Annette Hinzmann neue Pfarrerin in Gosenbach

Von Superintendent Friedemann Hillnhütter eingeführt

sz Gosenbach. In ihre Pfarrstelle eingeführt wurde kürzlich die neue Pfarrerin in der Kirchengemeinde Gosenbach Annette Hinzmann von Superintendent Friedemann Hillnhütter. In der voll besetzten Kirche in Gosenbach machte Hillnhütter deutlich, nach Meinung der Menschen solle ein Pfarrer heutzutage präsent und weltoffen aber auch zugleich Geistlicher sein. Dies sei oft nur schwer miteinander zu verbinden. Pfarrer sollten Vorbild sein und Menschen wie alle andern auch. Sie sollten beziehungsorientiert sein, wissenschaftlich fundiert am Wort arbeiten, sich in Welt und Gesellschaft auskennen und immer die frohe Botschaft leben. Dem Anspruch könne niemand gerecht werden. Hillnhütter: »Auch Pfarrer leben von der Barmherzigkeit und der Vergebung. Unser Fundament ist Gottes Werk in Christus.«

Es war sicher nicht von ungefähr, dass Pfarrerin Hinzmann die Sturmstillung als Predigttext ausgewählt hatte. Hat doch die Kirchengemeinde Gosenbach in den letzten Jahren so einige Stürme erlebt. Die Pfarrerin in ihrer Predigt: »Wir sitzen alle in einem Boot, nicht nur im Kirchenschiff. Sturm gibt es auch, wenn Jesus mit im Boot sitzt. Aber, was kann uns schon passieren, wenn Jesus mit im Boot ist?« Annette Hinzmann hofft, dass in der Gemeinde Gosenbach nun der Sturm vorbei ist. Wellen des Streites, der Angst und Verletzungen hätten ins Boot geschlagen. Hinzmann: »Durch Jesus Christus kann unser Schiff nicht untergehen.«

Rudolf Keßler, Vorsitzender des Bevollmächtigtenausschusses, der die Kirchengemeinde vorübergehend anstelle eines Presbyteriums leitet, dankte Pfarrer i.R. Ulrich Schlabach, der während der einjährigen Vakanz der Pfarrstelle viele Gottesdienste gehalten und seelsorgliche Gespräche geführt hat.

Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst vom Posaunenchor Oberschelden, einer Jugendband und den Gemischten Chören Gosenbach und Oberschelden, die gemeinsam auftraten.

Etwa 300 Gäste waren der Einladung der Kirchengemeinde gefolgt und fanden sich nach dem Gottesdienst in der Turnhalle Gosenbach ein. Unter ihnen Bürgermeister Ulf Stötzel und etliche Gemeindeglieder aus Kierspe und Rönsahl. In vielen Grußworten wurden gute Wünsche geäußert und von den Sauerländer Gästen etwas wehmütig Rückblick gehalten. »Bei uns in Kierspe liegen die Edelsteine an der Oberfläche«, berichtete Friedemann Rahner, und weiter: »Annette Hinzmann ist ein solcher Edelstein.«

Annette Hinzmann wurde in Lüdenscheid geboren und studierte evangelische Theologie in Wuppertal, Bochum und Marburg. Ein Praktikum absolvierte sie in der Kirchengemeinde Halver und ihr Vikariat in der Kirchengemeinde Plettenberg. Als Pfarrerin im Entsendungsdienst war sie in den Kirchengemeinden Rönsahl und Kierspe tätig. Die Zusammenarbeit mit CVJM und Gemeinschaft ist der Sauerländerin nicht unbekannt. Und auch über eine gehörige Portion Berufserfahrung, zu der Frauenarbeit und Freizeiten gehören, verfügt die neue Pfarrerin. Neuen Gottesdienstformen steht sie positiv gegenüber. Sie findet das regelmäßige Gespräch über die Bibel, sei es in einer im Gemeindehaus stattfindenden Bibelstunde oder in Hauskreisen, nicht nur wichtig, sondern als geistliches Angebot für Christen unverzichtbar. Zur Pfarrfamilie gehören Ehemann Frank und Sohn Simon.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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