„57jobs.de“ soll Firmen helfen

 Google hat längst auch den Stellenmarkt verändert. Die Reaktion der SZ darauf, so Michael Göttert (links im Bild), sei www.57jobs.de. Auch Dagmar Gierse von der IHK Siegen und Daniel Gräbener vom Regionalen Jobverbund gaben Tipps zum Thema.  Foto: Jan Krumnow
  • Google hat längst auch den Stellenmarkt verändert. Die Reaktion der SZ darauf, so Michael Göttert (links im Bild), sei www.57jobs.de. Auch Dagmar Gierse von der IHK Siegen und Daniel Gräbener vom Regionalen Jobverbund gaben Tipps zum Thema. Foto: Jan Krumnow
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jak - Dass das Thema Jobsuche ein großes ist, bewies am Donnerstagabend die Besucherzahl im Druckzentrum der Siegener Zeitung in Dreis-Tiefenbach. Denn rund 100 Personalverantwortliche waren der Einladung zu der Veranstaltung „Fachkräftegewinnung heute“ gefolgt, bei der es viele Infos gab. Und natürlich wurde auch das neue Portal www.57jobs.de vorgestellt, das am kommenden Dienstag, 6. September, an den Start gehen wird und dafür sorgen soll, dass die Unternehmen in Siegen-Wittgenstein, Sauerland und Altenkirchen ihre offenen Stellen besetzt bekommen.

Genau das wird im Dreiländereck nämlich zunehmend zum Problem, während es in anderen Regionen Deutschlands gar nicht genug Arbeit für die dort beschäftigten Menschen gibt. Nicht umsonst hat die heimische Industrie- und Handelskammer dem Thema einen eigenen Fachservice gewidmet, dessen Vertreter Dagmar Gierse und Burhan Demir umfassend Stellung bezogen. „Man muss aktiv werden“, hob Gierse mahnend den Zeigefinger. Und zwar in Richtung Unternehmen. Längst, das kam mehrfach heraus, sind die Zeiten vorbei, in denen die Unternehmen die Bedingungen stellten. Heute kontaktiere ein Bewerber den potenziellen Arbeitgeber durchaus auch schon einmal per kurzer E-Mail vom Smartphone aus, gab Michael Göttert, Leiter Digitalstrategie bei der Siegener Zeitung, einen Einblick in die Erfahrungswelt von Personalabteilungen. Der Fachkräftemangel ist da, aber er verstärkt sich noch, da ist sich die IHK sicher. Neue Berufsbilder, wie der Mechatroniker, sprächen eine deutliche Sprache, führte Dagmar Gierse mit Blick auf das Jahr 2025 aus. Dann nämlich werden noch mehr Fachkräfte fehlen.

Daniel Gräbener vom Regionalen Jobverbund, selbst im besten „Smartphone-Alter“, hatte weitere Fakten: „Die heutige Generation hat immer die Angst, etwas zu verpassen.“ Laut einer Studie schauten junge Menschen 24-mal am Tag auf ihr Smartphone und sie seien 3,2 Stunden in sozialen Medien unterwegs. Da sei es nur logisch, dass sich Bewerber auch über diese Wege ihren Arbeitgeber suchten. Neben Jobbörsen und persönlichen Kontakten sei eine ordentlich gemachte Karriereseite auf einer Unternehmens-Website ein Pfund, mit dem man wuchern könne. Und auch die lokale Tageszeitung spiele vielfach noch eine große Rolle bei der Jobsuche.

Letztere steckt morgens im Briefkasten oder liegt auf der Ladentheke. Aber wie gelangen die Bewerber an die digitalen Pendants der Stellenanzeigen? Trotz zahlreicher überregional tätiger Stellenportale ist die Antwort verblüffend – und auch wieder nicht: 75 Prozent der Stellensuchenden nutzen die Google-Suche als Einstiegskanal, suchen also beispielsweise nach „Zerspanungsmechaniker Siegen“. Und hier setzt das auf Suchmaschinenoptimierung ausgerichtete Portal „57jobs.de“ an: Wenn Google die hohe Relevanz der Website in einigen Wochen erkannt habe, sei die gute Platzierung innerhalb der Suchmaschine automatisch der Fall. Und die Qualität der Trefferliste spreche für sich, so Göttert. In der internen Version, die dann am Dienstag live geschaltet wird, seien – Stand Donnerstag – 43 Zerspanungsmechaniker zu finden. Insgesamt umfasst der Fundus momentan knapp 10.000 Stellen. Darunter befinden sich alle Jobs, die auf Papier in der Siegener Zeitung und im Wochenanzeiger erscheinen, aber auch viele weitere Angebote, die „57jobs.de“ sich auf verschiedenen Karriereportalen und aus vielen anderen Quellen zusammensucht.

Neben der reinen Stellenanzeige gebe es viele weitere Möglichkeiten für Unternehmen, sich auf der Website zu präsentieren – beispielsweise mit einem Unternehmensprofil, in dem die Vorzüge des Arbeitgebers aufgeführt sind. Auch bei diesem Thema müssten zahlreiche heimische Firmen umdenken, war sich IHK-Mann Burhan Demir sicher: „Betreiben Sie Öffentlichkeitsarbeit!“ Auch die sei wichtig im Rennen um die besten Fachkräfte.

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