Die wichtigsten Fragen und Antworten
Alles zum Piks beim Hausarzt

ap Siegen. Deutschlandweit haben nun auch die Hausärzte begonnen, in ihren Praxen Corona-Schutzimpfungen vorzunehmen. Pünktlich zum Start gibt die SZ die Antworten auf die wichtigsten Fragen. 

Welche Ärzte dürfen impfen?

Da anfangs nur eine begrenzte Liefermenge an Impfstoffen für die Praxen zur Verfügung steht, sollen zunächst nur die Hausärzte impfen. In einem nächsten Schritt sollen auch Vertragsärzte sowie Privatärzte einbezogen werden. Sofern ab Mai genügend Impfstoff bereitgestellt werden kann, ist darüber hinaus eine Einbeziehung von Betriebsärzten in Planung. Demnach sollen Tierärzte und Zahnärzte künftig nicht beim Impfen gegen das Corona-Virus helfen dürfen.

Gibt es genügend Dosen?

Nein. Deshalb haben am Dienstag noch nicht alle Praxen mit den Hausarztimpfungen begonnen. Wenn man die 940 000 Impfdosen pro Woche auf die einzelnen Arztraxen verteilt, bleiben jeder Praxis nur etwa 26 Dosen. Laut Gesundheitsminister Jens Spahn werden im April jedoch 15 Millionen Impfdosen erwartet. Das wären mehr als in den kompletten ersten drei Monaten des Jahres gespritzt wurden.

Wie läuft das Verteilungssystem?
Die Belieferung der Arztpraxen soll über die Apotheken erfolgen, die wiederum über den pharmazeutischen Großhandels beliefert werden. Die Verteilung an die Bundesländer erfolgt unter anderem unter Berücksichtigung des jeweiligen Bevölkerungsanteils.

Welches Vakzin wird verimpft?
In den ersten beiden Aprilwochen liefert Biontech mit Abstand die größten Mengen an Impfstoffdosen. Um unter anderem Zweitimpfungen mit dem AstraZeneca-Impfstoff in den Impfzentren sicherzustellen, werden die in dieser Zeit eher geringen Lieferungen von AstraZeneca daher in den ersten beiden Aprilwochen ausschließlich in die Impfzentren ausgeliefert. Danach soll zunehmend auch der AstraZeneca-Impfstoff in Hausarztpraxen verimpft werden. Für Ende April rechnet das Gesundheitsministerium außerdem damit, dass Hausärzte auch mit dem Impfstoff von Johnson & Johnson impfen können. Durch die hohen Transportanforderungen ist es derzeit jedoch nicht möglich, die Praxen mit dem Vakzin des Herstellers Moderna zu beliefern.

Ändert sich dadurch etwas an der Impfreihenfolge?
Solange der Impfstoff noch knapp ist, bleibt die Priorisierung bestehen. Dadurch sollen vor allem die geschützt werden, denen das Coronavirus besonders schaden kann. Das sind unter anderem ältere Menschen oder Patienten mit chronischen Krankheiten aus Gruppe II.

Wie kommt man an einen Termin?
Die Terminvergabe regeln die Praxen selbst. Somit können Ärzte ihre Patienten gezielt ansprechen und innerhalb der ersten beiden Priorisierungsgruppen selbst entscheiden, wer wann geimpft wird. Viele Hausärzte haben schon jetzt lange Wartelisten und bereits angekündigt, eine extra Sprechstunde für die Impfungen anzubieten.

Zu unserem Haupttext zum Thema geht es hier entlang.

Autor:

Alexandra Pfeifer

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