Siegen-Wittgenstein rüstet sich für Coronavirus
Ablaufpläne für Rettungsdienst und Krankenhäuser liegen vor

Eine Ansteckung mit dem neuartigen Coronavirus sei derzeit nur bei einem Aufenthalt in China oder bei engem Kontakt zu einer erkrankten Person möglich, so das Kreisgesundheitsamt.
  • Eine Ansteckung mit dem neuartigen Coronavirus sei derzeit nur bei einem Aufenthalt in China oder bei engem Kontakt zu einer erkrankten Person möglich, so das Kreisgesundheitsamt.
  • Foto: Gerd Altmann (pixabay)
  • hochgeladen von Christian Hoffmann (Redakteur)

sz Siegen/Bad Berleburg. "Kreisgesundheitsamt, Rettungsdienst und Krankenhäuser in Siegen-Wittgenstein bereiten sich intensiv auf ein mögliches Auftreten des Coronavirus vor. Für diesen Fall bestehen bereits detaillierte Ablaufpläne“, sagt Landrat Andreas Müller in einer aktuellen Pressemitteilung. „Zentrale Anlaufstelle für Patienten mit einem Verdacht auf Infizierung mit dem neuen Grippevirus ist das Kreisklinikum in Weidenau. Mögliche Patienten werden dort aufgenommen und isoliert werden.“  Eine Ansteckung mit dem neuartigen Coronavirus sei derzeit nur bei einem Aufenthalt in China oder bei engem Kontakt zu einer erkrankten Person möglich, so das Kreisgesundheitsamt. Die Inkubationszeit beträgt bis zu 14 Tage. Wer also weder innerhalb der letzten 14 Tage in China gewesen sei, noch einen entsprechenden Kontakt zu einem Erkrankten gehabt habe, könne nach aktuellen Erkenntnissen in Deutschland nicht erkranken.

Akut auftretende Atemwegsbeschwerden seien daher am ehesten auf einen grippalen Infekt oder eine Influenza zurückzuführen. Mit einem Import einzelner Coronavirus-Fälle nach Deutschland müsse trotzdem jederzeit gerechnet werden, wie der bestätigte Fall aus dem Landkreis Starnberg in Bayern zeige. Das Risiko einer weiteren Ausbreitung in Europa sei jedoch eher als gering einzuschätzen.

Um eine Weiterverbreitung in Deutschland zu verhindern, ist es daher wichtig, tatsächliche Fälle früh zu erkennen, sie zu isolieren und Hygienemaßnahmen konsequent einzuhalten. Sollte ein Verdachtsfall in Siegen-Wittgenstein auftreten, bei dem ein Auslandsaufenthalt oder Kontakt zu einem nachweislich Erkrankten vorlag, bestehen für den Rettungsdienst und die Krankenhäuser besagte Ablaufpläne.

Wenn sich der Verdacht auf Infizierung mit dem neuen Coronavirus bestätigt, werden durch das Kreisgesundheitsamt umgehend alle Personen ermittelt, mit denen der oder die Erkrankte engeren Kontakt hatte. Enge Kontaktpersonen müssten sich für 14 Tage selbst beobachten und bei Auftreten von Symptomen wie Husten, Fieber oder Atemnot sofort beim Gesundheitsamt melden. Von dort werden dann weitere Untersuchungen veranlasst.

Für Rückfragen zu diesem Thema steht das Gesundheitsamt des Kreises Siegen-Wittgenstein unter Tel. (0271) 333-2800 zur Verfügung. Außerhalb der Dienstzeiten kann die Leitstelle des Kreises unter dem Notruf 112 kontaktiert werden, die dann wiederum den Kontakt zum Gesundheitsamt herstellen wird.

Autor:

Redaktion Siegen aus Siegen

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