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NRW hilft Unternehmen auf die Beine
Abellio beklagt unvorhersehbare Kosten

Das Bahnunternehmen Abellio scheint um die Insolvenz herumzukommen.

sp/sz Siegen/Düsseldorf/Berlin. Das Land NRW ist bereit, Zugbetreiber im Regionalverkehr finanziell zu unterstützen – mit rechtlichen Grenzen. „Abellio begrüßt die Ankündigung des NRW-Verkehrsministers gegenüber dem Verkehrsausschuss des Landtages, die Bahnunternehmen im Land bei den nicht von ihnen zu verantwortenden externen Kosten zu unterstützen“, teilt das Bahnunternehmen auf Nachfrage der SZ mit.

„Nach anderthalb Jahren intensiver Verhandlungen liegen alle wirtschaftlichen Fakten dazu von Abellio, teilweise durch unabhängige Wirtschaftsprüfer testiert, vor“, heißt es weiter. Das Unternehmen hebt hervor, dass sogar konkrete Vorschläge für eine rechtliche Umsetzung gemacht worden seien.

sp/sz Siegen/Düsseldorf/Berlin. Das Land NRW ist bereit, Zugbetreiber im Regionalverkehr finanziell zu unterstützen – mit rechtlichen Grenzen. „Abellio begrüßt die Ankündigung des NRW-Verkehrsministers gegenüber dem Verkehrsausschuss des Landtages, die Bahnunternehmen im Land bei den nicht von ihnen zu verantwortenden externen Kosten zu unterstützen“, teilt das Bahnunternehmen auf Nachfrage der SZ mit.

„Nach anderthalb Jahren intensiver Verhandlungen liegen alle wirtschaftlichen Fakten dazu von Abellio, teilweise durch unabhängige Wirtschaftsprüfer testiert, vor“, heißt es weiter. Das Unternehmen hebt hervor, dass sogar konkrete Vorschläge für eine rechtliche Umsetzung gemacht worden seien. „Einer verbindlichen Rückmeldung der Aufgabenträger für eine zeitnahe Kompensation der externen Kostenfaktoren blicken wir daher erwartungsvoll entgegen.“

Unvorhersehbare Kostensteigerungen

Das Eisenbahnverkehrsunternehmen hatte in jüngster Vergangenheit deutlich gemacht, dass Abellio unter „massiven extern verursachten Kostenentwicklungen“ leide, die bislang nicht ausreichend von den einzelnen Verkehrsverträgen gedeckt seien. Die Kostensteigerungen seien weder bei Angebotsabgabe bzw. Unterzeichnung der einzelnen Verkehrsverträge vorhersehbar gewesen – für keine der Vertragsparteien.

Das Unternehmen nennt die erheblichen Baustellenfolgekosten aufgrund der zahlreichen Baumaßnahmen an der Schieneninfrastruktur (z. B. zusätzliche Kosten für Schienenersatzverkehre sowie Personalmehraufwand) und die hohen Strafzahlungen aufgrund nicht erzielter Pünktlichkeitswerte bzw. Zugausfälle. Alles Umstände, die von den Eisenbahnverkehrsunternehmen nicht beeinflusst werden könnten. Außerdem gebe es gestiegene Personalkosten als Ergebnis neuer Tarifvereinbarungen und erhöhte Rekrutierungs- und Ausbildungskosten als Folge des Bedarfs an zusätzlichem Zugpersonal.

Corona trägt keine Schuld

Um verlässliche Mechanismen zur Kompensation der unvorhersehbaren Kostenentwicklungen zu Lasten der Eisenbahnverkehrsunternehmen zu vereinbaren, habe Abellio frühzeitig Gespräche mit den regionalen Aufgabenträgern aufgenommen. Bereits seit anderthalb Jahren befinde sich das Unternehmen in intensiven, vertrauensvollen Verhandlungen, die zum Abschluss geführt werden sollen, heißt es weiter.

Die Corona-Pandemie spielt für Abellio keine direkte Rolle, obwohl die Züge NRW-weit zu etwa 60 bis 70 Prozent ausgelastet sind und die Auslastung auf nur noch 30 bis 40 Prozent gesunken ist.

Autor:

Sarah Panthel (Redakteurin) aus Siegen

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