Alle wollen dritten Stern

mir Siegen. „Siegen – Zu neuen Ufern“, das Großprojekt ist jetzt in zwei Bereichen einen Schritt weiter. Einstimmig nahm der Hauptausschuss das dazu nötige „Integrierte Handlungskonzept Innenstadt“ zur Kenntnis, die Fachausschüsse haben jetzt das Wort. Im Oktober soll der Rat entscheiden, damit im November/Dezember der erhoffte dritte Regionale-Stern genehmigt wird. Nicht so glatt ging die Planungsgrundlage für die Zuschussanträge durch, es gab eine Gegenstimme aus den Reihen der CDU.

Das Handlungskonzept an sich bekam ausgeprägtes Lob von allen Seiten. Von der Pulsader der Stadt war die Rede, alle betroffenen Menschen sollten mitgenommen werden, die vielen Details auch zu den angrenzenden Quartieren seien gut und wichtig. Kritik gab es von den Grünen zu den „Sichtachsen“; sie vermuteten dahinter Baumfällungen. Genau das aber schlossen die Planer ausdrücklich aus. Noch ein grüner Kritikpunkt: die Sanierung des Bahnhofs. Das Bauwerk sollte erhalten bleiben inmitten der „gesichtslosen Gebäude“. Die Linken befürchteten gar ein „Stuttgart 21“ in Kleinformat. Bürgermeister Steffen Mues hielt dagegen, Transparenz für die Bürger biete das Forum Innenstadt am 21. September.

Etliche Details lieferten die Architekten bei Teil 2, der Planungsgrundlage für die Zuschüsse: So soll die alte Siegplatte abschnittsweise mit dem Kran entfernt weden. Grund: billiger. Von einer Niedrigwasserrinne war die Rede, von Stufen, die bis ans Wasser heranführen, von einer Promenade am Wasser ohne Autoverkehr. Attraktiv gestaltet werden soll auch die neu zu pflasternde Bahnhofstraße. Als Belag für die Kölner Straße stellt man sich ein historisches Material vor, aber eben keinen Waschbeton.

Bei den Kosten hakte es. 14,5 Mill. Euro sind im August berechnet worden, die Schätzung vom Mai belief sich auf 13,5 Mill.Euro. Und die die Ur-Kalkulation ging von 11,4 Mill. Euro aus. Letztgenannte Summe bleibt weiter das erklärte Ziel. Planer und Bürgermeister waren sich gestern einig, die Steigerung könne zu großen Teilen eingefangen werden. Wie? Durch kostengünstigere Straßenbeläge. Waschbeton wurde nicht genannt.

Beim Thema Geld meldete sich Werner Schulte (CDU) zu Wort. Eine sichere Finanzierung stehe in weiter Ferne: „Ich hätte erwartet, dass der Kämmerer warnend den Finger hebt.“ Der Angesprochene, Beigeordneter Reinhold Baumeister, wies denn auch explizit auf den Kostenrahmen von 11,2 Mill. Euro hin. Kritik erntete Schulte vom Bürgermeister. Einen Controller einzusetzen, das sei rausgeworfenes Geld. Die 200 000 Euro könne sich die Stadt sparen. Kontrollierende Funktion soll eine Projektgruppe übernehmen. Deren Kompetenzen müssen noch genau definiert werden. Weil: Nicht wiederholen soll sich ein Missgeschick wie beim Apollo-Theater. Mues: „Die Bühnenzüge fielen weg und mussten später für viel Geld nachgerüstet werden.“

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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