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Aufteilung je nach Impfstatus denkbar
Abendmahl für Auserwählte

Die Debatte um eine Bevorteilung von Geimpften und Genesenen stellt auch christliche Gemeinden vor (neue) Entscheidungen: Sollte eine (privilegierte) Personengruppe künftig wieder an Präsenzgottesdiensten teilnehmen, gemeinsam beten und singen dürfen?
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ap Siegen/Trupbach. Die Debatte um eine Bevorteilung von Geimpften und Genesenen stellt auch christliche Gemeinden vor (neue) Entscheidungen: Sollte eine (privilegierte) Personengruppe künftig wieder an Präsenzgottesdiensten teilnehmen, gemeinsam beten und singen dürfen?

Peter-Thomas Stuberg, Superintendent des ev. Kirchenkreises Siegen, und Dr. Christian Schwark, Pfarrer der Trupbacher Auferstehungskirche, haben bei diesem Thema jedenfalls gemischte Gefühle – gleichwohl die Kirchengemeinde Trupbach-Seelbach nach SZ-Recherche bislang die einzige in der Region ist, die eine Aufteilung der Gläubigen zumindest in Erwägung zieht. Konkret: Für 30 Geimpfte und Genesene gibt es den Gottesdienst in der Kirche, alle anderen müssen die Gebete von draußen verfolgen.

ap Siegen/Trupbach. Die Debatte um eine Bevorteilung von Geimpften und Genesenen stellt auch christliche Gemeinden vor (neue) Entscheidungen: Sollte eine (privilegierte) Personengruppe künftig wieder an Präsenzgottesdiensten teilnehmen, gemeinsam beten und singen dürfen?

Peter-Thomas Stuberg, Superintendent des ev. Kirchenkreises Siegen, und Dr. Christian Schwark, Pfarrer der Trupbacher Auferstehungskirche, haben bei diesem Thema jedenfalls gemischte Gefühle – gleichwohl die Kirchengemeinde Trupbach-Seelbach nach SZ-Recherche bislang die einzige in der Region ist, die eine Aufteilung der Gläubigen zumindest in Erwägung zieht. Konkret: Für 30 Geimpfte und Genesene gibt es den Gottesdienst in der Kirche, alle anderen müssen die Gebete von draußen verfolgen.

Die Not wird immer größer

„Was wir damit nicht erzielen wollen, ist eine Zwei-Klassen-Gesellschaft“, betont Finanzkirchmeister Steffen Knappmann. Es gehe vielmehr darum, (politische) Spielräume zu nutzen und Lösungen anzubieten. „Wir richten uns nach politischen Vorgaben und nutzen jede Möglichkeit, jeden Strohhalm. Gerade in der jetzigen Zeit wird die Not immer größer und die Gläubigen suchen Halt“, erklärt Knappmann die Beweggründe.

Ob unter gewissen Umständen bald wieder Gottesdienste in der Auferstehungskirche stattfinden werden, wird sich zeigen. Ein Konzept wurde laut Dr. Christian Schwark, Pfarrer der Trupbacher Auferstehungskirche, jedenfalls eingereicht.
  • Ob unter gewissen Umständen bald wieder Gottesdienste in der Auferstehungskirche stattfinden werden, wird sich zeigen. Ein Konzept wurde laut Dr. Christian Schwark, Pfarrer der Trupbacher Auferstehungskirche, jedenfalls eingereicht.
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Wichtig sei dabei, dass nicht nur Geimpfte und Genesene zur Andacht kommen dürfen. Die zusätzliche Übertragung mit Bild und Ton im Außenbereich ermögliche es weiterhin allen Gläubigen, an den Gottesdiensten teilzuhaben, betont Schwark.

Prinzipiell voraussetzungslos zum Beten versammeln

Denn prinzipiell solle man sich „voraussetzungslos“ zum gemeinsamen Beten versammeln können, bestimmte Gruppen sollten nicht je nach Gesundheits- oder Impfstatus bevorzugt beziehungsweise benachteiligt werden. „Ein Gottesdienst sollte inklusiv und nicht exklusiv sein“, verdeutlicht Superintendent Stuberg. „Ich persönlich habe bei dem Thema eher Bauchschmerzen.“

"Ein Gottesdienst sollte inklusiv
und nicht exklusiv sein."

Peter-Thomas Stuberg
Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Siegen

Ein Konzept wurde trotzdem schon geschrieben und bei der Gemeinde eingereicht – aber bislang (noch) nicht genehmigt. „Wir befinden uns derzeit noch im Gespräch“, so Schwark.

Die Debatte um eine Bevorteilung von Geimpften und Genesenen stellt auch christliche Gemeinden vor (neue) Entscheidungen: Sollte eine (privilegierte) Personengruppe künftig wieder an Präsenzgottesdiensten teilnehmen, gemeinsam beten und singen dürfen?
Ob unter gewissen Umständen bald wieder Gottesdienste in der Auferstehungskirche stattfinden werden, wird sich zeigen. Ein Konzept wurde laut Dr. Christian Schwark, Pfarrer der Trupbacher Auferstehungskirche, jedenfalls eingereicht.
Autor:

Alexandra Pfeifer

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