Altenheim-Investor stockt sogar auf

 Mediko-Chefin Susanne Thon präsentierte gestern den Stand der Dinge. Mit dabei: Volker Kohlberger, Rainer Schmalz, Bürgermeister Dr. Torsten Spillmann und Joachim Debus (v. l.) von der Laaspher Stadtverwaltung. Fotos: Holger Weber   So ähnlich könnte die neue Mediko-Seniorenresidenz im Gennernbach in Bad Laasphe aussehen. Der Betrieb soll im Jahr 2021 an den Start gehen – mit 82 Pflegeplätzen in Einzelzimmern auf insgesamt drei Etagen.
  • Mediko-Chefin Susanne Thon präsentierte gestern den Stand der Dinge. Mit dabei: Volker Kohlberger, Rainer Schmalz, Bürgermeister Dr. Torsten Spillmann und Joachim Debus (v. l.) von der Laaspher Stadtverwaltung. Fotos: Holger Weber So ähnlich könnte die neue Mediko-Seniorenresidenz im Gennernbach in Bad Laasphe aussehen. Der Betrieb soll im Jahr 2021 an den Start gehen – mit 82 Pflegeplätzen in Einzelzimmern auf insgesamt drei Etagen.
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howe - Die Bad Laaspher haben so ihre Erfahrungen mit vollmundigen Versprechen und großen Gesundheitszentren, die dann irgendwann pleite gehen oder wo Handwerker-Rechnungen nicht bezahlt werden. So war denn auch zuletzt der ein oder andere misstrauische Ton zu hören, wann es denn etwas auf dem Gelände der Hauptschule gebe. Genau deshalb, so formulierte es am Donnerstag Bürgermeister Dr. Torsten Spillmann bei einem Ortstermin, habe man jetzt gemeinsam mit dem künftigen Betreiber, der Mediko Pflege- und Gesundheitszentren GmbH aus Winsen an der Aller, das Pressegespräch anberaumt.

Und da präsentierte sich Mediko-Geschäftsführerin Susanne Thon bester Dinge. Die Sauerländerin kennt Bad Laasphe, die Region und ihre Leute. Sie versicherte im Gespräch, dass hier am Standort der ehemaligen Hauptschule – voraussichtlich – in 2021 der Betrieb eines Seniorenzentrums mit 82 Pflegeplätzen startet. Darum seien auch die großen Banner an der Hauptschulfassade installiert worden. Ein wenig Werbung wolle man betreiben, die heimischen Handwerker dürften sich gerne beim Generalunternehmer, der Aureus Residenzbau GmbH aus Marl, melden.

Was Susanne Thon auch vor Ort verriet: Die Suche nach Fachkräften sei die große Herausforderung. „Wir benötigen für alle Branchen Personal“, so Susanne Thon. Das gehe von Fachkräften in der Pflege bis hin zu Verwaltung, Hauswirtschaft, Betreuungsdienst, Ergotherapeuten oder Sozialpädagogen. Warum gut Ding Weile haben will, das erläuterte die Mediko-Geschäftsführerin auch. Seinerzeit habe man sich ja an der Ausschreibung für 60 vollstationäre, zehn junge und zehn Kurzzeitpflegeplätze beteiligt.

Zwischenzeitlich habe man gemeinsam mit dem Kreis Siegen-Wittgenstein innerhalb der Bauplanung „sehr gute Veränderungen vorgenommen.“ Den etwas längeren Trakt habe man nochmal unterteilt. Dafür sei der Kreis der Mediko GmbH entgegengekommen und habe die Genehmigung für zwölf solitäre Kurzzeitpflegeplätze erteilt. Weiterer positiver Nebeneffekt: Durch die Veränderungen hat sich der Baukörper für die Aufenthaltsflächen vergrößert. Somit stehen statt der vom Gesetzgeber geforderten 48 Quadratmeter pro Bewohner nun 53 Quadratmeter und sogar mehr zur Verfügung.

„Wir bieten ein Raumangebot, das das Wohn- und Teilhabegesetz übertrifft“, stellte Susanne Thon fest. Apropos: Nach der erfolgten Abstimmung mit dem Kreis Siegen-Wittgenstein liegen die Unterlagen nun genau wegen dieser gesetzlichen Vorgaben beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe. Und der prüft aktuell nochmal sämtliche Bedingungen durch. Derweil weiß die Mediko GmbH aber jetzt, dass sie ihr Altenheim so umsetzen kann, wie sie sich das vorstellt: 82 Pflegeplätze, davon 60 vollstationäre. Davon sind jeweils 30 im ersten Obergeschoss und 30 im zweiten Obergeschoss untergebracht. Das Staffelgeschoss beherbergt künftig die zwölf solitären Kurzzeitpflegeplätze.

Was das bedeutet: Hier handelt es sich um einen separaten, abgetrennten Bereich, der ausschließlich für die Kurzzeitpflege-Bewohner genutzt wird. Unter Kurzzeitpflege versteht man einen befristeten Aufenthalt in der Seniorenresidenz – etwa nach einem Krankenhausaufenthalt oder in Urlaubszeiten der pflegenden Angehörigen. Das Angebot der Kurzzeitpflege entspreche auch dem hohen Bedarf an solchen Plätzen in NRW, wusste Susanne Thon.

Auch die junge Pflege mit zehn Plätzen ist eine Besonderheit am Standort Bad Laasphe. Sie ist für Bewohner unter 60 Jahre gedacht, die aufgrund eines Unfalls oder einer Krankheit pflegebedürftig sind. Hier stehe der pflegerische Aspekt im Vordergrund, Angehörige und Freunde werden in die Betreuungs- und Beschäftigungsangebote einbezogen. „Wir haben schon Einrichtungen für junge Pflege“, verriet Susanne Thon, „das erfordert ein anderes Freizeit- und Unterhaltungsprogramm.“ Bürgermeister Dr. Torsten Spillmann freute sich gestern über den Stand der Planungen und gestand, dass er froh sei, „noch nicht an dem ganz großen Rad drehen zu müssen.“ Sprich: Ausräumen der Hauptschule und Abriss verschieben sich auf 2019. Zugleich haben dann andere noch ein wenig mehr Zeit, die Wärmeversorgung zu planen. Joachim Debus von der Bad Laaspher Energie GmbH erläuterte nämlich vor Ort, dass aktuell Gespräche über eine Anschlussfinanzierung hinsichtlich des Aufbaus eines weiteren Nahwärmenetzes liefen. Da habe man bereits positive Signale erhalten.

Konkret denkt die BL-E über eine Insellösung für Lachsbachschule, Turnhalle, Mediko-Seniorenzentrum und eventuell sogar das Wabach-Bad nach. Hier könnte eine gemeinsame Wärmeversorgung über ein zentrales Blockheizkraftwerk entstehen. Überdies, und das sagte Dr. Torsten Spillmann, wäre diese Insellösung eine Chance für die Bewohner der Wallachei, sich da anzuschließen. „Wir wollen ein flächendeckendes Konzept aufstellen“, so der Bürgermeister.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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