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Verdi-Warnstreik auf ÖPNV ausgedehnt
280 Busfahrten fallen Donnerstag im Siegerland aus

Mindestens 40 VWS-Busfahrer werden am Donnerstag dem Aufruf zum Warnstreik folgen. 280 Busfahrten werden dadurch im Siegerland nicht stattfinden. Wittgenstein und der Kreis Olpe sind nicht betroffen.
  • Mindestens 40 VWS-Busfahrer werden am Donnerstag dem Aufruf zum Warnstreik folgen. 280 Busfahrten werden dadurch im Siegerland nicht stattfinden. Wittgenstein und der Kreis Olpe sind nicht betroffen.
  • Foto: SZ-Archiv
  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

mir Siegen/Kreuztal. Achtung: Am  Donnerstag (8. Oktober) fallen 280 Fahrten mit VWS-Bussen aus. Betroffen sind alle Siegerländer Kommunen außer Neunkirchen. In Wittgenstein und im Kreis Olpe fahren dagegen alle Linienbusse nach Fahrplan. Unmittelbarer Anlass: Die Gewerkschaft Verdi hat die Warnstreiks im öffentlichen Dienst jetzt auf den ÖPNV ausgedehnt.
Sehr umfangreich mutet auf den ersten Blick der Umfang ausfallender Fahrten an, darunter die Hauptrouten R10 bis R14 in Siegen und Kreuztal, dazu die Linien R25, R37, R38, R39 und R40 in Siegen und Freudenberg. Außerdem fahren die Citybuslinien in Siegen (außer C134) nicht. Auch in Wilnsdorf, Hilchenbach und Burbach fallen diverse Fahrten der so wichtigen R-Linien aus.

mir Siegen/Kreuztal. Achtung: Am  Donnerstag (8. Oktober) fallen 280 Fahrten mit VWS-Bussen aus. Betroffen sind alle Siegerländer Kommunen außer Neunkirchen. In Wittgenstein und im Kreis Olpe fahren dagegen alle Linienbusse nach Fahrplan. Unmittelbarer Anlass: Die Gewerkschaft Verdi hat die Warnstreiks im öffentlichen Dienst jetzt auf den ÖPNV ausgedehnt.
Sehr umfangreich mutet auf den ersten Blick der Umfang ausfallender Fahrten an, darunter die Hauptrouten R10 bis R14 in Siegen und Kreuztal, dazu die Linien R25, R37, R38, R39 und R40 in Siegen und Freudenberg. Außerdem fahren die Citybuslinien in Siegen (außer C134) nicht. Auch in Wilnsdorf, Hilchenbach und Burbach fallen diverse Fahrten der so wichtigen R-Linien aus. Zwischendurch sollen Busse auf den R-Linien fahren, nur halt nicht zu allen Zeiten.
Ein Beispiel: Zwischen Burgholdinghausen und Siegen ZOB fällt die R10 um 7.16 Uhr aus, drei Stunden lang gibt es keinen weiteren Ausfall, ehe um 10.02 und 12.02 Uhr zwei R-10-Fahrten nicht stattfinden sollen.

Schüler und Azubis sollen nicht stehen gelassen werden

Wert legt das Unternehmen VWS darauf, möglichst keine Schüler und Auszubildende am Straßenrand stehen zu lassen. Solche Fahrten sollen mit Personal von Auftragsunternehmen besetzt werden, die nicht am Streik teilnehmen (dürfen). „Insbesonders in Littfeld und Kreuztal hätten wir ein Problem, dort müssen wir morgens 500 Schüler fahren. Das tun wir auch trotz des Streiks, dafür fallen mittags und abends Fahrten weg, weil wir Fahrer von abends nach morgens umsetzen“, sagt VWS-Betriebsleiter Gerhard Bettermann.

Verdi und VWS streiten um ausfallende Fahrten

Trotzdem, die vielen nicht stattfindenden Fahrten – mehr als in der Grippe-Krise im Frühjahr 2019 – machen Verdi-Geschäftsführer Jürgen Weiskirch richtig stutzig. „Mit 40 Fahrern im Streik können normalerweise nicht so viele Fahrten ausfallen. Das scheint alles ein Fake zu sein. Die VWS nutzen offenbar den Warnstreik als Vehikel, um zu sparen. Wahrscheinlich funktionieren die Rundläufe nicht mehr wie gewollt.“
Bettermann mag diese Kritik nicht akzeptieren. Seit Dienstag bereits arbeiteten mehrere Leute an der Ersatzplanung für den Streiktag. „So ein Streik bedeutet richtig Aufwand für uns. Da wird sehr viel Arbeit reingesteckt. Wir wollen ganz viele relevante Fahrten auf jeden Fall stattfinden lassen“, entgegnet der VWS-Betriebsleiter. Ein Fahrer könne in einer normalen Schicht durchaus auf acht oder neun Fahrten kommen, das sei möglich und nicht ungewöhnlich. Bettermann: „Schüler wollen wir möglichst schonen.“
Ganz offensichtlich operieren beide Seiten mit unterschiedlichen Fahrerzahlen. Während die Gewerkschaft nach eigenen Angaben 40 Fahrer zum Streik erwarten, gehen die VWS von 60 aus. Das wären nahezu alle VWS-Busfahrer alter Ordnung, die nicht in Tochterunternehmen ausgegliedert worden sind.

Hotline und Liste zum Download

Noch eine Nuance im Streik: Die Nachricht vom donnerstäglichen Streik wurde nachmittags nicht etwa von Verdi selbst verbreitet, sondern vom Zweckverband Personennahverkehr Westfalen-Süd und von den VWS. Verbunden mit dem Versprechen: „Die VWS werden alles tun, um die Auswirkungen für die Kunden so gering wie möglich zu halten.“
Wer genau wissen will, welcher Bus ausfällt, kann sich von 6 Uhr an über die Info-Hotline (0271) 3181-4040 informieren. Wartezeiten sind wahrscheinlich.

Eine Auflistung mit den ausfallenden Fahrten können Sie sich hier downloaden.

Autor:

Michael Roth (Redakteur) aus Siegen

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