»Alles dreht sich um...«

Ute Mohme zeigt neue Arbeiten in Art Galerie

gmz Siegen. »Alles dreht sich um...«: Unter diesem Titel stellt Ute Mohme bis 6. Juni in der Siegener Art Galerie – Kunstmarkt für Siegen – aktuelle Arbeiten aus: Collage, Assemblage, Fotoübermalung und Installation. Vieles dreht sich in den Arbeiten der Apothekerin – im »anderen« Leben – um Schrift, Schriftbild und Schriften. Ihr Interesse an Schrift hat einen ganz offensichtlichen Ursprung: Jahrzehntelang hat sie in ihrem Beruf unleserliche Rezepte entziffern müssen, und als die Rezepte dann schön leserlich als Computerausdruck abgeliefert wurden, machte sie sich daran, kryptisch zu schreiben.

Schrift überzieht die Arbeiten, »Frieden« steht da in den verschiedensten Sprachen mit den dazugehörigen Schriften, »Guten Tag«, oder ein Bibelvers oder auch eine banale Gebrauchsanleitung. Diese Beispiele für Alltags- und Lebens-Kommunikation hat Ute Mohme meist in kreisrunde Form gepackt, denn die geometrischen Grundformen Kreis, Quadrat und Dreieck bilden in ihrem Werk den formalen Gegenpart zur formal-inhaltlichen Gestaltung der Fläche durch Schrift (und Farbe, meist die Grundfarben rot, gelb, blau). Die Spannung zwischen der unregelmäßig-individuellen (Hand-) Schrift oder den wechselnden Schrifttypen und der streng festgelegten Form belebt die Arbeiten, die Spannung zwischen dem individuellen und dem universellen Mittel der Übermittlung von Nachrichten, von Botschaft.

Die Bedeutung dieses Kommunikationsaspektes wird zusätzlich unterstrichen durch die Tatsache, dass Ute Mohme meistens Fundstücke zur Grundlage ihrer Arbeiten macht, also jene Dinge, die anderen »nichts mehr sagen«, die aber, wenn man genau hinsieht, viel sagen können. Insofern passt sowohl Ute Mohmes Einbeziehung des Betrachters in den Kommunikationsprozess zur Konzeption ihrer Arbeiten – sie fordert die Besucher auf, auf kleinen Bällen den Satz zu vervollständigen »wie wäre die Welt, wenn« – als auch die Aufforderung, die Günter Thibaut in seiner Einführung formulierte: Man solle da »sehen, wo es nichts zu sehen gibt«. Das »nichts« erweist sich dann oft als vielversprechend.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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