Altes Kulturgut im Dorf erhalten

 Ein Namensschild ziert das Wohnhaus von Anita und Andreas Haßler in Rüppershausen – oder besser gesagt: von „Ormes“. Für Oberndorf hatten sich Hans-Georg Heinrich und Horst Hofius bereit erklärt, die AG „Alte Hausnamen“ zu übernehmen, und für Rüppershausen brachte sich Hermann Dornhöfer ein. Die Resonanz war sehr gut, teilte das Trio jetzt mit. Foto: privat
  • Ein Namensschild ziert das Wohnhaus von Anita und Andreas Haßler in Rüppershausen – oder besser gesagt: von „Ormes“. Für Oberndorf hatten sich Hans-Georg Heinrich und Horst Hofius bereit erklärt, die AG „Alte Hausnamen“ zu übernehmen, und für Rüppershausen brachte sich Hermann Dornhöfer ein. Die Resonanz war sehr gut, teilte das Trio jetzt mit. Foto: privat
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sz - Was wäre wohl ein Dorfjubiläum, ohne die Namen der älteren Häuser beider Ortschaften nach außen darzustellen? Bei einer der ersten Planungssitzungen zum großen Dorfjubiläum „650 Jahre Oberndorf und Rüppershausen“ wurde beschlossen, eine AG „Alte Hausnamen“ zu gründen. Für Oberndorf hatten sich Hans-Georg Heinrich und Horst Hofius bereit erklärt, diese Aktion zu übernehmen und für Rüppershausen wollte sich zudem Hermann Dornhöfer einbringen.

Rechtzeitig zum Jubiläum am Himmelfahrtswochenende sind alle bestellten Hausnamensschilder ausgeliefert worden. Insgesamt wurden für beide Ortschaften 96 Hausschilder bestellt. Mit so einer positiven Resonanz hatten die drei Akteure nicht gerechnet. Auch die Zusammenarbeit mit der Firma Werbetechnik Weiß aus Erndtebrück, die die Hausnamensschilder hergestellt und eingefräst hatte, klappte reibungslos. Die Firma Weiß hat aufgrund des bevorstehenden Dörferjubiläums außerdem ein Schild für das Backhaus gespendet.

Bis heute sind die Haus- und Hofnamen in der Umgangssprache auf den Dörfern gebräuchlich. Früher kannten die Einwohner einer Ortschaft oft nicht den Schreibnamen, also den Nachnamen der Hausbesitzer, sondern nur den überlieferten Hausnamen. Das Zustandekommen der Haus- und Hofnamen ist vielfältig. Manchmal war es der Vorname der früheren Besitzer, auch wurde der Flurname gemischt mit dem Vornamen verwendet oder der Beruf des Eigentümers wurde zum Hausnamen. Der Hausname war ein fester Ordnungsbegriff, lange bevor es die Hausnummern gab. Die Hausnamen eines Dorfes sind ein altes Kulturgut, an das sich auch noch die Nachfahren erinnern sollten. Wie Hermann Dornhöfer noch berichtete, wollen die Bewohner an der Siegener Straße noch ein kleines Straßenfest zum Anbringen der Schilder feiern.

Das Projekt „Alte Hausnamen“ ist ein Teil von sehr vielen Aktionen, die während des Jubiläums vom 14. bis 17. Mai stattfinden werden. Selbst wenn die Feierlichkeiten dann vorbei sind, werden die Hausnamensschilder an den Häusern der beiden Ortschaften immer wieder an das gemeinsame Dorfjubiläum erinnern.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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