, dass der nunmehr angepeilte Zeitablauf des Chorprojekts bis zur Uraufführung in geregelten Bahnen vonstattengehen kann. Der Grundstein ist gelegt. Ab dem Sommer 2021 werden die Chöre mit ihren ca. 100 Leitern ihre Parts jeweils vor Ort einstudieren. Die Hauptprobe ist eine Woche vor der Premieren-Show anberaumt. Die Generalprobe samt Solisten, Orchester und Band ist am Tag der Aufführung. Aus bisherigen Erfahrungen heraus ist Dieter Falk überzeugt: „Das funktioniert.“

Wer Singen liebt, kann mitmachen

Im Laufe der anschließenden Tournee wechselt die Zusammensetzung der Vokalisten. „Bei ,Luther’ gab es insgesamt rund 35 000 Mitwirkende“, erzählt der 61-Jährige nicht ohne Stolz. Auch logistisch eine Herausforderung. Um mitzumachen, muss man übrigens weder Profi noch Mitglied in einem Chor oder einer Kirche sein. Jeder Interessierte ist willkommen, die einzige Voraussetzung ist die Leidenschaft für das gemeinschaftliche Singen. Infos zum Chorprojekt und Kartenvorverkauf: bethlehem-chormusical.de.

Geisweider isst an Weihnachten bodenständig
Autor:

Peter Helmes (Redakteur) aus Siegen

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