Am Ende ist alles gut

Nach der Aufführung kauften viele Eltern mit ihren Kindern die CDs der Musikbühne Mannheim. Foto: soph

soph Siegen. Schneewittchen ist schon ein armes Mädchen. Erst stirbt seine Mutter bei seiner Geburt, und dann muss es unter einer eitlen Stiefmutter leiden. Die beschäftigt sich am meisten mit ihrem Zauberspiegel. Jeden Tag fragt sie ihn mehrmals, ob sie immer noch die Schönste im ganzen Land sei. Und jeden Tag bestätigt der Spiegel dies. Doch eines Tages sagt er, dass Schneewittchen nun die Schönere sei. Die böse Königin tobt und beauftragt ihren Jäger, Schneewittchen zu töten. Doch der hat Mitleid und reitet mit ihr in den Wald.

Das Märchen der Gebrüder Grimm kennt wohl jedes Kind. Die Inszenierung im Apollo-Theater am vergangenen Sonntagnachmittag (und am Montag für Kindergärten) war wirklich etwas Besonderes. Mit viel Gesang, tollem Schauspiel und hinreißender Kulisse begeisterte die Musikbühne Mannheim unter der Regie von Eberhard Streul mit der kleinen Oper bereits, als der Vorhang noch zu war und der Erzähler im Dunkeln den Prolog der Geschichte erzählte.

Schneewittchen (Tanja Hamleh) wird von fünf Tieren zum Haus der Sieben Zwerge geführt, nachdem der Jäger (Matthias Eschli) sie im Wald zurückgelassen hat. Das Tolle daran: Hase, Reh, Wolf und Co. wurden von fünf verkleideten Kindern aus dem Publikum gespielt. Und nicht nur die Vierbeiner wurden kurzfristig besetzt. Als Schneewittchen eingeschlafen ist, kommen vom Eingang des großen Saals die Sieben Zwerge gelaufen. Zwerg Pumpel (Christina Prieur) und Pimpel (Gerda M. Eiselmair) werden begleitet von fünf weiteren Zuschauerkindern. Und nicht nur die haben sichtlich Spaß an der Aufführung. Das ganze Publikum folgt gespannt der bekannten Geschichte, die durch die tollen Schauspieler noch einmal ganz neu erlebt werden kann. Begleitet werden sie von Frank Steuerwald am Keyboard. Jede Figur bekommt ihre eigene Melodie, so können selbst die Kleinsten sofort erkennen, wer als nächstes mit Singen an der Reihe ist.

Wie jeder weiß, findet die böse Königin (Daniela Grundmann) ihre Stieftochter und vergiftet sie mit einem Apfel. Doch auch in dieser Inszenierung fällt das Stück aus Schneewittchens Hals, als ein Prinz (Matthias Eschli) den gläsernen Sarg mit der vermeintlich toten Prinzessin mitnehmen will. Am Ende geht also auch hier alles gut aus, Schneewittchen hat ihren Prinzen, die böse Stiefmutter wird eingesperrt, und die Zwerge können auf eine Hochzeit gehen.

Nach der Aufführung verkauften die Schauspieler im Foyer fleißig CDs mit dem Märchen und ließen sich mit den Kindern fotografieren. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann kommen sie hoffentlich bald noch mal ins Apollo!

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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