SZ

Brandserie in Siegen (Update)
53-Jähriger auf frischer Tat ertappt - Untersuchungshaft angeordnet

In der Nacht zu Sonntag brennt am Fischbacherberg der Dachstuhl des Gemeindehauses der katholischen St.-Lukas-Gemeinde. Ob dieser Brand auch ein Werk des 53-Jährigen war, der am Mittwoch erneut festgenommen wurde, ist noch unklar.
  • In der Nacht zu Sonntag brennt am Fischbacherberg der Dachstuhl des Gemeindehauses der katholischen St.-Lukas-Gemeinde. Ob dieser Brand auch ein Werk des 53-Jährigen war, der am Mittwoch erneut festgenommen wurde, ist noch unklar.
  • Foto: Kai Osthoff
  • hochgeladen von Michael Sauer

+++ Update 7. Oktober, 16 Uhr +++

Der 53-jährige, mutmaßliche „Feuerteufel“ ist am Donnerstag dem Haftrichter vorgeführt worden. Das teilt die Polizei mit. Der Haftrichter hat Untersuchungshaft angeordnet. Eine Zivilstreife hatte den Mann am Mittwoch beobachtet, als er einen Müllcontainer in Siegen in Brand stecken wollte. Daraufhin war er zum zweiten Mal festenommen worden.

+++ Erstmeldung 7. Oktober, 14.09 Uhr +++
juka Siegen. Die Brandserie der vergangenen Tage und Wochen im Siegener Stadtgebiet sorgt weiter für Aufregung. Ein 53-Jähriger, der am Dienstagmorgen nach zahlreichen Bränden festgenommen wurde, ist nun bereits zum zweiten Mal in Gewahrsam genommen worden.

+++ Update 7. Oktober, 16 Uhr +++

Der 53-jährige, mutmaßliche „Feuerteufel“ ist am Donnerstag dem Haftrichter vorgeführt worden. Das teilt die Polizei mit. Der Haftrichter hat Untersuchungshaft angeordnet. Eine Zivilstreife hatte den Mann am Mittwoch beobachtet, als er einen Müllcontainer in Siegen in Brand stecken wollte. Daraufhin war er zum zweiten Mal festenommen worden.

+++ Erstmeldung 7. Oktober, 14.09 Uhr +++
juka Siegen. Die Brandserie der vergangenen Tage und Wochen im Siegener Stadtgebiet sorgt weiter für Aufregung. Ein 53-Jähriger, der am Dienstagmorgen nach zahlreichen Bränden festgenommen wurde, ist nun bereits zum zweiten Mal in Gewahrsam genommen worden. Wie die Polizei gegenüber der SZ mitteilte, war der Mann in der Nacht von Montag auf Dienstag an einem der Tatorte gesehen und daraufhin festgenommen, später aber wieder entlassen worden. Insgesamt hatte es am frühen Dienstagmorgen sechs Brände im Stadtgebiet gegeben, bei denen unter anderem eine Matratze, Zeitungen und Sperrmüll in Brand gesetzt wurden.

„Der Mann wurde von einer Zivilstreife beobachtet, wie er einen Papiercontainer in der Bahnhofstraße entzünden wollte.“
Niklas Zankowski
Sprecher der Kreispolizeibehörde

Bereits kurz danach hatte die Polizei davon gesprochen, dass die Taten wohl räumlich und zeitlich in einem Zusammenhang stünden. Trotzdem wurde der 53-Jährige, nach Absprache mit der Staatsanwaltschaft, im Laufe des Dienstagnachmittags wieder auf freien Fuß gesetzt. „Haftgründe lagen nicht vor“, erklärte Patrick Baron von Grotthuss, Pressesprecher der Staatsanwaltschaft, auf Anfrage. „Der Tatverdacht beschränkte sich am Dienstag allenfalls auf den Vorwurf der Sachbeschädigung durch Feuer“, stellte von Grotthuss klar. „Ein hinreichender Tatverdacht einer (versuchten) Brandstiftung im Sinne der §§ 306 ff. des Strafgesetzbuchs bestand zu diesem Zeitpunkt nicht“, so der Pressesprecher. Das änderte sich wenige Stunden später allerdings.

Brandserie in Siegen: Zivilstreife erwischt 53-Jährigen

Denn die Brandserie ging weiter, bereits am Dienstagnachmittag stand auf der Schemscheid gegen 17 Uhr ein Container in Flammen. In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch, also nicht einmal 24 Stunden, nachdem der 53-Jährige wieder auf freien Fuß gesetzt worden war, wurde er dann auf frischer Tat ertappt. „Der Mann war in der Nacht zu Mittwoch von einer Zivilstreife dabei beobachtet worden, wie er im Bereich der Bahnhofstraße in Siegen einen Papiercontainer entzünden wollte, der direkt an einem Gebäude stand“, berichtet Sprecher Niklas Zankowski. Daher äußerte sich nun der Verdacht der versuchten schweren Brandstiftung, der nötige dringende Tatverdacht konnte begründet werden. Nach derzeitigem Stand soll der Tatverdächtige noch heute dem Haftrichter vorgeführt werden.

Feuerteufel schlägt in Siegen offenbar erneut zu

Immer wieder hatten Brände die Polizei und Feuerwehr in den vergangenen Tagen und Wochen in Atem gehalten, besonders am Wochenende und zu Wochenbeginn war es zu einer Vielzahl von Vorfällen gekommen. Unter anderem hatte in der Nacht zu Sonntag der Dachstuhl des Gemeindehauses der katholischen St.-Lukas-Gemeinde auf dem Fischbacherberg gebrannt, verursachte nach ersten Schätzungen einen Schaden im sechsstelligen Bereich und führt dazu, dass bis auf Weiteres alle Gottesdienste und Veranstaltungen ausfällen müssen. Auch Container und Mülleimer standen in dieser Nacht in Flammen.

Brandserie in Siegen: Auch eine Spur in Freudenberg

Inwieweit der 53-Jährige als „Feuerteufel“ für diese und weitere Taten verantwortlich ist, wird nun von der Polizei zu klären sein. Genauere Angaben zum Stand der Ermittlungen machte man am Donnerstag nicht.

Feuerteufel wohl erneut am Werk

SZ-Informationen hofft man bei der Polizei allerdings, mit der neuerlichen Festnahme der Brandserie zumindest im Siegener Stadtgebiet ein Ende gesetzt zu haben. Denn eine andere Spur haben die Beamten derweil bei drei Bränden in Freudenberg in der Nacht vom 28. auf den 29. September. Dort sind mehrere Mädchen dringend tatverdächtig, aufgrund des jungen Alters verzichtet die Kreispolizeibehörde hier allerdings auf die Angabe von Details.

Autor:

Julian Kaiser aus Siegen

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