Am 8. Juni Trumpf in der Hand halten

Das neue Ziel der »Sportfreunde«:

Ingo Peter vor Unterhaching: »Wenn wir es gegen Lautern schaffen können, schaffen wir es!«

sz Siegen. Die Tatsache, dass Sportfr. Siegen zumindest von der Papierform her mit Darmstadt 98 das schwerste Restprogramm im Kampf um den Klassenerhalt hat, lässt auch die Verantwortlichen überaus realistisch den Blick in die Karten der nächsten Wochen werfen. Trainer Ingo Peter hat vor dem schweren Gang zum designierten Zweitliga-Wiederaufsteiger SpVg Unterhaching eine sehr vorsichtige Zielsetzung ausgegeben, die jedermann wohl den Ernst der Lage bewusst machen dürfte: »Wenn wir es in den nächsten drei Spielen schaffen, am letzen Spieltag noch aus eigener Kraft den Klassenerhalt zu schaffen, dann schaffen wir das auch gegen Kaiserslauterns Amateure.« Dieses finale Spiel findet wie alle übrigen Begegnungen des letzten Spieltages der Regionalliga Süd am 8. Juni (Pfingstsonntag) im Siegener Leimbach-Stadion statt.

Kommt es zu der minimalsten aller positiven Konstellationen, wie der Coach dies prophezeit, dann steht den Nerven der Spieler und Fans eine Zerreißprobe bis zum Äußersten bevor. Denn die Vorgabe, am letzten Spieltag noch alle Trümpfe in der Hand zu behalten, zwingt die Mannschaft mindestens dazu, noch drei oder vier Punkte aus den genannten drei Partien am Sonntag in Unterhaching, dann am Freitag (22. Mai) gegen Hoffenheim sowie am 31. Mai (Samstag) in Regensburg zu holen.

Saison für van Buskirk beendet

Und Trainer Peter möchte keinen Gedanken aufkommen lassen, dass man das Punkteholen etwa nur im Heimspiel gegen Hoffenheim vorhabe. In dieser Woche wurde im Training speziell die Auseinandersetzung mit dem haushoch favorisierten Klassenprimus aus Unterhaching geprobt. Dabei stellt sich die Mannschaft fast von allein auf, denn John van Buskirk knickte am Mittwoch im Training unglücklich um. Sein Sprunggelenk schwoll derart an, dass selbst am gestrigen Donnerstag noch keine genaue Diagnose möglich war. Befürchtet wird ein Bänderriss, so dass der ohnehin weit von einer normalen Regionalliga-Form entfernte Kapitän die Saison »haken« kann. Sein Landsmann Chaleb Norkus laboriert an Zehenproblemen, Jozef Kotula plagt sich sowohl mit einem Pferdekuss als auch auch noch mit dicken Zahnschmerzen herum. Beide werden daher wohl nicht in der Anfangsformation zu finden sein, wohl aber Romas Cirba. Selbst bei der »Zweiten«, die dummer Weise auch am Sonntag in Lünen antreten muss, wird man »plündern« müssen, um einen vernünftigen Kader zusammen zu bekommen.

Sorgen bereitet dem Trainer vor allem das Auswärts-Abwehrverhalten gegen Mannschaften mit groß gewachsenen Spielern: »Hier ist zuletzt fast jeder Fehler gnadenlos bestraft worden. Aber die Spieler müssen einfach lernen, diese Schläge weg zu stecken«, appelliert Peter an sein Team, auf der Zielgeraden der Saison mit höchster Aufmerksamkeit und Konzentration zu Werke zu gehen.

Gespannt werden die Siegener auf der morgigen Fahrt nach Bayern auch die Ergebnisse der Konkurrenz verfolgen. Aber neben den Resultaten der »Mitbewerber« im Tabellenkeller hat auch das Verfolger-Duell zwischen Jahn Regensburg (61 Punkte) und dem FC Augsburg (56) einen besonderen Stellenwert. Wenn nämlich die Augsburger diese Partie nicht gewinnen, ist Unterhaching schon vor dem Anpfiff am Sonntag definitiv aufgestiegen, weil Augsburg dann in keinem Falle mehr mit dem Team von Trainer Wolfgang Frank gleich ziehen kann. Obwohl seine Spieler vor einer offensichtlich sehr großen Kulisse mit einer Top-Leistung den Wiederaufstieg ins Bundesliga-Unterhaus dokumentieren wollen, könnte bei Unterhaching also ein wenig die Spannung raus sein, wenn der »Käse« schon vor dem Spiel »gegessen« ist. Könnte...

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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