69 Opfer verloren ihr Leben

 Ein Großteil der Opfer des Bombenangriffs auf Neunkirchen wurde im Massengrab beigesetzt. An Ort und Stelle erinnern heute noch ein Holzkreuz und Gedenksteine an den schwärzesten Tag in der Geschichte der Gemeinde im Hellertal. Foto: Michael Wetter
  • Ein Großteil der Opfer des Bombenangriffs auf Neunkirchen wurde im Massengrab beigesetzt. An Ort und Stelle erinnern heute noch ein Holzkreuz und Gedenksteine an den schwärzesten Tag in der Geschichte der Gemeinde im Hellertal. Foto: Michael Wetter
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wette - Walter Uhr hatte Glück. Nahezu unverletzt überlebte er am 2. März 1944 als damals 14-Jähriger den Bombenangriff auf Neunkirchen – im Gegensatz zu 69 anderen Menschen. Sie alle verloren an jenem Donnerstag ihr Leben, als 17 Bomber um 12.40 Uhr insgesamt 170 Sprengbomben abwarfen und Teile der Ortschaft in Schutt und Asche legten. Unter den Opfern befanden sich 24 Kinder und 14 ausländische Mitbürger. Weitere 42 Personen wurden schwer verletzt. Es ist der bis heute schwärzeste Tag in der Geschichte des Hellertals. Schmerz, Trauer, Leid – ganze Familien wurden von jetzt auf gleich ausgelöscht.

Ursprünglich, so wurde später bekannt, sollten die Bomben nicht über dem Hellertal, sondern über Frankfurt am Main abgeworfen werden. Weil dort aber eine geschlossene Wolkendecke die Sicht behinderte und so den Großangriff verhinderte, drehten die Bomber wieder ab und suchten auf dem Heimflug nach alternativen Zielen. Über dem Hellertal wurden sie fündig, da dort die Wolkendecke aufgerissen war. Viele Menschen, die sich zu diesem Zeitpunkt in ihren Mittagspausen befanden und auf den Straßen unterwegs waren, wurden vom Bombenhagel überrascht.

Die 69 Bombenopfer wurden zunächst im evangelischen Vereinshaus in der Löhrstraße aufgebahrt. Beigesetzt wurden sie dann entweder in Familiengräbern, sofern vorhanden, oder im Massengrab. Das ist auch heute noch auf dem Friedhof in Neunkirchen zu finden – mit Gedenktafeln und Holzkreuz ausgestattet. Die Gedenkstätte, die kurz nach Ende des Zweiten Weltkrieges errichtet worden ist, erinnert an die Opfer des Bombenangriffs auf Neunkirchen. Wie in jedem Jahr findet auch diesmal wieder eine Gedenkfeier statt. Michael Wetter

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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