Impfzentrum on Tour
135 lassen sich in der Nikolaikirche gegen Corona impfen

In der Nikolaikirche ließen sich Impfwillige gegen Corona impfen.
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kay Siegen. Das Impfzentrum des Kreises Siegen-Wittgenstein hat in den vergangenen Wochen mit seinem mobilen Team an verschiedenen Stellen der Region den Impfwilligen einen Piks gegen das Coronavirus verpasst. Üblicherweise wurde hierzu der Rettungsbus als fahrbare Zweigstelle in Anspruch genommen. Am Samstag sah das jedoch völlig anders aus: In der Nikolaikirche, wo sonst die Gläubigen den Predigten von Pfarrer Stefan König lauschen, bestand von 9 bis 13 Uhr die Möglichkeit, sich das Vakzin von Biontech/Pfizer spritzen zu lassen.

Die Initiative zu der ungewöhnlichen Aktion ging von Pfarrer König aus, der im Vorfeld erklärte, man wolle sich als Kirche daran beteiligen, die Pandemie zu bewältigen, und Unterstützung dazu leisten, ein niederschwelliges Impfangebot zu unterbreiten. Gesagt getan – die evangelische Nikolai-Kirchengemeinde kontaktierte die Verantwortlichen des Impfzentrums, und die Idee wurde Realität. „Wir verstehen uns als offene Stadtkirche und haben eine sehr prädestinierte Lage hier direkt am Markt. Für uns war klar, unsere Türen zu öffnen, denn wir verstehen diese Aktion als Dienst am Nächsten, um das Pandemiegeschehen weiter einzudämmen“, sagte am Samstag der sichtlich zufriedene Pfarrer.

"Wir möchten zu den Menschen"

Auch Christine Domnick in ihrer Funktion als organisatorische Leiterin des Impfzentrums zeigte sich begeistert: „Wir sind froh, diesen ganz besonderen Ort nutzen zu dürfen. Wir sind mitten unter den Menschen. Genau da, wo wir hinmöchten. Wir möchten zu den Menschen – sie müssen nicht aufwendig ins Impfzentrum kommen.“
Der Erfolg des Impftages deutete sich bereits vor der Öffnung der Kirchenpforte an. Etliche Menschen standen schon eine halbe Stunde vor offiziellem Beginn vor der Tür. „Viele Impfwillige hatten im Vorfeld von der Aktion mitbekommen und zum Teil schon alle notwendigen Unterlagen vorbereitet und entsprechend ausgefüllt mitgebracht“, so Christine Domnick. Die verantwortlichen Ärzte Dr. Ansgar Schmidt und Dr. Florian Becher nebst Team konnten also pünktlich loslegen.
Gemäß der aktuell geltenden Richtlinien stand das sehr niederschwellige Angebot für jeden ab zwölf Jahren offen – Kinder und Jugendliche mussten allerdings in Begleitung eines Erziehungsberechtigten kommen.

Nur wenige Kinder und Jugendliche lassen sich gegen Corona impfen

Die 17-jährige Joanne Henkl kam in Begleitung ihres Vaters. „Ich hatte meine erste Impfung im Impfbus und habe dann spontan entschieden, mir den zweiten Piks hier in der Kirche abzuholen. Ich wohne ganz in der Nähe, am Giersberg. Das passt also prima“, erläuterte die Jugendliche die Beweggründe für ihren Besuch in der Nikolaikirche.

Auch Cornelie Kurth und ihre 16 und 17 Jahre alten Kinder, Celine und Jason, führten die Nähe zu ihrem Wohnort als Grund an, warum sie sich die Impfung in der Nikolaikirche abholen. „Wir wohnen direkt um die Ecke und konnten zu Fuß kommen. Das ist echt praktisch für uns“, so Cornelie Kurth.
Am Ende des Tages konnte Christine Domnick ein durchaus positives Fazit ziehen: „Insgesamt haben wir heute 135 Erst- beziehungsweise Zweitimpfungen verabreicht. Die Besucherklientel war bunt gemischt und zog sich durch alle Altersklassen, wobei allerdings der Anteil der Kinder und Jugendlichen recht gering war.“

Patrick Ernst verabreicht dem 17-jährigen Jason Kurth bei der Impfaktion in der Nikolaikirche das Vakzin – unter den wachsamen Augen von Dr. Florian Becher.
  • Patrick Ernst verabreicht dem 17-jährigen Jason Kurth bei der Impfaktion in der Nikolaikirche das Vakzin – unter den wachsamen Augen von Dr. Florian Becher.
  • Foto: kay
  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

Das Team des Impfzentrums wird ob der vielen Arbeit jedoch nicht müde. Impfwillige können weiterhin von Montag bis Samstag zwischen 8 und 18.30 Uhr ins Impfzentrum nach Eiserfeld kommen – auch ohne Termin. Um Wartezeiten zu vermeiden, sollte man sich allerdings vorher einen Termin buchen, da derzeit recht großer Andrang auf den begehrten Piks gegen das Virus herrscht.
Weitere niederschwellige Impfangebote, um noch andere Personengruppen zu erreichen, folgen am kommenden Wochenende. Am Freitag, 27. August, wird von 10 bis 18 Uhr in der Geisweider Moschee geimpft. Am Samstag, 28. August, geht es weiter auf dem Erfahrungsfeld „Schön und Gut“ in Siegen. Dort steht das Impfteam im Rahmen des „Bluestock“-Festivals von 10 bis 18 Uhr bereit.

Autor:

Kay-Helge Hercher (Freier Mitarbeiter) aus Siegen

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