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Corona-Wirtschaftshilfen
98 Millionen Euro Hilfe für die Region

Leere Tische und Stühle: Die Hotel- und Gastronomiebranche hat die Corona-Krise stark getroffen. 25 Millionen Euro an Hilfsgeldern gingen alleine in Siegen-Wittgenstein in den Wirtschaftsbereich „Gastgewerbe“.
  • Leere Tische und Stühle: Die Hotel- und Gastronomiebranche hat die Corona-Krise stark getroffen. 25 Millionen Euro an Hilfsgeldern gingen alleine in Siegen-Wittgenstein in den Wirtschaftsbereich „Gastgewerbe“.
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  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

juka Siegen/Olpe. Für manche Unternehmen waren sie existenzerhaltend, für andere kamen sie schon zu spät: Die Corona-Wirtschaftshilfeprogramme, die auf die Soforthilfe in der Anfangsphase der Pandemie folgten. Mit der Novemberhilfe, der Dezemberhilfe, den Überbrückungshilfen I bis III und der Neustarthilfe wurden insgesamt sechs Programme aufgelegt. Die Bezirksregierung Arnsberg hat nun erstmalig eine Zwischenbilanz gezogen.
Insgesamt gingen über 58.700 Anträge ein, mehr als 90 Prozent wurden bewilligt oder bereits ausgezahlt. Auf den gesamten Regierungsbezirk gesehen wurden so bis zum 9. Juli bereits über eine Milliarde Euro ausgezahlt.

juka Siegen/Olpe. Für manche Unternehmen waren sie existenzerhaltend, für andere kamen sie schon zu spät: Die Corona-Wirtschaftshilfeprogramme, die auf die Soforthilfe in der Anfangsphase der Pandemie folgten. Mit der Novemberhilfe, der Dezemberhilfe, den Überbrückungshilfen I bis III und der Neustarthilfe wurden insgesamt sechs Programme aufgelegt. Die Bezirksregierung Arnsberg hat nun erstmalig eine Zwischenbilanz gezogen.
Insgesamt gingen über 58.700 Anträge ein, mehr als 90 Prozent wurden bewilligt oder bereits ausgezahlt. Auf den gesamten Regierungsbezirk gesehen wurden so bis zum 9. Juli bereits über eine Milliarde Euro ausgezahlt. „Die Corona-Wirtschaftshilfen haben entscheidend dazu beigetragen, die negativen Folgen der Pandemie für Unternehmen, freiberuflich Tätige und Solo-Selbstständige abzumildern“, betont Regierungspräsident Hans-Josef Vogel.

Gastgewerbe erhält Großteil der Corona-Hilfen

Der Großteil der Hilfen ging dabei an das Gastgewerbe. Insgesamt 392,9 Millionen Euro, das entspricht 38 Prozent der Gesamtsumme, wurden hier ausgezahlt. In manchen Kreisen ist der Anteil sogar noch höher. Lars Martin, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Hotel- und Gaststättenverbandes Westfalen (Dehoga), ist von diesen Zahlen keineswegs überrascht. „Wir sind die Branche, die am härtesten getroffen wurde. Daher ist es folgerichtig, dass wir am stärksten von den Hilfen profitieren“, betont Martin. Das Ergebnis sei daher keinesfalls erstaunlich. „Man muss sagen, dass die Zahlungen vielen Unternehmen geholfen haben und es einige Betriebe sonst wohl nicht mehr geben würde“, so Lars Martin weiter.
Auch in Siegen-Wittgenstein und Olpe beantragten viele Betriebe die Hilfen und bekamen Geld ausgezahlt. Die Zahlen aus den beiden heimischen Kreisen im Gesamtüberblick:

Kreis Siegen-Wittgenstein

3396 Anträge von Betrieben mit Sitz in Siegen-Wittgenstein sind bei der Bezirksregierung Arnsberg eingegangen.
91 Prozent wurden bereits bewilligt oder ausgezahlt, gut 7 Prozent werden noch bearbeitet, nur 0,5 Prozent der Anträge wurden abgelehnt.
Über 34 Millionen Euro gingen dabei in die Stadt Siegen, das ist mit Abstand die höchste Summe. Dahinter folgen mit Bad Laasphe (4,6 Millionen Euro) und Bad Berleburg (4,1 Millionen Euro) zwei Wittgensteiner Kommunen.
Knapp eine Million Euro bekamen Unternehmen aus Erndtebrück, die niedrigste Summe im Kreisgebiet.
Über 64 Millionen Euro flossen so insgesamt an Hilfen in den Kreis Siegen-Wittgenstein.
25 Millionen Euro davon gingen in den Wirtschaftsbereich „Gastgewerbe“, knapp 16 Millionen Euro waren es für den Bereich „Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kfz“.
63,3 Prozent der Hilfen gehen also alleine auf diese beiden Bereiche zurück. Auf den weiteren Plätzen sind die Bereiche „Kunst, Unterhaltung und Erholung“ (acht Prozent), „Sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen“ (sieben Prozent) und „Verarbeitendes Gewerbe“ (sechs Prozent) zu finden.

Kreis Olpe

1924 Anträge auf Corona-Wirtschaftshilfen wurden aus dem Kreis Olpe bei der Bezirksregierung gestellt.
90,6 Prozent sind bereits ausgezahlt oder bewilligt, 5,4 Prozent werden noch bearbeitet, 0,4 Prozent wurden abgelehnt.
8,5 Millionen Euro gingen in die Kreisstadt Olpe. Mit jeweils knapp 8,4 Millionen Euro folgen gleich dahinter die Kommunen Lennestadt und Attendorn. Nach Wenden flossen 3,4 Millionen, die unteren Plätze gehen an Drolshagen, Kirchhundem (je ca. 1,7 Millionen Euro) sowie Finnentrop (ca. 1,6 Millionen Euro).
34,1 Millionen Euro gingen so in den Kreis Olpe. Das ist die geringste Summe für einen Kreis im gesamten Regierungsbezirk Arnsberg und sogar ein geringerer Auszahlungsbetrag als in der Stadt Siegen.
17,1 Millionen Euro nahm dabei das Gastgewerbe in Anspruch. Dahinter folgt mit 3,8 Millionen der Bereich „Kunst, Unterhaltung und Erholung“ sowie mit 3,7 Millionen „Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kfz“.
Über 50 Prozent gingen in „OE“ somit ins Gastgewerbe.

Autor:

Julian Kaiser aus Siegen

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