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Kreis Olpe ist bereits betroffen
Ab sofort strengere Corona-Vorgaben

Für Kreise und Städte mit vielen Neuinfektionen in NRW gelten nun einheitliche Corona-Regeln. Der Kreis Olpe ist bereits betroffen.
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  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

juka Siegen/Olpe. Die einheitlichen Regeln für Kreise und Städte mit vielen Neuinfektionen in Nordrhein-Westfalen, die Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am Sonntag angekündigt hat, treten ab sofort in Kraft. Generell dürfen bei Familienfeiern oder Hochzeiten außerhalb der eigenen vier Wände so nur noch 50 Gäste anwesend sein. Strengere und einheitliche Vorgaben gibt es nun zudem insbesondere für Regionen, in denen die Neuinfektions-Kennzahl über 35 oder sogar 50 steigt. Zum Beispiel besteht in diesem Fall auch am Sitz- und Stehplatz bei Veranstaltungen wie Konzerten oder Sportevents die Maskenpflicht. Wird die 50er-Marke überschritten, sollen die Kommunen auch Sperrstunden verhängen.

juka Siegen/Olpe. Die einheitlichen Regeln für Kreise und Städte mit vielen Neuinfektionen in Nordrhein-Westfalen, die Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am Sonntag angekündigt hat, treten ab sofort in Kraft. Generell dürfen bei Familienfeiern oder Hochzeiten außerhalb der eigenen vier Wände so nur noch 50 Gäste anwesend sein. Strengere und einheitliche Vorgaben gibt es nun zudem insbesondere für Regionen, in denen die Neuinfektions-Kennzahl über 35 oder sogar 50 steigt. Zum Beispiel besteht in diesem Fall auch am Sitz- und Stehplatz bei Veranstaltungen wie Konzerten oder Sportevents die Maskenpflicht. Wird die 50er-Marke überschritten, sollen die Kommunen auch Sperrstunden verhängen. Am Freitag will Laschet die Regeln bei einem Gipfel mit allen Oberbürgermeistern und Landräten besprechen.

Im Kreis Olpe ist man seit gestern erstmals in einem Bereich oberhalb der 35er-Marke angekommen (siehe Grafik links). „Ich appelliere an alle, insbesondere auch an Veranstalter und Sportvereine, die Regelungen einzuhalten, um eine weitere Ausbreitung des Virus möglichst einzudämmen“, erklärte Olpes Landrat Frank Beckehoff. Er befürchtet jedoch, dass man bei einem unveränderten Infektionsgeschehen in den kommenden Tagen auch den zweiten Schwellenwert von 50 erreichen wird. „Dann sind wir gehalten, weitere Einschränkungen anzuordnen“, so Beckehoff.

In Siegen-Wittgenstein sank die Sieben-Tage-Inzidenz gestern dagegen nochmal ein wenig, bleibt aber gefährlich nahe an der 35er-Marke. „Sobald dieser Wert überschritten wird, wird die städtische Ordnungsbehörde gemäß des Erlasses des Landes NRW tätig“, heißt es von der Stadt Siegen. Zu den neuen Maßnahmen erklärte Bürgermeister Steffen Mues: „Alle Alle Schutzmaßnahmen, die helfen, das Virus einzudämmen, sind unbedingt sinnvoll. Unabdingbar ist immer wieder zu erklären, warum die Schutzmaßnahmen notwendig sind und warum wir in dieser Jahrhundert-Pandemie nicht müde werden dürfen, diese einzuhalten.“ Das Wichtigste in der Eindämmung des Virus bleibe die Selbstdisziplin beim Tragen der Maske, dem Einhalten der Abstände und das Beachten der Hygieneregeln. „Darin sollten keiner von uns nachlässig werden. Unser wichtigstes Ziel ist es, möglichst schnell alle erforderlichen Vorkehrungen zu treffen, damit sich so wenige Menschen wie möglich neu infizieren und um einen allgemeinen Lockdown wie im Frühjahr zu verhindern“, so der Bürgermeister.

Die Corona-Vorgaben im Überblick 

Veranstaltungen: Ab 35 Neuinfizierten pro 100 000 Einwohnern binnen sieben Tagen, wie es nun im Kreis Olpe der Fall ist, werden Veranstaltungen und Versammlungen mit mehr als 1000 Personen verboten. Steigt der Wert über 50, sind nur 500 Personen im Außenbereich und 250 Personen in geschlossenen Räumen erlaubt. Ausnahmen sind Demos unter Corona-Bedingungen und Parteitage, die gesetzlich stattfinden müssen.

Feiern: Grundsätzlich sind außerhalb der eigenen Wohnung nur 50 Gäste erlaubt. Steigt die Neuinfektionszahl über 50, sind nur noch 25 Feiernde erlaubt.

Stammtisch: Bislang durften sich in der Öffentlichkeit bis zu zehn Personen aus verschiedenen Haushalten treffen. In 50er-Regionen wird diese Zahl durch den Erlass auf fünf Personen begrenzt.

Stadion: Bisher durfte man zum Beispiel bei einem Konzert oder einem Fußballspiel unter Corona-Bedingungen am Platz die Maske abnehmen. Das ist ab einer Kennzahl von 35 vorbei, die Maskenpflicht bleibt während des gesamten Aufenthalts bestehen.

Sperrstunde: Ab der Kennzahl 50 erfolgt die Festlegung reduzierter Öffnungszeiten gastronomischer Einrichtungen und damit verbunden zeitliche Verkaufsverbote für alkoholische Getränke. In Düsseldorf ist in der Altstadt so bereits um 1 Uhr Ende.

Beherbergungsverbot: Das umstrittene Beherbergungsverbot wird in NRW dagegen nicht umgesetzt. Das kündigte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann an. Solche Verbote machten seines Wissens nach „keinen Sinn, weil sie nicht dazu beitragen, die Ansteckungsketten zu verlangsamen“. Weiter betonte Laumann: „Wir müssen aufpassen, dass wir für das, was wir machen, die Akzeptanz behalten.“ Auch in Rheinland-Pfalz ist das Beherbergungsverbot auf Eis gelegt worden.

Autor:

Julian Kaiser (Volontär) aus Siegen

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