Antrag auf Stellenabbau gestellt

 Das Unternehmen SCS stellt Bowdenzug-Systeme und Kunststoff-Komponenten vor allem für die Automobilindustrie her. Die Zahl der Mitarbeiter am Stammsitz Berghausen könnte bald deutlich sinken: Ein Stellenabbau ist beantragt. Foto: Archiv
  • Das Unternehmen SCS stellt Bowdenzug-Systeme und Kunststoff-Komponenten vor allem für die Automobilindustrie her. Die Zahl der Mitarbeiter am Stammsitz Berghausen könnte bald deutlich sinken: Ein Stellenabbau ist beantragt. Foto: Archiv
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bw t Wie geht es in Zukunft weiter mit dem Wittgensteiner Standort des Unternehmens SCS Stahlschmidt Cable Systems in Berghausen? Die Frage stellt sich schon seit geraumer Zeit, seit Jahren herrscht erhebliche Unruhe in der Belegschaft. Aktuell werden die Sorgen wieder befeuert, da der Arbeitgeber einen Stellenabbau beantragt hat und die Verhandlungen mit dem Betriebsrat und den Vertretern der IG Metall im Hinblick auf einen Interessenausgleich und einen Sozialplan angelaufen sind. Wie viele Arbeitsplätze in der Produktion am Ende tatsächlich wegfallen werden, ist derzeit aber noch vollkommen offen.

Gewerkschaftssekretär Marco Schmidt ließ im Gespräch mit der Siegener Zeitung keinen Zweifel daran, dass die IG Metall um jeden Arbeitsplatz kämpfen werde. Es habe beim Auftakt der Verhandlungen den Anschein gehabt, das Unternehmen sei davon ausgegangen, durch die Verhandlungen „galoppieren“ zu können. „Wir befinden uns im Prozess und haben noch weitere Gesprächstermine bis in den Oktober hinein vereinbart“, berichtete Marco Schmidt. Geht es nach der Gewerkschaft, werden diese Termine sicherlich auch benötigt, denn bisher mangelt es aus Sicht der Arbeitnehmerseite an einem tragfähigen Zukunftskonzept. 

Zwar soll es einen Sanierungsplan geben, den die Geschäftsleitung mit der Hilfe externer Berater hat erstellen lassen – dieser wurde aber Betriebsrat und Gewerkschaft bisher noch nicht in Gänze präsentiert. Nach Informationen unserer Zeitung steht in Frage, ob Berghausen künftig überhaupt noch Produktionsstandort bleibt – oder die Produktion künftig komplett nach Polen verlagert werden soll. Das Unternehmen wollte sich nicht äußern, kündigte aber Erläuterungen für die zweite September-Hälfte an.

Andree Jorgella, 1. Bevollmächtigter der IG Metall in Siegen, gab sich indes kämpferisch. Nachdem ja im vergangenen Jahr bereits die Verhandlungen zur Aufstellung eines Standortsicherungstarifvertrags ergebnislos abgebrochen worden waren, habe die Unternehmensleitung letztlich ein Jahr lang Zeit gehabt, Zahlen auf den Tisch zu legen. „Es muss ein tragfähiges Konzept für die kommenden Jahre aufgestellt werden“, meinte der Gewerkschafter unmissverständlich und schob hinterher: „Eine Salami-Taktik wird es mit uns nicht geben.“ Sprich: Die IG Metall will einen Stellenabbau auf Raten verhindern.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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