400 Flüchtlinge am Schlossberg?

 Die ehemalige Schlossbergklinik in Bad Laasphe soll als Aufnahmeeinrichtung für bis zu 400 Flüchtlinge vorbereitet werden. Die Arnsberger Bezirksregierung hat sich am Freitag ein erstes Bild vor Ort gemacht. Foto: Holger Weber
  • Die ehemalige Schlossbergklinik in Bad Laasphe soll als Aufnahmeeinrichtung für bis zu 400 Flüchtlinge vorbereitet werden. Die Arnsberger Bezirksregierung hat sich am Freitag ein erstes Bild vor Ort gemacht. Foto: Holger Weber
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howe - In der Bad Laaspher Schlossbergklinik sollen nach dem Willen der Bezirksregierung 400 Plätze für Flüchtlinge eingerichtet werden. Das schon längere Zeit von Arnsberg ins Visier genommene Projekt scheint konkret zu werden. Eine erste Besichtigung fand bereits am Freitag statt. Es würde ins Bild passen: Am Montag besuchte NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft die Bezirksregierung in Arnsberg. Und das nicht ohne Grund. Denn in den nächsten Tagen sollen in Nordrhein-Westfalen 5000 neue Plätze für Flüchtlinge aufgebaut werden. Es geht darum, so schnell wie möglich weitere Unterkünfte für die Menschen bereitzustellen. Zudem gab es nach Angaben des Innenministeriums eine Telefonkonferenz mit den Krisenstäben, denen die Verteilung und Koordination der Flüchtlinge obliegt.

Parallel zu diesen aktuellen Entwicklungen in Düsseldorf und Arnsberg erfuhr die Siegener Zeitung aus sicherer Quelle: Die Schlossbergklinik in Bad Laasphe soll für die Aufnahme von Flüchtlingen vorbereitet werden. Mitarbeiter der Bezirksregierung Arnsberg sollen am Freitag vor Ort gewesen sein, um sich das Gebäude und dessen Zustand anzuschauen. Christoph Söbbeler, Pressesprecher der Bezirksregierung in Arnsberg, bestätigte die Informationen der Heimatzeitung. „Es gibt für die Nutzung der Klinik Überlegungen und Planungen. Das Gebäude scheint geeignet zu sein.“ Angedacht sei, eine Einrichtung von 400 Plätzen zu entwickeln. Es gebe aber noch keine Entscheidung. Geklärt werden müssten noch zahlreiche Dinge wie Mietvertrag, Betreuungsverband, Brandschutz oder Wasserqualität – um nur einige zu nennen.

Das Klinikgebäude würde sich in der Tat eignen, zumal fast in jedem Zimmer sanitäre Anlagen vorhanden sind. Die Räumlichkeiten wären sofort bezugsfertig. Hierzu wiederum würde auch passen, was Bundeskanzlerin Angela Merkel jüngst forderte: „mehr Flexibilität und weniger deutsche Gründlichkeit.“ Auf den neuesten Brandschutz – etwa in einer Kaserne – würde sie keinen großen Wert legen, solange Flüchtlinge im Winter dorthin aus provisorischen Zelten ziehen würden. Insofern wären wohl auch in der Bad Laaspher Schlossbergklinik Brandschutzauflagen zu relativieren.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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