SPD setzt weiter auf ihren Landrat
Andreas Müller nominiert

Gerade zum Landratskandidaten der SPD nominiert: Andreas Müller (r.). Mit ihm freut sich über das einstimmige Votum Unterbezirksvorsitzender Heiko Becker.
  • Gerade zum Landratskandidaten der SPD nominiert: Andreas Müller (r.). Mit ihm freut sich über das einstimmige Votum Unterbezirksvorsitzender Heiko Becker.
  • Foto: ihm
  • hochgeladen von Irene Hermann-Sobotka (Redakteurin)

ihm Geisweid. Die roten Stimmkarten schossen in die Höhe, kein einziger der rund 100 Delegierten behielt seine Hand unten: einstimmig! Andreas Müller soll bei der Kommunalwahl am 13. September 2020 erneut für das Amt des Landrats kandidieren, das er seit 2014 innehat. Die Delegierten des außerordentlichen Unterbezirksparteitags nominierten ihn am Donnerstagabend in der Geisweider Bildungsvilla, die Wahlkreisdelegiertenkonferenz wird ihn im März aller Voraussicht nach wählen.

Stehende Ovationen

Dass die Genossen aus Siegen-Wittgenstein hinter ihrem Landrat stehen, zeigten die stehenden Ovationen, die der 36-Jährige bekam. Seine Dankesrede war nur eine Minute lang. Er hoffe, dass in den kommenden acht bis neun Monaten noch Gelegenheit sei, „relativ wahlkampffrei“ Politik zu machen: „Lasst uns was Gutes gemeinsam machen!“
Müller hatte 2014 mit gerade mal 31 Jahren den langgedienten Landrat Paul Breuer in der Stichwahl besiegt. Der gelernte Reiseverkehrskaufmann hatte vor seiner Wahl auf den Chefsessel im Kreishaus als Geschäftsführer der SPD Olpe gearbeitet. Der aus Burbach stammende Müller ist seit 2018 Mitglied im SPD-Landesvorstand.
Dass Andreas Müller aus der „Pole-Position“ in die Kommunalwahl starte, gefiel Marc Herter, dem stellv. SPD-Landesvorsitzenden, besonders gut – immerhin ist die Pole für die SPD in Nordrhein-Westfalen nicht mehr der angestammte Platz. Herter war nach Geisweid gekommen, um die Genossen auf den Kommunalwahlkampf einzustimmen. Beifall gab es, als Herter versprach, dass sich die SPD nicht weiter nur mit sich selbst beschäftigen werde, wenn man das Vorsitzendenpaar gefunden habe: „Dann kümmern wir uns um die Probleme der Menschen!“

Neuer Strukturwandel

Die südwestfälische Region stehe vor einem Strukturwandel, der die Autommobilzulieferer und den Maschinenbau betreffe. Das müsse politisch aufgefangen werden. Das sozialdemokratische Credo für die Kommunalwahl umriss Herter so: Lebensqualität und Daseinsvorsorge darf man nicht dem Markt überlassen.“ Noch einmal Beifall gab es für das Versprechen, spätestens 2022, wenn die SPD im Land am Ruder sei, die KAG-Beiträge komplett abzuschaffen.

Autor:

Irene Hermann-Sobotka (Redakteurin) aus Siegen

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

3 folgen diesem Profil

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung einbetten

Abbrechen
add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.