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Mildes Wetter bringt erste Probleme
Allergiker aufgepasst: Diese Pollen fliegen bereits jetzt

Taschentücher rausgeholt, die Pollen sind unterwegs. Eine Empfehlung: Straßenkleidung aus den Schlafräumen verbannen.
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  • Taschentücher rausgeholt, die Pollen sind unterwegs. Eine Empfehlung: Straßenkleidung aus den Schlafräumen verbannen.
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ap Siegen. Warme Temperaturen lassen die Natur aufblühen und wecken erste Frühlingsgefühle – bedeuten aber gleichermaßen den Beginn der diesjährigen Pollensaison. Allergiker klagen bereits über juckende Augen, eine verstopfte Nase, Husten, Halsschmerzen oder Abgeschlagenheit. „Ausgelöst wird das durch eine Überempfindlichkeit des Immunsystems“, erklärt Chefarzt und Allergologe Dr. Jörg Hinrichs vom Siegener Kreisklinikum. „Der Körper reagiert auf an sich harmlose Pollen mit Abwehr, und die Schleimhäute der oberen Atemwege entzünden sich.“ Betroffen seien davon rund 15 Prozent der Bevölkerung. In einigen Untersuchungen werde der Anteil mit 20 bis 40 Prozent zum Teil sogar noch deutlich höher angegeben.

ap Siegen. Warme Temperaturen lassen die Natur aufblühen und wecken erste Frühlingsgefühle – bedeuten aber gleichermaßen den Beginn der diesjährigen Pollensaison. Allergiker klagen bereits über juckende Augen, eine verstopfte Nase, Husten, Halsschmerzen oder Abgeschlagenheit. „Ausgelöst wird das durch eine Überempfindlichkeit des Immunsystems“, erklärt Chefarzt und Allergologe Dr. Jörg Hinrichs vom Siegener Kreisklinikum. „Der Körper reagiert auf an sich harmlose Pollen mit Abwehr, und die Schleimhäute der oberen Atemwege entzünden sich.“ Betroffen seien davon rund 15 Prozent der Bevölkerung. In einigen Untersuchungen werde der Anteil mit 20 bis 40 Prozent zum Teil sogar noch deutlich höher angegeben.

Erle und Hasel als Frühblüher sorgen bei Allergikern für Probleme

Verantwortlich dafür sind aktuell Erle und Hasel – sogenannte Frühblüher, gegen die besonders häufig (Pollen-)Allergien auftreten. „Im März kommen dann auch Ulme und Weide dazu“, erzählt Garten- und Landschaftsarchitektin Beate Flender-Dietewich. Auch Hainbuche, Birke, Weide, Pappel oder Esche könnten im Frühjahr bei Allergikern zu Problemen führen. Ab April blühten dann noch zusätzlich Kräuter und Gräser wie Ampfer, Löwenzahn oder Spitzwegerich.
„Pollen brauchen eine gewisse Temperatur“, erklärt Flender-Dietewich. Schon im Dezember oder Januar könnte ein gewisser Anteil an Pollen in der Luft sein, wenn die Temperaturen über der 5-Grad-Marke liegen. „Bei einem Kälteeinbruch kann sich die jeweilige Pollenkonzentration aber auch noch einmal absenken.“

Pollenflug-Gefahrenindex bringt Aufklärung

Da diese aufgrund regional unterschiedlicher Pflanzenentwicklung und Wetterlage variieren kann, empfiehlt der Deutsche Wetterdienst (DWD) allen Allergikern, regelmäßig einen Blick auf den Pollenflug-Gefahrenindex zu werfen. Dieser gibt Auskunft darüber, wie hoch die in der Luft zu erwartenden Pollenkonzentrationen sind.

Die Karte zeigt die Belastungsintensität mit Haselpollen, die sich von Tag zu Tag ändert. Unsere Region ist derzeit noch „mittel“ betroffen.
  • Die Karte zeigt die Belastungsintensität mit Haselpollen, die sich von Tag zu Tag ändert. Unsere Region ist derzeit noch „mittel“ betroffen.
  • Foto: dwd.de (Screenshot)
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Als Maßnahmen, um möglichen Beschwerden vorzubeugen und ein böses Erwachen am Morgen zu verhindern, empfiehlt Hinrichs: Straßenkleidung aus den Schlafräumen verbannen, Bettwäsche regelmäßig waschen und nicht im Freien trocknen, Haare vor dem Schlafengehen waschen und die Fenster bei starkem Pollenflug geschlossen halten. Spezielle Pollenschutzgitter und Raumluftfilter könnten unterstützend wirken.
Um die Symptome zu mildern, könnten Antihistaminika, Nasensprays und Augentropfen angewendet werden. Durch eine Hyposensibilisierung oder Immuntherapie könnten die Beschwerden gemildert – und teilweise sogar komplett ausgelöscht – werden. Als Hausmittel und begleitende Therapie rät der Siegener Mediziner zu regelmäßigen Nasenspülungen mit einer Kochsalzlösung.
Bei allergischen Reaktionen sollte zudem für eine genaue Diagnosestellung ein Arzt aufgesucht werden. „Erst wenn geklärt ist, ob tatsächlich eine Allergie vorliegt und wodurch sie ausgelöst wird, ist eine effektive Behandlung möglich“, betont der Allergologe.

Wetter als Krankheitsfaktor Wetterverhältnisse können positiven oder negativen Einfluss auf unser Wohlbefinden haben. Insbesondere Wetterwechsel machen manchen Menschen schwer zu schaffen, wie Dr. Constanze Schwade vom Ambulanten MVZ in Eiserfeld erklärt. Vielen gehe es bei den wärmeren (Frühlings-)Temperaturen besser als in den kühlen Monaten. „Kälte ist für Menschen mit Gelenkbeschwerden meistens eher schlecht“, erklärt die Medizinerin. Und auch ein Wetterumschwung verursache bei Arthrose-Patienten häufig (Gelenk-) Schmerzen. „Es ist aber auch so, dass wir jetzt schon die ersten Patienten mit allergischem Asthma wegen des Pollenflugs hatten“, schildert Schwade.
Taschentücher rausgeholt, die Pollen sind unterwegs. Eine Empfehlung: Straßenkleidung aus den Schlafräumen verbannen.
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Autor:

Alexandra Pfeifer

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