100.000 Euro für Disko zu wenig

 100.000 Euro für die Bad Laaspher Diskothek Connection – das war am Montag der Gläubigerbank zu wenig, wenn man den Verkehrswert von 450.000 Euro zugrunde legt. Einer 26-jährigen Bieterin wurde deshalb der Zuschlag versagt. Foto: Holger Weber
  • 100.000 Euro für die Bad Laaspher Diskothek Connection – das war am Montag der Gläubigerbank zu wenig, wenn man den Verkehrswert von 450.000 Euro zugrunde legt. Einer 26-jährigen Bieterin wurde deshalb der Zuschlag versagt. Foto: Holger Weber
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howe - Da wird auf jeden Fall gepokert. Eindeutig. Mit Spannung wartete man am Montag im Bad Berleburger Amtsgericht auf das erste Gebot für die Bad Laaspher Diskothek „Connection“, nachdem die Mindestgrenzen weggefallen waren.

Eine 26-jährige Frau aus Werl, nach SZ-Informationen von einem Diskothekenbetreiber, gab dann auch fünf Minuten vor Ende der halbstündigen Bietzeit ein – für den Laien – ordentliches Gebot ab: 100.000 Euro für das „Connection“, insgesamt mit einer Fläche von 3770 Quadratmetern. Es sollte das einzige Gebot bleiben, dennoch versagte Rechtspfleger Markus Rothenpieler vom Bad Berleburger Amtsgericht den Zuschlag. Zuvor nämlich bewilligte der Vertreter der Gläubigerbank, der Hypothekenbank Frankfurt, die einstweilige Einstellung des Verfahrens.

Will heißen: Die Hypothekenbank Frankfurt hat ganz offensichtlich höhere Preisvorstellungen. Das Gebot lag nämlich mit 22,5 Prozent vom Verkehrswert, der immerhin bei 450.000 Euro liegt, deutlich im unteren Bereich. Der Poker um das „Connection“ geht somit in die Fortsetzungsrunde Ende des Jahres oder Anfang kommenden Jahres. Jedenfalls war für Spannung im Gerichtssaal gesorgt, denn zu der jungen Dame gesellte sich noch ein weiterer Interessent, der den Vertreter der Gläubigerbank während der 30-minütigen Bietzeit gleich zweimal darum bat, für eine kurze Besprechung unter vier Augen mit vor die Tür zu kommen.

Beiden Interessenten teilte der Rechtsanwalt, der die Hypothekenbank Frankfurt vertritt, mit, was geboten werden sollte, um den Zuschlag zu erhalten. Während die 26-jährige Frau offensiv ihr Gebot abgab, hielt sich der zweite Interessent bedeckt.

Gut möglich, dass jetzt der Kauf entweder „außer der Reihe“ abgewickelt oder das Fortsetzungsverfahren abgewartet wird. Dann könnte vielleicht ja auch die Bank ihre Vorstellungen nach unten korrigieren. Das Pokerspiel geht weiter.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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