SZ

Apotheken dürfen CovPass schon ausstellen
Ärzte in der Warteschleife

tip Siegen/Wilnsdorf. Während in den Apotheken nach einem holprigen Start (die SZ berichtete) bereits digitale Impfzertifikate in Form von QR-Codes für den „CovPass“ ausgestellt werden, hängen Ärzte noch in der Warteschleife. Und das wohl noch mindestens zwei Wochen. Das führt zu viel Frust.

Wie die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe auf Anfrage der SZ mitteilte, arbeiten verschiedene Hersteller an einem nötigen Update für die Praxisverwaltungssoftware. „Wir gehen davon aus, dass die digitalen Zertifikate erst Mitte Juli weitestgehend flächendeckend ausgestellt werden können. Es ist also noch etwas Geduld gefragt.”
Patienten keine GeduldGeduld, die Patienten in den Praxen oft nicht haben. „Es gibt viel Frust, denn die Nachfrage ist seit Montag sehr hoch”, berichtet Dr.

tip Siegen/Wilnsdorf. Während in den Apotheken nach einem holprigen Start (die SZ berichtete) bereits digitale Impfzertifikate in Form von QR-Codes für den „CovPass“ ausgestellt werden, hängen Ärzte noch in der Warteschleife. Und das wohl noch mindestens zwei Wochen. Das führt zu viel Frust.

Wie die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe auf Anfrage der SZ mitteilte, arbeiten verschiedene Hersteller an einem nötigen Update für die Praxisverwaltungssoftware. „Wir gehen davon aus, dass die digitalen Zertifikate erst Mitte Juli weitestgehend flächendeckend ausgestellt werden können. Es ist also noch etwas Geduld gefragt.”

Patienten keine Geduld

Geduld, die Patienten in den Praxen oft nicht haben. „Es gibt viel Frust, denn die Nachfrage ist seit Montag sehr hoch”, berichtet Dr. Rojin James. Der Wilnsdorfer Arzt der Gemeinschaftspraxis Kermani & James hat sich selbst bei seinem Softwareanbieter schlau gemacht. „Dort hieß es, dass es frühestens in der nächsten Woche, eher aber Ende Juni oder Anfang Juli zu einem Update kommen könnte.”

Die Patienten könnten das oft nicht nachvollziehen. Die Praxen seien ohnehin schon durch einen „unglaublich hohen Verwaltungsaufwand der Impfthematik überlastet”, so dass Patienten oft lange in den Telefon-Warteschlangen hängen. „Und dann, müssen wir ihnen mitteilen, dass wir aktuell gar keine digitalen Zertifikate ausstellen können”, so James.

Gesundheitsministerium kommt für Kosten der digitalen Zertifikate auf

Eigentlich sollte es dem Bundesgesundheitsministerium übrigens wichtig sein, dass die Ärzte möglichst schnell der steigenden Nachfrage der Patienten nachkommen können. Denn das Ministerium von Jens Spahn kommt für die Kosten der Erstellung der digitalen Zertifikate auf. Apotheker können laut Corona-Impfverordnung pauschal je 18 Euro pro Zertifikat abrechnen. Ärzte, die die gleichen Zertifikate computergestützt für ihre Patienten ausstellen, nur je 2 Euro. Anders formuliert: Jeder Patient, der statt bei seinem Hausarzt versorgt zu werden, in die Apotheke geht, kostet den Steuerzahler 16 Euro mehr - für den einfachen Ausdruck eines QR-Codes.

Autor:

Tim Plachner

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