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Herrengarten-Projekt: Politik steht zu Abriss und neuem Park an der Siegufer-Stufenanlage
Alles wartet auf das Geld

Direkt neben der gar nicht mehr so neuen Siegufer-Stufenanlage soll ein weiteres „Ventil” geschaffen werden, „um abseits der hochfrequentierten Einkaufszonen einen für jedermann zugänglichen Ort der Ruhe und Erholung zu schaffen”. So formulieren die Stadtplaner das Ziel des Vorhabens. Foto: kalle
  • Direkt neben der gar nicht mehr so neuen Siegufer-Stufenanlage soll ein weiteres „Ventil” geschaffen werden, „um abseits der hochfrequentierten Einkaufszonen einen für jedermann zugänglichen Ort der Ruhe und Erholung zu schaffen”. So formulieren die Stadtplaner das Ziel des Vorhabens. Foto: kalle
  • hochgeladen von Christian Hoffmann (Redakteur)

ch Siegen. Nach dem Grundsatzbeschluss, nun der Durchführungsbeschluss: Die Politik hat nochmals den Abriss des Herrengarten-Komplexes und das Anlegen eines kleinen Parks mitten in der Stadt an Siegens neuen Ufern beschlossen. Der Wirtschaftsförderungsausschuss der Krönchenstadt und der Bezirksausschuss Siegen-Mitte votierten in einer gemeinsamen Sitzung am Donnerstagabend für das Vorhaben, mehrheitlich. Tags zuvor hatte der Haupt- und Finanzausschuss ebenfalls den Daumen gehoben. Damit lieferten die Kommunalpolitiker die noch ausstehende wie notwendige „Willensbekundung” seitens der Stadt Siegen, damit bereits beantragte und noch erwartete Städtebaumittel fließen können.

ch Siegen. Nach dem Grundsatzbeschluss, nun der Durchführungsbeschluss: Die Politik hat nochmals den Abriss des Herrengarten-Komplexes und das Anlegen eines kleinen Parks mitten in der Stadt an Siegens neuen Ufern beschlossen. Der Wirtschaftsförderungsausschuss der Krönchenstadt und der Bezirksausschuss Siegen-Mitte votierten in einer gemeinsamen Sitzung am Donnerstagabend für das Vorhaben, mehrheitlich. Tags zuvor hatte der Haupt- und Finanzausschuss ebenfalls den Daumen gehoben. Damit lieferten die Kommunalpolitiker die noch ausstehende wie notwendige „Willensbekundung” seitens der Stadt Siegen, damit bereits beantragte und noch erwartete Städtebaumittel fließen können.

Diese Mittel wiederum sind Voraussetzung dafür, dass die Pläne und Arbeiten an der Grünfläche in der City weiter verfolgt werden. Kein Wunder, es geht um richtig viel Geld. Die Vorbereitung des 3,2 Mill. bis 3,5 Mill. Euro teuren Abbruchs des Gebäude aus den 70er-Jahren inklusive der Vergabe von Gutachten sowie das Verhandlungsverfahren und die weitere Planung zur Neugestaltung werden daher erst nach Vorliegen des von der Bezirksregierung in Arnsberg ausgestellten Bewilligungsbescheides anlaufen. Das wird voraussichtlich im kommenden Frühjahr sein, schätzt das Rathaus, Stand Donnerstagabend.

Neugestaltung der Freifläche im Jahr 2022

Im Jahr 2021 sind dann der Abbruch sowie die Ausschreibung der Neugestaltung geplant. Die Neugestaltung der Freifläche ist für das Jahr 2022 vorgesehen, sie schlägt noch einmal mit knapp 3,7 Mill. Euro zu Buche. Macht knapp 7,8 Mill. Euro in der Summe. 80 Prozent der Gesamtkosten, die einzig die Fraktionslose Brigitte Eger-Kahleis als „viel zu hoch“ kritisierte, werden vom Land getragen, 1,56 Mill. Euro müssen der Stadtkasse entnommen werden. Der gesamte Gebäudekomplex befindet sich seit Ende 2016 komplett im Eigentum der Stadt, auch der sogenannte freiraumplanerische Wettbewerb wurde bereits abgeschlossen, nämlich im Oktober 2018 (die SZ berichtete mehrfach).

Die Immobilie steht im übrigen beinahe leer, der letzte Dauermieter zieht Ende des Jahres aus. Nur das Mietverhältnis für den Hörsaal und das „Fab-Lab” der Universität Siegen wurde aufgrund des nun vorliegenden Zeitplans noch bis zum 30. September 2020 verlängert.

Alles auf Anfang

Die Historie des Herrengartens belegt, dass das Areal die überwiegende Zeit als Landschaftsgarten genutzt wurde (seit 1669). Selbst in der Wiederaufbauphase nach dem Zweiten Weltkrieg konnte ein Teilbereich von der Bebauung freigehalten werden und wurde danach als Parkplatz genutzt.
Erst der Bebauungsplan „Nr. 66a Herrengarten“ schuf die Voraussetzungen, das Areal 1977 zu bebauen. Stadtplanerisch gilt der derzeitige Herrengarten-Komplex als „Fremdkörper” mitten in der City.  Sein Abriss bietet die Möglichkeit einer „Stadtreparatur”. Ist das Gebäude weg, gibt es nicht nur eine Grünanlage mehr in der Krönchenstadt, sondern eine zur Sieg hin geöffnete „Multifunktionsfläche”.

Autor:

Christian Hoffmann (Redakteur) aus Siegen

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