Alarmsystem von EEW geprüft

 Eine größere Übung mit Kameraden aus den Feuerwehreinheiten aus Erndtebrück und Birkelbach, dem Messtrupp aus Aue-Wingeshausen sowie den DRK-Rettungssanitätern fand am Freitagabend beim Eisenwerk statt. Foto: Björn Weyand
  • Eine größere Übung mit Kameraden aus den Feuerwehreinheiten aus Erndtebrück und Birkelbach, dem Messtrupp aus Aue-Wingeshausen sowie den DRK-Rettungssanitätern fand am Freitagabend beim Eisenwerk statt. Foto: Björn Weyand
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bw - Ein Spezialbehälter ist beschädigt, eine Säure läuft aus und verteilt sich auf dem Boden der Fabrikhalle des Erndtebrücker Eisenwerks (EEW). Rasch wird die Brandmeldeanlage ausgelöst, die Feuerwehr wird gebraucht. Klingt durchaus bekannt, denn einen ganz ähnlichen Ernstfall gab es ja erst vor wenigen Wochen bei der Firma WKW in Banfe. Dass das Szenario der Großübung auf dem Gelände von EEW eine durchaus frappierende Ähnlichkeit mit dem realen Einsatz im April hatte, wusste Heino Taube, der selbst Feuerwehrmann des Löschzugs Aue-Wingeshausen und gleichzeitig Mitarbeiter der Eisenwerke ist, natürlich. Er habe das Szenario mit ABC-Lage ja schon vor dem Unfall in dem Banfer Unternehmen auf dem Papier gehabt.

Diesmal war es aber die Übung, die eigentlich schon in Banfe jeder Außenstehende vermutet hatte. Infolge einer Verpuffung kam es, so stellte sich die Situation den Einsatzkräften dar, zu zwei kleineren Bränden in der Fertigung. Nach der Räumung des Betriebs wurden noch zwei Mitarbeiter vermisst. Hinzu kam noch der Unfall beim Transport eines Gefahrgutcontainers, der dadurch aufgerissen wurde. Die Fluorsäure trat aus, dazu hatte sich auch noch der Kranführer verletzt. Die Übung habe zwei Ziele, betonte Heino Taube. Einerseits sei für die Feuerwehr wichtig, Ortskenntnisse zu bekommen. Das könne nur über Übungen funktionieren. Andererseits sei es für EEW jedoch auch wichtig zu sehen, ob die eigene Belegschaft für den Ernstfall gut gerüstet ist. „Wir wollen das eigene System damit überprüfen“, verriet Taube.

Für den Ernstfall gibt es bei EEW, das ein zertifizierter Betrieb für Arbeits- und Umweltschutz ist, klar geregelte Alarmpläne. Insgesamt gehören der Belegschaft zwei Dutzend Brandschutzhelfer an, dazu noch mehr als 80 ausgebildete Ersthelfer. Am Freitagabend gingen Einsatzkräfte des Löschzugs Erndtebrück und der Löschgruppe Birkelbach Hand in Hand mit den Brandschutz- und Ersthelfern vor – so soll es auch im Ernstfall sein. Dass ein Feuerwehrfahrzeug unterwegs „liegen blieb“, war im Falle der Übung auch noch zu verschmerzen. Und eines stellte Heino Taube klar: Sollte solch ein Szenario tatsächlich passieren, würden deutlich mehr Einsatzkräfte zum Eisenwerk ausrücken.

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