1. FC Kaan-Marienborn holt den Cup

 Ein ständiger Unruheherd im Käner Team war aus Sicht der Siegener Sportfreunde 2:1-Torschütze Christian Runkel (im blauen Trikto), der hier aber an Torhüter Christopher Thies (in gelb) und an Turgay Gemicibasi (rechts) scheiterte.
  • Ein ständiger Unruheherd im Käner Team war aus Sicht der Siegener Sportfreunde 2:1-Torschütze Christian Runkel (im blauen Trikto), der hier aber an Torhüter Christopher Thies (in gelb) und an Turgay Gemicibasi (rechts) scheiterte.
  • hochgeladen von Archiv-Artikel Siegener Zeitung

geo - Am Ende gewann der, der den Sieg einfach mehr wollte. Völlig verdient sicherte sich der klassentiefere 1. FC Kaan-Marienborn am Mittwochabend in der Siegenia-Aubi-Arena in Niederdielfen mit einem 2:1 (1:1)-Erfolg über die Sportfr. Siegen den Kreispokalsieg der Saison 2015/2016. Für den Westfalenliga-Spitzenreiter war es nach 2010, 2013 und 2014 bereits der vierte Sieg in diesem Krombacher Pokal-Wetbewerb. Die Sportfr. Siegen standen zuletzt 2012 im Endspiel dieses Wettbewerb (damals 3:2 n. V. gegen Erndtebrück).

Richtig „lieb“ werden sie diesen Wettbewerb aber weiterhin nicht haben, denn der Oberliga-Tabellenführer gab schon mit seiner Aufstellung klar zu verstehen, dass der Aufstieg in die Regionalliga West in diesen Tagen über allem steht, vor allem über dem Pokal-Wettbewerb, zumal sich das Team von Trainer Otmar Griffel bereits über den Oberliga-Quotenplatz für den Westfalenpokal qualifiziert hat.  Ergo siegte der klassentiefere Spitzenreiter, der ebenfalls noch jeden Punkt benötigt, um den Aufstieg perfekt zu machen. „Diese Leidenschaft, die wir heute gezeigt haben, erwarte ich auch in der Meisterschaft. Das müssen wir jetzt am Montag gegen Olpe umsetzen“, meinte Thorsten Nehrbauer nüchtern nach dem Abpfiff. Der Chefcoach der Käner steht auch unter Druck, die schon sicherere Meisterschaft ist noch einmal ins Wanken geraten.

Dennoch löste der Pokalerfolg über den Nachbarn vielleicht den entscheidenden Knoten. „Wir stehen immer im Schatten der Sportfreunde. Das wird auch so bleiben. Um so mehr freuen wir uns über diesen Sieg“, so Nehrbauer, der mit einigen Überraschungen aufgewartet hatte. „Wir haben vorne mit unseren Alt-Internationalen angefangen, die mal ein bisschen zeigen sollten, wie Männer-Fußball geht“, so Nehrbauer über die Maßnahme, Michael Kügler und Alexander Ecker „attackieren“ zu lassen. Das änderte er nicht, wohl aber, die taktische Zuordnung in der Defensive, denn nach wenigen Minuten tauschten Jared Jörgens und Mats-Lukas Scheld die Positionen. Jörgens machte nun die Außenbahn besser zu, derweil Scheld mit ruhigem Fuß die Spielzüge der Käner ordnete.

Die Maßnahme war nötig, weil die Siegener, die auf Zeh, Dalman, Jakobs undJost verzichtet hatten, deutlich besser starteten und vor 900 Zuschauern nicht unverdient nach 18 Minuten in Führung gingen. Philipp Frisch schickte Metin Kizil im Strafraum steil auf die Reise, der eiskalt mit einem Flachschuss ins lange Eck die SFS-Führung erzielte. Es war aber ein Fehler der sehr jungen Sportfreunde-Mannschaft, sich danach etwas zurückziehen. Und es war auch ein Fehler, sich nicht über die einen Sonderfall der Westfalenliga hinreichend zu informieren: die Standards des Ex-Schalkers Mats-Lukas Scheld. Freistoß in der 32. Minute, 22 m vor dem Siegener Tor, halbrechts. „Jetzt fällt der Ausgleich“, meinte ein Zuschauer in Niederdielfen. Schuss Scheld mit links, Aufsetzer, drin. Kennt man als Westfalenliga-Zuschauer. Das nur so am Rande. Die Ecken und Freistöße des begnadeten Linksfußes sorgten auch in der 2. Halbzeit immer wieder für Gefahr vor dem Tor von Christopher Thies, der in der 26. Minute mit einer Wahnsinnstat den Ausgleich gegen den frei köpfenden Michael May verhindert hatte, dann aber in der 54. Minute vom Helden zum „Deppen“ wurden. Bei einem Rückpass zögerte er zu lange, es kam zum Pressschlag mit dem heranstürmenden Christian Runkel. Das Leder „eierte“ in der Luft, mehrere Beteiligte irrten auf der Suche nach dem Spielgerät umher, nur Runkel behielt den Durchblick, schnappte sich den Ball und schob zum 2:1 ein.

Die Sportfreunde hatten nach einem Sabiri-Freistoß Pech, das Amir Tahiri beim anschließenden Abstauber nach Meinung des Linienrichters abseits stand. Aber dass danach trotz der Hereinnahmen von Jakobs und Jost nur noch ein Blitzschuss Sabiris für Gefahr sorgte (88.), war einfach zu wenig. Mehrere gute Chancen hatten die auch kämpferisch stärkeren Käner, u. a. durch einen Freistoß in der 83. Minute. Wer ihn schoss - na ja, sie wissen es schon. Mats-Lukas Scheld kommt aus und wohnt in Niederdielfen, wo man dieses Finale von Seiten der TSG Adler Dielfen mit großem Einsatz vorzüglich ausrichtete. Jeder bekam seine Stadionwurst oder das frisch gezapfte Produkt des Pokalsponsors. Auch der Fußballkreis, der seine besten Schiedsrichter einsetzte, war ein Gewinner. Gewinner gab es also an diesem Abend viele, wenn auch nicht alle. Jost-Rainer Georg

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

2 folgen diesem Profil
Lokales
Unter Siegerländer Artikeln finden Besucher der SZ-Homepage derzeit zahlreiche Angebote von Siegener Händlern. Möglich macht das die Kooperation mit dem hiesigen Start-up-Unternehmen mapAds. Mit dem innovatien Digitalmarketing-Werkzeug lassen sich Angebote von Handel und Dienstleistung einfach digitalisieren und bald über viele zusätzliche Kanäle publizieren.

Start-up mapAds und Vorländer Mediengruppe
Angebote einfach digitalisieren und publizieren

sz Siegen. Die Vorländer Mediengruppe arbeitet weiter konsequent an der Umsetzung ihrer Digitalstrategie. Während die Zeitungsproduktion weiter das Kerngeschäft und das wichtigste Standbein des Verlages bleiben wird, investiert Vorländer selbstbewusst und entschieden in moderne Strukturen, neue Technologien und die Digitalisierung. Mit dem Digitalen arbeiten„Wir sind überzeugt davon, dass die Zukunft darin liegt, nicht gegen das Digitale, sondern mit dem Digitalen zu arbeiten. Wir sehen das...

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen