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Besonders schwerer Raub
Angeklagter muss mehrere Jahre hinter Gitter

Rund zehn seiner 40 bisherigen Lebensjahre hat Sergej S. nach eigenen Angaben schon im Gefängnis verbracht. Seit Dienstagmittag steht fest: Es werden noch ein paar weitere hinzukommen.
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  • hochgeladen von Marc Thomas

juka Siegen. Rund zehn seiner 40 bisherigen Lebensjahre hat Sergej S. nach eigenen Angaben schon im Gefängnis verbracht. Seit Dienstagmittag steht fest: Es werden noch ein paar weitere hinzukommen.

Die 1

juka Siegen. Rund zehn seiner 40 bisherigen Lebensjahre hat Sergej S. nach eigenen Angaben schon im Gefängnis verbracht. Seit Dienstagmittag steht fest: Es werden noch ein paar weitere hinzukommen.

Die 1. große Strafkammer des Siegener Landgerichts hat den Mann wegen besonders schweren Raubes zu einer Freiheitsstrafe von fünf Jahren verurteilt. Zudem wurde die Unterbringung in einer Entziehungsanstalt für den drogensüchtigen Mann angeordnet.

Richterin Elfriede Dreisbach folgte in der Begründung in weiten Teilen dem Antrag der Staatsanwaltschaft, die, genau wie die Kammer, keinen minderschweren Fall erkannt, aber sechs Jahre und drei Monate gefordert hatte. Das Landgericht verhängte jedoch nur die Mindeststrafe. Möglich gewesen wären bis zu 15 Jahre. Zugute hielt die Kammer dem Angeklagten dabei, dass er sich vollständig geständig gezeigt hatte, die Tat bereuen würde, keine große heute Beute gemacht habe und bereit für eine Therapie sei.

Verteidigung sah minderschweren Fall

Die Verteidigung hatte aufgrund der extremen Drogenabhängigkeit einen minderschweren Fall gesehen und eine Freiheitsstrafe von vier Jahren und sechs Monaten für angemessen gehalten. Die Unterbringung hielt auch der Verteidiger für die richtige Maßnahme. „Er möchte sich in Therapie begeben, er hat selbst erkannt, dass es so nicht weitergehen kann.“

81-Jährigen mit Revolver bedroht und gefesselt

S. ist einschlägig vorbestraft, seit er mit 16 Jahren aus Russland nach Deutschland kam, muss sich der heute 40-Jährige regelmäßig vor Gericht verantworten. In den meisten Fällen wegen Raubes, teilweise kam auch Körperverletzung hinzu. 2015 gab es zudem einen Prozess wegen der Einfuhr und dem Handel mit Betäubungsmitteln.

Raubüberfall, weil Geld für Drogen knapp wurde

Im aktuellen Fall hatte der Mann im Mai 2020 zusammen mit einer Komplizin (25), die Ende des vergangenen Jahres bereits zu drei Jahren und neun Monaten Haft verurteilt worden war, bei ihr war ein minderschwerer Fall festgestellt worden, einen alten Mann in seiner Wohnung in Siegen ausgeraubt. Weil das Geld für Drogen damals knapp wurde und die Mittäterin wusste, dass der Mann, der laut des Angeklagten Zimmer an Menschen aus der Drogenszene vermietete, immer viel Bargeld bei sich aufbewahrte, entschloss sich das Duo zu der Tat.

Die Frau besuchte den Senior, ließ ihren Freund unter einem Vorwand ins Haus, der den älteren Mann mit einem Schreckschussrevolver bedrohte. Sergej S., während der Tat maskiert, bekam 85 Euro aus der Geldbörse ausgehändigt, in der Wohnung fanden die Täter weitere 2000 Euro sowie einen Wohnungs- und Fahrzeugschlüssel. Während das Duo mit dem Auto floh, blieb das Opfer mit Kabelbindern gefesselt in der Wohnung zurück. S. unternahm während der gesamten Verhandlung nicht auch nur im Ansatz den Versuch, die vorgeworfene Tat abzustreiten

Autor:

Julian Kaiser aus Siegen

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