SZ

Zeremonie in Weidenau
120 angehende Lehrer vereidigt

Über 100 angehende Lehrer der Sekundarstufe I wurden als Beamte auf Widerruf vereidigt. Sie gehen nun für 18 Monate in den Vorbereitungsdienst. Danach kommt die Verbeamtung auf Probe (drei Jahre), ehe sie auf Lebenszeit ausgesprochen wird.
  • Über 100 angehende Lehrer der Sekundarstufe I wurden als Beamte auf Widerruf vereidigt. Sie gehen nun für 18 Monate in den Vorbereitungsdienst. Danach kommt die Verbeamtung auf Probe (drei Jahre), ehe sie auf Lebenszeit ausgesprochen wird.
  • Foto: Andreas Goebel
  • hochgeladen von Michael Sauer

goeb Weidenau. Die frohe Botschaft gab es gleich zu Beginn der Vereidigungsfeier für 120 Anwärter auf das Lehramt der Sekundarstufe I der Kreise Olpe und Siegen-Wittgenstein. „Sie bekommen alle einen Job, das verspreche ich Ihnen“, sagte Achim Leonhardt, der Direktor des Zentrums für schulpraktische Lehrerausbildung (ZfsL) Siegen in Weidenau, am Freitagvormittag. „Der Mangel ist groß. Und er wird noch größer werden.“ Besonders groß, so war zu erfahren, ist die Personalnot an Grund- und Gesamtschulen.

Die jungen Frauen und Männer haben die Universität hinter sich und treten nun den 18 Monate dauernden Vorbereitungsdienst an ihren Schulen an.

goeb Weidenau. Die frohe Botschaft gab es gleich zu Beginn der Vereidigungsfeier für 120 Anwärter auf das Lehramt der Sekundarstufe I der Kreise Olpe und Siegen-Wittgenstein. „Sie bekommen alle einen Job, das verspreche ich Ihnen“, sagte Achim Leonhardt, der Direktor des Zentrums für schulpraktische Lehrerausbildung (ZfsL) Siegen in Weidenau, am Freitagvormittag. „Der Mangel ist groß. Und er wird noch größer werden.“ Besonders groß, so war zu erfahren, ist die Personalnot an Grund- und Gesamtschulen.

Die jungen Frauen und Männer haben die Universität hinter sich und treten nun den 18 Monate dauernden Vorbereitungsdienst an ihren Schulen an. In der nächsten Woche kommen die Berufsstarter jeden Tag ins Seminar, sie steht ganz im Zeichen der Ausbildung, danach werden die Jungpädagogen an einem Tag in der Woche geschult im Umgang mit den Schülern und der Vermittlung von Lernstoff.
„Keine Sorge, das pädagogische Handwerkszeug bringen wir Ihnen hier bei“, beruhigte Leonhardt. Natürlich können er und die fachspezifischen Ausbilder, von denen etliche die Zeremonie begleiteten, nachempfinden, was es für ein Gefühl ist, einer Klasse gegenüberzutreten, wenn man noch ganz am Anfang des Berufsweges steht. Ein gewisser „Bammel“ ist etwas ganz Natürliches. „Unsere Türen stehen Ihnen immer offen.“

120 angehende Lehrer vereidigt: Persönlich und in Sollstärke

Zur entspannten, gleichzeitig aber andächtigen Atmosphäre trugen die Ausbilder Florian Schnurr, Christoph Hein und Britta Eisgeth mit Liedern und Musikstücken bei – alle nicht zufällig in der Musikausbildung tätig.

Leonhardt war erleichtert, seine Anwärter wieder persönlich und in Sollstärke am ZfsL im Forum begrüßen zu dürfen, hatte doch die Pandemie 2020 eine Feier verunmöglicht. Alle Kandidaten hatten für ihre Vereidigung und die Unterschrift unter die Urkunde einzeln auf Termin ins ZfsL kommen müssen. Diesmal wurde das – aufgeteilt in Kernseminare im ganzen Haus – im Anschluss vollzogen.
Achim Leonhardt setzte den Lehramtsanwärtern auseinander, was es heißt, Beamtin bzw. Beamter zu werden. „Damit sind Rechte, aber auch Pflichten verbunden“, holte er aus und sprach von einem Privileg, dessen Bedeutung gerade in Anbetracht der zerstörerischen Pandemie nicht hoch genug angesetzt werden könne. „Wie viele haben über die Zeit ihren Beruf verloren oder mussten in Kurzarbeit. Das sind harte Einschnitte, die viele Familien hinnehmen müssen. So etwas kann Ihnen nicht widerfahren. Seien Sie sich dessen bitte immer bewusst.“

120 angehende Lehrer vereidigt: Rechte und Pflichten

Gleichzeitig gebe es Pflichten. Beispielhaft nannte er die Treuepflicht zum Staat. „Beamte können beispielsweise nicht einer Partei angehören, die verfassungsfeindlich ist.“ Auch müssten sie im Gegensatz zu anderen Berufsgruppen jederzeit Auskunft geben über ihren Impfstatus. Leonhardt kündigte in diesem Zusammenhang an, dass das Institut Kosten für Tests ab nächster Woche nicht mehr trage.

Sie müssen Freude an der Arbeit haben. Wenn Sie das haben, können Sie hier nicht scheitern.
Achim Leonhardt
Direktor Zentrum für schulpraktische Lehrerausbildung Siegen

Die Pädagogen erhoben sich zum Diensteid von ihren Plätzen. Ob sie „schwören“ oder „geloben“ ist individuell verschieden, einige Glaubensgemeinschaften, ergänzte Leonhardt, dürften nicht schwören. Auch die Aussprache des Nachsatzes „so wahr mir Gott helfe“ ist bekanntlich freiwillig.
Was keine Vereidigungzeremonie garantieren könne, erwähnte Leonhardt auch: „Sie müssen gern vor der Klasse stehen, Sie müssen Freude an der Arbeit haben. Wenn Sie das haben, können Sie hier nicht scheitern.“

Autor:

Dr. Andreas Goebel (Redakteur) aus Betzdorf

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

7 folgen diesem Profil

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen