18.000 Hektar für die Windkraft

 Kreuztal im Grünen, überragt von Kindelsberg und Martinshardt: Nach jetziger Ansicht der planenden Bezirksregierung Arnsberg könnten dort und weiter nördlich in zwei Zonen mit zusammen 156 Hektar Fläche Windräder gebaut werden. Foto: Jan Schäfer
  • Kreuztal im Grünen, überragt von Kindelsberg und Martinshardt: Nach jetziger Ansicht der planenden Bezirksregierung Arnsberg könnten dort und weiter nördlich in zwei Zonen mit zusammen 156 Hektar Fläche Windräder gebaut werden. Foto: Jan Schäfer
  • hochgeladen von Archiv-Artikel Siegener Zeitung

mir - In fast allen Städten und Gemeinden Südwestfalens wird längst fleißig daran getüftelt, ob und wo Windenergie-Zonen denkbar oder schier unmöglich sind. Aber allein entscheiden, das können die örtlichen Räte nicht. Kommunen sind nun mal eine untere Ebene, die Bezirksregierung Arnsberg steht zwei Stufen höher. So blieb es am Donnerstag dem Regionalrat vorbehalten, einen Eckpfeiler in Sachen Energiezukunft zu setzen. Einstimmig kam ein „Erarbeitungsbeschluss“ zum Teilplan „Energie“ des Regionalplans Arnsberg zustande.

Arnsberg hat anhand von weit mehr als einem Dutzend Tabukriterien (Siedlungsbereiche, Artenschutz etc.) eine Übersicht erstellt, wo zwischen Soest, Olpe, Siegen, Burbach und Bad Berleburg Windenergiebereiche aus Sicht der Behörde möglich sein könnten. Insgesamt 165 Flächen mit einem Volumen von knapp 18.000 Hektar. Allein auf Siegen-Wittgenstein und Olpe entfallen 52 potenzielle Standorte. Der Rest ist größtenteils im Sauerland zwischen Plettenberg, Meschede und Brilon vorgesehen. Dieser „Erarbeitungsbeschluss“ wird im August offiziell veröffentlicht. Ab dann haben die Städte und Gemeinden vier Monate Zeit für fundierte Stellungnahmen.

Ein Musterbeispiel dürfte die Stadt Kreuztal mit seinem Wahrzeichen, dem Kindelsberg, sein. Und just diese hervorstechende Höhenregion mit der benachbarten Martinshardt (bis an den Ortsrand von Müsen) plus nördlich gelegene Flächen betrachtet die planende Bezirksregierung als geeignet. Offiziell sind das die Zonen „175.04 und 175.05“ mit 54 bzw. 102 Hektar Fläche. Ganz dick dabei sind aus Arnsberger Sicht Wilnsdorf und Burbach, nicht weniger als 460 Hektar rund um die Kalteiche sind im Plan als „geeignet“ eingetragen. Zumindest in Siegen-Wittgenstein und Olpe ist dies das mit Abstand größte Areal. Ins Auge fallen außerdem Bad Laasphe/Fischelbach mit fast 370 Hektar, weitere 263 Hektar im Grenzbereich Bad Berleburg/Erndtebrück und 176 Hektar zwischen Erndtebrück und Bad Laasphe.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen