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Lange Liste von Vorwürfen
Angeklagter "für die Allgemeinheit" gefährlich

juka Siegen. Gleich wegen einer ganzen Palette von Vorwürfen muss sich Carsten N. seit Dienstag vor dem Siegener Landgericht verantworten. Der 49-Jährige wird mehrerer Fälle von Beleidigung, Bedrohung, Körperverletzung und Widerstand gegen Polizeibeamte bezichtigt.
N. soll so beispielsweise am 15. September vergangenen Jahres zwei Nachbarn im Hausflur seiner Wohnung in Siegen entgegengetreten sein und diese aufs Übelste beleidigt haben. „Ihr Scheiß-Ausländer, macht euch ab oder ich steche euch ab.“

Als sich das Duo in die Wohnung zurückzog, soll der gebürtige Lüdenscheider gegen die Wohnungstür getreten haben. Einen Monat später entbrannte erneut eine verbale Auseinandersetzung mit einem der Nachbarn, woraufhin N.

juka Siegen. Gleich wegen einer ganzen Palette von Vorwürfen muss sich Carsten N. seit Dienstag vor dem Siegener Landgericht verantworten. Der 49-Jährige wird mehrerer Fälle von Beleidigung, Bedrohung, Körperverletzung und Widerstand gegen Polizeibeamte bezichtigt.
N. soll so beispielsweise am 15. September vergangenen Jahres zwei Nachbarn im Hausflur seiner Wohnung in Siegen entgegengetreten sein und diese aufs Übelste beleidigt haben. „Ihr Scheiß-Ausländer, macht euch ab oder ich steche euch ab.“

Als sich das Duo in die Wohnung zurückzog, soll der gebürtige Lüdenscheider gegen die Wohnungstür getreten haben. Einen Monat später entbrannte erneut eine verbale Auseinandersetzung mit einem der Nachbarn, woraufhin N. sich mit einer Axt ausgestattet und auf den Nachbarn losgegangen sein soll.

"Ich werde euch alle verbrennen"

Körperlichen Schaden konnte er dem Opfer nicht zufügen, zog sich stattdessen in die Garage zurück und kehrte wenig später mit einem Benzinkanister wieder zurück. N. soll zweimal versucht haben, das Opfer mit dem Benzin zu übergießen – da der Nachbar aber ausweichen konnte, zündete N. laut Anklage den am Boden befindlichen Treibstoff mit den Worten „Ich werde euch alle verbrennen“ an.

Anschließend verbarrikadierte sich der Angeklagte in der Garage und flüchtete. Später wurde N. in einer Nothaltebucht auf der Autobahn 45 von zwei Beamten gefunden, wehrte sich aber nach Kräften gegen die Festnahme, klammerte sich an eine Leitplanke, beleidigte die Polizisten aufs Übelste, bespuckte einen Beamten und griff einen weiteren mit einer Kopfnuss an. Ausdrücke wie „Drecksbullen“ und „rechtes Arschloch“ sollen dabei gefallen sein. Auch auf der Fahrt hat N. laut der Polizisten erheblichen Widerstand geleistet und mit Beleidigungen um sich geworfen. „Es ist von einer krampfhaften seelischen Störung auszugehen, sodass er für die Allgemeinheit gefährlich ist“, führt die Staatsanwaltschaft aus.

Bereits in der ersten Jahreshälfte 2020 war es bei N. laut Anklage zu Auffälligkeiten gekommen. Bei einer Auseinandersetzung im Januar soll der Angeklagte einen Kopfstoß verübt haben, im April soll N. bei einer Streitigkeit ein Messer gezückt und gedroht haben: „Irgendwann schneide ich dir den Kopf ab“.
Der Angeklagte kündigte an, bei der nächsten Sitzung Stellung zu beziehen. Diese ist für den 4. Mai angesetzt.

Autor:

Julian Kaiser (Volontär) aus Siegen

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