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Impfbeginn nach Ostern
79-Jährige in den Startlöchern

Das NRW-Gesundheitsministerium gab am Donnerstag bekannt, dass ab 8. April erstmals unter 80-Jährige geimpft werden sollen.
  • Das NRW-Gesundheitsministerium gab am Donnerstag bekannt, dass ab 8. April erstmals unter 80-Jährige geimpft werden sollen.
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tile Düsseldorf/Eiserfeld. Kommt nach dem Osterfest der ersehnte Schritt nach vorn beim Impfen? Das NRW-Gesundheitsministerium gab am Donnerstag bekannt, dass ab 8. April erstmals unter 80-Jährige geimpft werden sollen, Terminvereinbarungen sollen ab 6. April telefonisch über die bekannte Telefonnummer der Kassenärztlichen Vereinigung (Hotline 0800 116 117 02) möglich sein.

Der neue Erlass des Landes NRW sieht diesmal jedoch eine Staffelung der Impfberechtigten beginnend mit dem Jahrgang der 79-Jährigen vor, um eine Überlastung des Terminvergabesystems zu vermeiden, wie es sie nach der Einladung der über 80-Jährigen gegeben hatte. Wie bisher sollen gemeinsame Buchungen für Lebenspartner möglich sein.

tile Düsseldorf/Eiserfeld. Kommt nach dem Osterfest der ersehnte Schritt nach vorn beim Impfen? Das NRW-Gesundheitsministerium gab am Donnerstag bekannt, dass ab 8. April erstmals unter 80-Jährige geimpft werden sollen, Terminvereinbarungen sollen ab 6. April telefonisch über die bekannte Telefonnummer der Kassenärztlichen Vereinigung (Hotline 0800 116 117 02) möglich sein.

Der neue Erlass des Landes NRW sieht diesmal jedoch eine Staffelung der Impfberechtigten beginnend mit dem Jahrgang der 79-Jährigen vor, um eine Überlastung des Terminvergabesystems zu vermeiden, wie es sie nach der Einladung der über 80-Jährigen gegeben hatte. Wie bisher sollen gemeinsame Buchungen für Lebenspartner möglich sein.

Einladung über Kreis- oder Stadtverwaltung

Wann die 78-Jährigen an der Reihe sind, ist zunächst unklar. „Geplant ist, sobald genügend Impfstoff zur Verfügung steht, weitere Geburtsjahrgänge zur Impfung einzuladen“, heißt es aus Düsseldorf. Die schriftliche Einladung erhalten Impfberechtigte über die Kreis- oder Stadtverwaltung. Wann dies sein wird, kann man im Siegener Kreishaus noch nicht sagen, man wartet auf entsprechende Informationen aus dem Ministerium.

Darüber hinaus sollen ab sofort „Impfstoffkontingente, die nicht vollständig genutzt werden können“, für die Versorgung weiterer Personen aus dem Kreis der zweiten Prioritätsgruppe (gemäß Coronavirusimpfverordnung) verwendet werden können. Neben der Personengruppe Ü70 sollten dies „vordringlich“ Personen mit Vorerkrankungen sein, die ein ärztliches Attest vorlegen können. Die Regelung gilt zunächst bis zum Start der Impfungen in den Hausarztpraxen am 6. April. Außerdem ist es nun möglich, sich über eine ärztliche Bescheinigung die Unverträglichkeit für einen bestimmten Impfstoff nachweisen zu lassen und einen anderen Impfstoff zu bekommen.

Derzeit kein Impfstoffüberhang

Im Impfzentrum des Kreises Siegen-Wittgenstein gibt es einen solchen Impfstoffüberhang derzeit allerdings nicht, erklärt Leiter Dr. Thomas Gehrke auf SZ-Nachfrage. Organisatorisch wäre es kein Problem, täglich 2000 Personen zu impfen, „das schafften wir ganz locker“. Aufgrund der knappen Vakzin-Zuweisungen des Landes (in dieser Woche etwa wurde kein AstraZeneca nach Eiserfeld geliefert) erhalten in der kommenden Woche aber nur etwa 1650 Menschen ihre Dosis, inklusive der berufsbezogenen Impfungen. Termine werden nur dann zur Vergabe freigegeben, wenn gesichert ausreichend Impfstoff vorhanden ist, sagt Dr. Gehrke. Zusätzlich würden einige akut medizinisch notwendige Impfungen durchgeführt.

Heißt im Klartext: Die Flexibilität, vorhandene Kontingentmengen, wie sie in anderen Kreisen gemeldet wurden, bei Personen der zweiten Prioritätsgruppe zu verimpfen, wird es in Siegen-Wittgenstein zunächst gar nicht geben. Zumal die Personengruppe Ü80 ja weiterhin geimpft werde. Für die rund 3000 Menschen, die aufgrund einer Vorerkrankung einen Antrag auf vorzeitige Impfung gestellt haben (die SZ berichtete), müssen weiter warten.

Impflieferung für Impfangebot entscheidend

Wie viele Impfangebote dann ab dem 6. April an den erweiterten Kreis der Impfberechtigten gemacht werden können, ist ebenfalls allein „eine Frage der Impflieferungen“, sagt Dr. Thomas Gehrke. Bis Mai erwartet das Land Nordrhein-Westfalen 15 Millionen Impfdosen.

Schüler impfen Dr. Thomas Gehrke kritisiert im SZ-Gespräch die Impfstrategie in NRW. Zwar sei es richtig gewesen, zunächst die über 80-Jährigen zu schützen, das zeige der drastische Rückgang der Sterbezahlen in den Altenheimen. Nun aber lägen vor allem unter 60-Jährige in den Intensivbetten. Neben der zweiten Priorisierungsgruppe sollte nach Ansicht des Leiters des Impfzentrums im Kreis Siegen-Wittgenstein deshalb auch schnellstmöglich allen Schülerinnen und Schülern ab 16 Jahren sowie allen Lehrkräften und Schulbediensteten ein Impfangebot gemacht werden, ebenso Berufsschülern und Studenten. „Das würde Verbreitungsketten unterbrechen und auf Anhieb Zehntausende im Kreis schützen.“ Die Impfungen des Grundschulpersonals liefen sehr gut, „es gibt praktisch keine Absagen mehr“.
Autor:

Tim Lehmann (Redakteur) aus Siegen

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