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Urteil vor dem Amtsgericht Siegen
26-Jähriger tritt gegen Autos und pöbelt Polizisten an

Ein 26-Jähriger wurde vor dem Amtsgericht zu sieben Monaten Haft auf Bewährung verurteilt.
  • Ein 26-Jähriger wurde vor dem Amtsgericht zu sieben Monaten Haft auf Bewährung verurteilt.
  • Foto: Christian Schwermer (Archiv)
  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

mick Siegen. Der Angeklagte (26) hat ein Alkoholproblem. Trinkt er zu viel, kann er auch schon einmal aggressiv werden. Gegen seine Frau, gegen Autos - und gegen Polizeibeamte, die bei solchen Aktionen zu Hilfe gerufen wurden. Zwei solcher Fälle wurden am Dienstagmorgen vor dem Amtsgericht Siegen verhandelt.
Der erste Vorfall ist ziemlich genau zwei Jahre her. Am 19. Oktober 2018 hat sich der junge Mann mit einigen „unbekannt gebliebenen“ Begleiterinnen gestritten. Anschließend musste er nach eigenem Bekunden „wohl Luft ablassen“, trat gegen mehrere Autos, dabei zwei Außenspiegel ab und verursachte einige Beulen. Für einen Riss in einer Windschutzscheibe will er hingegen nicht verantwortlich sein.

mick Siegen. Der Angeklagte (26) hat ein Alkoholproblem. Trinkt er zu viel, kann er auch schon einmal aggressiv werden. Gegen seine Frau, gegen Autos - und gegen Polizeibeamte, die bei solchen Aktionen zu Hilfe gerufen wurden. Zwei solcher Fälle wurden am Dienstagmorgen vor dem Amtsgericht Siegen verhandelt.
Der erste Vorfall ist ziemlich genau zwei Jahre her. Am 19. Oktober 2018 hat sich der junge Mann mit einigen „unbekannt gebliebenen“ Begleiterinnen gestritten. Anschließend musste er nach eigenem Bekunden „wohl Luft ablassen“, trat gegen mehrere Autos, dabei zwei Außenspiegel ab und verursachte einige Beulen. Für einen Riss in einer Windschutzscheibe will er hingegen nicht verantwortlich sein. Als die Polizei dazu kam, wehrte er sich gegen deren Maßnahmen und hatte zudem noch ein Messer am Gürtel hängen. Die Beamten seien „rabiat“ auf ihn zugekommen, verteidigt sich der Angeklagte. Er habe auch nicht die Fäuste gehoben, wie es in der Anklage steht, sondern nur die Hände, um sich vor den attackierenden Polizisten zu schützen.

Messer soll zur Ausrüstung als Dachdecker gehören

Das Messer gehöre zu seinem Arbeitszeug als Dachdecker, das trage er täglich am Körper, ohne sich dessen überhaupt immer bewusst zu sein. Der Verteidiger ergänzt noch, dass es sich um ein „Dachpappe“-Messer gehandelt habe, besonders gekrümmt und gesichert, um jede Form von Verletzung zu vermeiden.
Staatsanwalt und Amtsrichterin stimmen zu und verzichten auf diesen Teil der Anklage. Überhaupt fällt der Vorwurf des tätlichen Angriffs weg. Die Handlungen des Angeklagten seien aus seiner Sicht eher ganz normaler Widerstand gewesen, sagt ein Zeuge.

Verwirrung um Messer bei zweitem Vorfall

Auch am 9. Juni 2019 soll wieder ein Messer gefunden worden sein, diesmal in der Hose des Angeklagten. Allerdings behauptet das nur einer von mehreren beteiligten Beamten. In der Anklage steht, die Frau des M. habe die Polizei verständigt und gewarnt, ihr Mann wolle mit einem Messer auf die Beamten los.
Nachdem er auch deren Adoptivmutter hatte töten wollen, habe sie ihm das Messer aber bereits abgenommen. „Er hatte noch ein zweites in einer Hosentasche“, behauptet ein Polizist. Ein Kollege widerspricht später. M. habe kein Messer bei sich getragen. Dafür bestätigt dieser Zeuge aber, angegriffen worden zu sein.
M. hatte behauptet, einen der Beamten lediglich am Kragen gepackt und zur Seite geschoben zu haben. Der Zeuge spricht aber von einer Faust, die zum Schlag ausholte. Das reicht für den tätlichen Angriff. Beide Male stand der Angeklagte ziemlich unter Alkohol. Der Staatsanwalt fällt die regelmäßige Aggression in diesem Zustand auf, zumal er eine dritte Sache aus 2020 vorliegen hat. Mithilfe seines Verteidigers soll das Problem nun angegangen werden. Ansonsten tut es dem jungen Mann leid.

Sieben Monate Haft auf Bewährung

Der Staatsanwalt hat sieben Monate gegen ihn beantragt, sein Verteidiger um eine „milde Strafe“ gebeten. Amtsrichterin Völkel landet bei genau den sieben Monaten. Die werden zur Bewährung ausgesetzt, weil es die erste Verurteilung überhaupt ist. Dazu gibt es einen Bewährungshelfer und eine Strafe von 1000 Euro an die „Brücke“.

Autor:

Redaktion Siegen aus Siegen

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