Die Abrissbirne ist da
Altes Hallenbad bald Geschichte

Das ehemalige Siegener Hallenbad an der Sandstraße wurde im Dezember 1966 geschlossen und durch das Löhrtorbad ersetzt. Jetzt wird es dem Erdboden gleich gemacht.
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  • Das ehemalige Siegener Hallenbad an der Sandstraße wurde im Dezember 1966 geschlossen und durch das Löhrtorbad ersetzt. Jetzt wird es dem Erdboden gleich gemacht.
  • Foto: kalle
  • hochgeladen von Karl-Hermann Schlabach (Redakteur)

kalle Siegen.  Am 24. Dezember 1966 schlossen sich die Türen des ehemaligen Stadtbades an der Sandstraße in Siegen. Eine traditionsreiche Geschichte ging an diesem Heiligabend nach 68 Jahren zu Ende. Als Ersatz hatten die Siegener Stadtväter seinerzeit das Löhrtorbad bauen lassen. Nach und nach verlor die Öffentlichkeit das Stadtbad auf der Sieghütte aus den Augen. Damit geriet auch ein architektonisches Kleinod in Vergessenheit.
Zur Erinnerung: 1945 lag das Bad in Trümmern. Keine zwei Jahre später tummelten sich die ersten Badegäste wieder in den Fluten. Die Krönchenstadt war damit eine der ersten kriegszerstörten deutschen Städte, die ihr Hallenbad wieder in Betrieb nehmen konnten. Eigentlich war das Bad als Freibad vorgesehen. Die Stadt baute um das Schwimmbecken die Halle auf.
Nach der Schließung wurde das Gebäude immer wieder umgebaut. 1968 verkaufte die Stadt das gesamte Areal an die Firma Reifen-Weiß, die ihren Betrieb dorthin umsiedelte. Teile der für damalige Zeiten ungewöhnlichen Architektur erinnerten aber immer noch an den Sportbetrieb. Zuletzt war in den Räumlichkeiten ein Fitness-Studio untergebracht.
Seit einigen Tagen ist ein Abrissunternehmen dabei, das ehemalige Bad und ein zusätzliches Gebäude nebenan endgültig aus dem Stadtbild zu verbannen. Was passiert nach dem Abriss mit dem innerstädtischen Top-Grundstück? Die Diakonie will dort eine Pflegeeinrichtung für Senioren bauen. Geplant sind 110 Plätze, wovon 20 im Bereich der Kurzzeitpflege genutzt werden sollen. Weitere zehn Plätze sind für Menschen mit Demenz in einem geschützten Raum vorgesehen.
Die Diakonie in Südwestfalen will dort insgesamt 12 Mill. Euro investieren. Läuft alles nach Plan, ist mit der Fertigstellung des Projektes nach jetzigem Stand Mitte 2022 zu rechnen.

Autor:

Karl-Hermann Schlabach (Redakteur) aus Siegen

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