Alexander K. muss 39 Monate hinter Gitter

Alexander K. muss 39 Monate hinter Gitter. Foto: kalle

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kalle - Ein Blutbad konnte an jenem
25. April 2012 verhindert werden. Alexander K., den die Polizei an
seinem Arbeitsplatz in Eiserfeld befragen wollte, bedrohte die
Beamten und flüchtete. Der schwer Bewaffnete verschanzte sich
anschließend in seiner Wohnung an der Charlottenstraße und schoss
mit Waffen in die Luft. In den frühen Abendstunden konnten die
Beamten den Mann zur Aufgabe überreden. Das Siegener Schöffengericht
unter Vorsitz von Richter Uwe Stark schickte den 28-Jährigen am Freitag für
drei Jahre und drei Monate in Haft. Oberstaatsanwalt Manfred Lischek
hatte in seinem Plädoyer drei Jahre und neun Monate gefordert. Die
Vorwürfe: Verstoß gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz, das
Waffengesetz, das Sprengstoffgesetz sowie schwerer Widerstand gegen
Vollstreckungsbeamte.  

"Außer einem finalen Kopfschuss hatten wir keine Möglichkeit"

Der an der ursprünglichen
Befragungsaktion beteiligte Oberkommissar ordnete die Situation in Eiserfeld ein: "Außer einem finalen Kopfschuss hatten wir
keine Möglichkeit." Richter Stark wollte von dem Angeklagten
wissen, wie er an Waffen, Munition, Handgrante und Schwarzpulver
gekommen sei. Das alles habe man bei Militariabörsen kaufen können,
erwiderte der Angeklagte kurz. Schon seit der Bundeswehrzeit, so der
28-jährige Mann weiter, habe er sich intensiv für Waffen
interessiert. Sein Verteidiger, Rechtsanwalt Thorsten Thiem,
bezeichnete seinen Mandaten dann auch als Waffennarr. Die Tat
bezeichnete er als sinnlos und ohne Verstand. Er wünschte sich eine
mildere Strafe als die von Manfred Lischek geforderte. Durch diese
Tat sei das Leben seines Mandanten eh verpfuscht. Neben der
Gefängnisstrafe kämen auch die horrenden Kosten des
Polizeieinsatzes auf Alexander K. zu.

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Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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